Nicht nur in St. Georgen
: Diese Glanzlichter hat der Bergstadtsommer zu bieten

Acht Tage, acht Konzerte und jede Menge Mitwirkende – die mittlerweile 18. Auflage des St. Georgener Bergstadtsommers steht unmittelbar bevor. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Von
Helen Moser
Oberndorf
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Freuen sich auf den Bergstadtsommer mit vielen musikalischen Glanzlichtern: Karsten (links) und Hanno Dönneweg.

Helen Moser

Nur noch wenige Tage, dann füllt sich St. Georgen mehr und mehr mit Musikern – 60 bis 70, schätzt Karsten Dönneweg, werden in den Schwarzwald kommen, um in St. Georgen, Königsfeld, Furtwangen und Villingen den Bergstadtsommer zu gestalten.

„Wir machen die Stadt ziemlich voll“, meint Karsten Dönneweg – vor allem, da viele Musiker noch Familienangehörige mitbrächten. Da füllen sich Hotelzimmer und Ferienwohnungen vor allem ab Mitte kommende Woche. Zum Ende des Musikfestivals stehen nämlich die Konzerte mit größeren Ensembles bevor.

Doch auch davor gibt es so einiges zu erleben: Los geht es am kommenden Samstag, 6. September, in der Stadthalle. Dann ist erstmals die japanische Percussionistin Nozomi Hiwatashi in St. Georgen zu erleben. Sie reiste mit viel Schlaginstrumentarium nach St. Georgen an – eine logistische Herausforderung, erklärt Hanno Dönneweg, Vorsitzender des Vereins Bergstadtsommer.

Auch sonst gebe es im Vorfeld des Musikfestivals noch viel abzuklären und einzutüten. Und zu produzieren: Denn erstmals machen die Festivalorganisatoren in diesem Jahr auch mit einem Bergstadtsommer-Podcast Lust auf das Musikfestival. Abrufbar ist der Podcast über Spotify und Apple Podcasts. Auf dem Programm stehen vor allem Interviews mit den Mitwirkenden der aktuellen Auflage des Festivals.

Musiker kommen immer wieder gerne

Parallel läuft der Vorverkauf für die Konzerte. Und auch wenn das Eröffnungskonzert bislang so gut nachgefragt sei wie selten, seien noch für jedes Konzert Karten verfügbar, betont Karsten Dönneweg. „Es ist immer eine Aufregung mit dem Vorverkauf“, meint Hanno Dönneweg – aber dass die St. Georgener kurzentschlossen sind, sei ihnen mittlerweile bestens bekannt.

Was sich beim Musikfestival ebenfalls durchzieht – allerdings auf viel erfreulichere Art: die vielen bekannten Gesichter, die sich Jahr für Jahr in der Bergstadt einfinden. „Wir haben ein großes Stammpersonal“, freut sich Karsten Dönneweg. „Für die gehört der Bergstadtsommer mittlerweile einfach dazu.“ Die gute St. Georgener Höhenluft, die Gemeinschaft – es gebe vieles, was die Musiker am Bergstadtsommer schätzen.

Wiedersehen mit alten Bekannten

In all den Jahren seien viele Freundschaften entstanden, berichtet Hanno Dönneweg – „auch wenn viele der Akteure sich nur beim Bergstadtsommer sehen“. Ein Wiedersehen wird es bei der diesjährigen Auflage unter anderem mit vielen Musikern des Schwarzwald-Kammerorchesters geben, aber auch mit dem St. Georgener Pianisten Andreas Erchinger.

Etwas Besonderes sei auch das Gastspiel von Guillaume Artus, den Karsten und Hanno Dönneweg schon von klein auf kennen. Sein Vater Daniel Artus hatte zusammen mit Peter Dönneweg jahrelang die Städtepartnerschaft zwischen Saint-Raphaël und St. Georgen musikalisch mit Leben gefüllt. Auch einige Gäste aus der südfranzösischen Partnerstadt kommen zum Konzert, berichtet Karsten Dönneweg.

Zum Abschluss geht es nach Villingen

Nun gelte es, von Konzert zu Konzert zu blicken, sagt der Festivalleiter. Und räumt dennoch ein: „Ich denke jetzt schon an den Mahler.“ Gemeint ist das Abschlusskonzert des Bergstadtsommers, bei der unter anderem Gustav Mahlers monumentale Fünfte Sinfonie im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen zu hören sein wird. Dass das Festival nicht in St. Georgen ende, sei gewiss keine Abkehr von der Bergstadt, wie Karsten Dönneweg betont. Für ein Konzert mit so vielen Mitwirkenden „braucht man einfach einen Konzertsaal“, sagt er – und hofft, dass auch viele St. Georgener, beispielsweise mit dem eigens eingerichteten Shuttlebus, den Weg nach Villingen finden.

Acht Konzerte in acht Tagen – das Programm des Bergstadtsommers

Eröffnungskonzert
 Los geht es am Samstag, 6. September, um 20 Uhr in der St. Georgener Stadthalle. Ab 20 Uhr geht es auf eine musikalische Reise nach Frankreich – unter anderem mit Ravels Boléro. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt acht Euro.

Kirchenkonzert
 Nach Königsfeld geht es am Sonntag, 7. September: Ab 17 Uhr steht Guillaume Artus im Kirchensaal im Mittelpunkt. Er spielt brillante und virtuose Konzerte von Antonio Vivaldi. Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt acht Euro.

Moderne Musik
 Die japanische Percussionistin Nozomi Hiwatashi entführt am Montag, 8. September, in die Welt der modernen Musik – ohne dass die Konzertbesucher die St. Georgener Klosterfabrik verlassen müssen. Beginn ist um 20 Uhr bei freiem Eintritt.

Kinderkonzert
 Das Märchen „Hänsel und Gretel“ steht beim Kinderkonzert am Mittwoch, 10. September, ab 14 Uhr im Bürgersaal des Roten Löwen im Fokus. Der Eintritt ist frei.

Klassik in Furtwangen
 Die Solisten des Schwarzwald-Kammerorchesters spielen am Mittwoch, 10. September, 20 Uhr, in der Furtwanger Festhalle auf. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt acht Euro.

Funk am Bahnhof
 Obi Jennes Soul Diamonds sorgen am Donnerstag, 11. September, im Technikmuseum am Bahnhof mit Jazz, Blues, Pop und mehr für Unterhaltung. Los geht’s um 20.30 Uhr. Der Eintritt liegt bei 20 Euro, ermäßigt acht Euro.

Jazz auf dem Berg
 Das Cécile-Verny-Quartet mit dem St. Georgener Pianisten Andreas Erchinger gastiert am Freitag, 12. September, ab 20.30 Uhr in der St. Georgener Stadthalle. Tickets gibt es für 18 Euro, ermäßigt acht Euro.

Abschlusskonzert
 Der Bergstadtsommer endet in Villingen: Am Samstag, 13. September, gestalten das Schwarzwald-Kammerorchester unter Karsten Dönneweg und die Villinger Sopranistin Lydia Teuscher ab 20 Uhr das Abschlusskonzert des Musikfestivals im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen. Der Eintritt kostet 25 Euro, ermäßigt acht Euro. 

Vorverkauf
Karten für alle Konzerte gibt es unter www.bergstadtsommer.de, unter E-Mail info@bergstadtsommer.de, unter Telefon 07724/8 03 91 66 sowie während der Öffnungszeiten im Phonomuseum. Neu ist in diesem Jahr der Festival-Pass, der zum Eintritt zu allen Konzerten des Bergstadtsommers berechtigt.

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