Neues Rektoratsmitglied: Diese Pläne hat Katja Gutsche für die Hochschule Furtwangen

Katja Gutsche (Zweite von links) übernimmt zum 1. September das Amt als nebenamtliches Rektoratsmitglied der Hochschule Furtwangen. Sie folgt auf Martin Aichele (Zweiter von rechts), der in den Ruhestand verabschiedet wird. Rektorin Alexandra Bormann und Kanzler Andreas Friedrich gratulierten zur erfolgreichen Wahl durch den Senat.
Hochschule Furtwangen- Katja Gutsche wird zum 1. September nebenamtliches Rektoratsmitglied der HFU.
- Als Chief Innovation & Relationship Officer verantwortet sie Innovation, Marketing und Beziehungen.
- Sie will Prozesse aus Sicht der Studierenden und Wirtschaft verbessern – entlang des Student-Life-Cycles.
- Geplant sind stärkere Unternehmenskontakte, ein ausgebauter Career Service und neue Vernetzungsformate.
- Wichtig sind internationale Studierende, Alumniarbeit und ein stimmiges Studienerlebnis mit klaren Touchpoints.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Katja Gutsche wird zum 1. September neues nebenamtliches Rektoratsmitglied der Hochschule Furtwangen (HFU). Ihre Amtszeit beträgt dreieinhalb Jahre. Als „Chief Innovation & Relationship Officer“ wird sie künftig die Themen Innovation, Marketing und Hochschulbeziehungen verantworten. Nun erläuterte sie, welche Schwerpunkte sie in ihrer neuen Rolle setzen möchte. Das folgende Interview führte HFU-Pressesprecherin Anja Bieber.
Frau Gutsche, Sie übernehmen zum 1. September das Amt des Chief Innovation & Relationship Officer. Was reizt Sie an dieser neuen Aufgabe?
Die neue Aufgabe verbindet viele Themen, die mir seit Langem am Herzen liegen. Ich bin seit 2016 Professorin für Servicetechnologien an der Hochschule Furtwangen und verstehe die Hochschule grundsätzlich als Serviceeinrichtung für Studierende. Diesen Gedanken möchte ich nun noch stärker in die strategische Weiterentwicklung der Hochschule einbringen – insbesondere in den Bereichen Innovation, Student Journey, Marketing und Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Hier liegt mir vor allem die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft am Herzen.
Was verstehen Sie unter Innovation an einer Hochschule?
Innovation bedeutet für mich weit mehr als neue Produkte. Es geht genauso um Prozessinnovationen und darum, Studienangebote und Abläufe konsequent aus der Perspektive der Studierenden und der Wirtschaft weiterzuentwickeln. Als Wirtschaftsingenieurin denke ich in Systemen und frage mich immer: Was schafft einen Mehrwert für unsere Studierenden? Wo können wir Prozesse vereinfachen? Wo können wir neue Impulse setzen? Ziel ist es, Leistungsbausteine entlang des gesamten Student-Life-Cycles zu etablieren und damit die Strahlkraft der Hochschule weiter zu erhöhen.
Welche Rolle spielt dabei die Student Journey?
Studierende erleben heute viele unterschiedliche Kontaktpunkte innerhalb der Hochschule. Mein Ziel ist es, diese besser aufeinander abzustimmen und die Wege einfacher zu gestalten. Das Studienerlebnis sollte sich wie ein roter Faden durch das gesamte Studium ziehen. Dafür müssen wir die verschiedenen Touchpoints bewusst gestalten und auch konsequent internationale Studierende mitdenken.
Welche Bedeutung hat dabei das Thema Marketing?
Marketing bedeutet für mich nicht nur Sichtbarkeit nach außen. Die Hochschule muss ein Ort sein, den man gerne erlebt. Die HFU ist reich an Expertise, verfügt über ein Netzwerk zu vielen interessanten Unternehmen, liegt mitten in wunderschöner Natur und bietet durch ihre Beschaulichkeit viele Möglichkeiten, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Dies sind beste Voraussetzungen für positive Erfahrungen. Zufriedene Studierende werden später zu treuen Alumni und tragen unsere Hochschule glaubwürdig nach außen.
Welche Rolle spielen Unternehmen und externe Partner?
Die Beziehungen zu Unternehmen sind für mich ein zentraler Bestandteil meiner neuen Aufgabe. Über unsere Industriepartner erhalten wir wichtige Impulse für Innovationen. Gleichzeitig möchten wir Brücken zwischen Hochschule und Wirtschaft weiter ausbauen. Dazu gehört beispielsweise ein stärkerer Career Service, der Studierende und Unternehmen noch enger zusammenbringt und die Beschäftigungsfähigkeit unserer Absolventinnen und Absolventen weiter stärkt. Aber auch die Unternehmen profitieren durch die stärkere Anbindung an die Hochschule. Bewährte sowie neue Formate der Begegnung zwischen Unternehmen und Studierenden will ich dabei niederschwellig gestalten, so dass diese auch für KMUs und Start-Ups interessant und leistbar sind. Mit Blick auf unsere Industriepartner brauchen wir wieder mehr Miteinander als Nebeneinander.
Sie engagieren sich bereits seit Jahren für das Deutschlandstipendium. Hilft diese Erfahrung?
Auf jeden Fall. Durch das Deutschlandstipendium habe ich bereits viele Kontakte zu Unternehmen aufgebaut. Diese Erfahrungen möchte ich nutzen, um weitere Vernetzungsformate zu entwickeln und Unternehmen noch stärker in das Hochschulleben einzubinden – beispielsweise auch in der Lehre oder bei gemeinsamen Projekten.
Welche Bedeutung hat die Hochschule für die Region?
Die Hochschule Furtwangen ist eine wichtige Institution für die regionale Wirtschaft. Unser Auftrag ist es, qualifizierte Fachkräfte auszubilden und gleichzeitig internationale Perspektiven zu eröffnen. Unsere Studierenden sollen Erfahrungen in einem internationalen Umfeld sammeln können und dennoch eine starke Verbindung zur Region entwickeln.
Welche ersten Schwerpunkte möchten Sie in Ihrer Amtszeit setzen?
Zunächst werde ich mich eng mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Rektorat abstimmen. Die Themen Innovation und Relationship-Management haben per se viele Schnittstellen zu den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer. Mein Fokus wird dabei insbesondere auf dem Student-Life-Cycle liegen. So möchte ich unter anderem studentische Prozesse optimieren und neue, wirkungsvolle(re) Anknüpfungspunkte für Unternehmen und regionale Institutionen entwickeln. Der Aufbau einer hochschulweiten Alumniarbeit ist hierfür ein Schlüsselelement.
Was ist Ihre langfristige Vision für die Hochschule Furtwangen?
Ich wünsche mir eine Hochschule, die Studierende begeistert, Innovationen hervorbringt und als starke Partnerin für Wirtschaft und Gesellschaft wahrgenommen wird. Ziel ist es, nationale wie internationale Studierende für die Hochschule zu gewinnen, die sich bewusst für den Studienort HFU entscheiden. Eine Entscheidung für ein Miteinander, für aktuelle, ansprechende Lehre und ein lebenslanges Netzwerk.

