Meilenstein am Althornberg erreicht: Grabgemeinschaft feiert Erreichen des Scheitelpunkts

Die Bauarbeiten bei Gremmelsbach sind fast geschafft
Hans-Jürgen Kommert- Althornberg wird an Abwasser, Trinkwasser und Breitband angeschlossen – Scheitelpunkt erreicht.
- Die Druckleitung ist 639 Meter lang und überwindet mehr als 115 Höhenmeter.
- Doppelpumpen liefern rund 15 Bar, ein Druckminderungsschacht baut Restdruck ab.
- Zuschüsse bewilligt: 7000 Euro von der Gemeinde sowie 30 Prozent Landesanteil.
- Nach dem Anschluss endet die Abwassergemeinschaft; Strom- und Breitbandrohre werden mitverlegt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In den vergangenen Jahren wurden viele Gebäude der Außenbereiche der Stadtteile Nußbach und Gremmelsbach an das Trink- und Schmutzwassernetz angeschlossen. Mittlerweile sind in Gremmelsbach praktisch alle Häuser angeschlossen – mit einer gravierenden Ausnahme. „Althornberg“ umfasst sechs sehr dezentral liegende Gebäude, ein Anschluss an die öffentlichen Netze stellte sich bis dato als nicht umsetzbar dar.
Zunächst wurden Lösungen in Richtung Niederwasser angedacht, die letztendlich als nicht finanzierbar verworfen wurde. Es sollte also alles bei der dezentralen Entsorgung des Schmutzwassers bleiben. Da die Topographie extrem ist, sah es tatsächlich so aus.
Bis die „Grabgemeinschaft Althornberg“ im Januar 2026 einen Bauantrag stellte. Zuvor hatte die Abwassergemeinschaft Althornberg mit ihrem Vorsitzenden Thomas Dold mit der Donaueschinger Firma Mall die Machbarkeit überprüft – Mall musste dazu Pumpen aus der Schweiz beschaffen, da die eigenen zu schwach ausgelegt waren.
Der Bauantrag wurde rasch genehmigt, da vor allem das Amt für Wasser und Boden im Landratsamt seit Jahren darauf drängt, alle Abwässer zentral zu behandeln. Im März wurde die Grabgemeinschaft im Gemeinderat vorstellig und warb um einen Zuschuss von 7000 Euro, der einstimmig genehmigt wurde, wie auch der Landeszuschuss in Höhe von 30 Prozent der Gesamtkosten.
Leerrohr für Breitband verlegt
Doch wird neben der Abwasser- auch eine Trinkwasserleitung verlegt, da auch Althornberg von der Trockenheit betroffen ist. Nebenbei – was wohl letztlich den Ausschlag für das Ganze gab – wird natürlich auch das Leerrohr für Breitband verlegt, dazu konnte man auch die EGT zum Mitmachen bewegen. Will heißen, die Überlandleitungen sind demnächst Geschichte. Für die beiden letzten Gewerke gibt es Zuschüsse, sowohl vom Zweckverband Breitbandversorgung als auch von der EGT.
Am 2. Mai hatte die Grabgemeinschaft begonnen, am 23. Juni wurde der Scheitelpunkt erreicht. Da wird nun ein Druckminderungsschacht eingebaut, der den Restdruck abbaut. Denn die Doppelpumpenanlage liefert rund 15 Bar Druck, beim Übergangschacht in das bestehende Abwassernetz am Oberrötenbachhof kommt das Schmutzwasser drucklos an.
Druckleitung überwindet mehr als 115 Höhenmeter
639 Meter ist die Druckleitung lang, sie überwindet mehr als 115 Höhenmeter. Die enormen Steillagen fordern auch von Baggerfahrer Thomas Reuter höchste Konzentration. Ab dem Druckminderungsschacht geht es jetzt rund 200 Meter hangabwärts, allerdings nicht mehr so extrem steil, nach dem Anschluss ist die Abwassergemeinschaft beendet. Nicht aber die Arbeit von Thomas Dold. Denn neben der Abwassergemeinschaft leitet er als Vorsitzender auch die Grabgemeinschaft Leutschenbach-Gefell. Dieser Teil zweigt bereits kurz vor dem Druckminderungsschacht ab. Und dann werden nur mehr drei Teile verlegt: Trinkwasser, Strom und natürlich Breitband.
Nachdem der Scheitelpunkt erreicht wurde, lud der Vorsitzende alle bisher Beteiligten zum „Bergfest“ ein.
