Mehrere Büros nicht nutbar: Das St. Georgener Ausweich-Rathaus hat ein Feuchtigkeits-Problem

Im Bereich des Backsteingebäudes dringt Feuchtigkeit ins Ausweich-Quartier der St. Georgener Stadtverwaltung ein. Nun sind Gegenmaßnahmen geplant.
Helen Moser- Feuchtigkeit dringt ins Ausweich-Rathaus in der Gewerbehallestraße ein – Büros teils gesperrt.
- Der Gemeinderat beschloss Abdichtungen außen, Dämmung der Fensterlaibungen und Innenputz.
- Kosten rund 82.000 Euro, gedeckt durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer als Einmaleffekt.
- Bürgermeister warnt vor steigenden Schäden, Arbeiten betreffen das Backsteingebäude mit Büros des Ordnungsamts.
- Investition gilt als sinnvoll, da das frühere A.-Maier-Gebäude nach der Sanierung weiter genutzt werden soll.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Steter Tropfen höhlt den Stein, lautet ein bekanntes Sprichwort. Wobei es leicht abgewandelt auf die aktuelle Situation in der Bergstadt besser passt: Steter Tropfen dringt ins St. Georgener Ausweich-Rathaus ein.
Oder wie es in der Sitzungsvorlage für den St. Georgener Gemeinderat heißt: Am Gebäude, in dem die Stadtverwaltung für die Dauer der Rathaussanierung Unterschlupf gefunden hat, wurde im Bereich des Ordnungsamts – am orange-gelben Backsteingebäude, das direkt an der Gewerbehallestraße liegt – „ein erheblicher Feuchteschaden festgestellt“. Die Folge: Die Büros von Amtsleiter und Sachgebietsleitung sind derzeit nicht nutzbar.
Damit nicht noch mehr Mitarbeiter des Amts für Ordnung, Bildung und Soziales nasse Füße bekommen – und auch sonst nicht durch die Feuchtigkeit belastet werden –, ergreift die Stadt nun Gegenmaßnahmen. Diese vergab der St. Georgener Gemeinderat in jüngster Sitzung. Das sei auch dringend notwendig, erklärte Bürgermeister Michael Rieger, „sonst wird der Schaden immer größer“ – und die Reparatur entsprechend immer teurer.
Arbeiten gegen Wasserschaden
Daher wird bald am Gebäude gearbeitet. Dabei müssen laut Sitzungsvorlage die betroffenen Außenwandbereiche entlang der Gewerbehallenstraße freigelegt und gegen die eindringende Feuchtigkeit abgedichtet werden, bevor die Wand wieder geschlossen wird. Außerdem werden im Gebäudeinneren die Fensterlaibungen gedämmt. Und die betroffenen Innenwandflächen werden verputzt, um die Feuchtigkeit zu regulieren und das Raumklima zu verbessern.

Hier kann derzeit nicht gearbeitet werden: Das St. Georgener Rathaus, eigentlich Heimat der Stadtverwaltung, wird saniert.
Helen MoserImmerhin knapp 82.000 Euro kosten die Abdichtungsarbeiten, die der Stuckateurbetrieb Kaiser aus Triberg übernimmt, die Stadt St. Georgen – Ausgaben, die im Haushaltsplan für das laufende Jahr nicht vorgesehen waren. Gedeckt sind sie dennoch, wie aus der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat hervorgeht – nämlich durch „Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer“.
Allen, die dabei angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage und der finanziellen Situation vieler Kommunen gleich hellhörig wurden, musste Bürgermeister Rieger gleich den Wind aus den Segeln nehmen: Grund für die Gewerbesteuer-Mehreinnahmen sei nur ein Einmaleffekt. „Ab dem kommenden Jahr geht es uns dann leider so wie fast allen“, spielte Rieger auf allgemein sinkende Gewerbesteuer-Einnahmen an.
Investition auch in die Zukunft
Trotz auch in St. Georgen klammer Kassen sind die knapp 82.000 Euro gut ins einstige A-Maier-Gebäude nahe der Innenstadt, das Ausweich-Rathaus, investiert, sind sich Stadtverwaltung und Gemeinderat einig. Und das gilt nicht nur wegen der aktuellen Nutzung des Areals, sondern, wie Rieger betonte, insbesondere auch mit Blick auf die Zukunft.
Immerhin hat die Stadt das einstige A.-Maier-Areal nicht nur gekauft, um dort während der Rathaussanierung die Verwaltung unterzubringen. „Das Gebäude soll ja danach weiterverwendet werden“, illustrierte der Bürgermeister. In welcher Art und Weise, ist bislang öffentlich nicht bekannt. Sicher ist aber: Die Lage des Areals in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und fast direkt am Marktplatz ist hervorragend.


