Markttreiben in St. Georgen
: Weihnachtsmarkt lockt auch bei Regen viele Besucher an

Von schlechtem Wetter geplagt war der Weihnachtsmarkt. Die meisten Händler hielten aber durch und im Tagesverlauf nahm die Besucherzahl stetig zu. Den kleinen und großen Besuchern wurde viel geboten, vor allem in Form kulinarischer Köstlichkeiten.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Gegen Abend kommt dank vermehrter Besucher und der Beleuchtung vieler Stände doch noch Adventsstimmung auf. Heiß begehrt ist auch das Stockbrot der Handballabteilung des Turnvereins.

Stephan Hübner

Stark vertreten war der Turnverein mit Tischtennis, Ü30-Herren und Handball und unter anderem deren Glühbier oder Stockbrot, das Besucher an Feuerschalen backen konnten.

Mächtig ins Zeug gelegt hatten sich Eltern des Kindergartens Seebauernhöhe mit 180 Tüten selbst gebackenen Weihnachtsbredle und 30 Linzertorten. Herzhafteres wie Hexenburger gab es bei den Nesthexen oder Weihnachtsschinken, der laut Heike Rieckmann von der Metzgerei Rieckmann von Tieren aus der Region stammt. Ebenfalls aus eigener Herstellung waren Schinken- und Bratwurst der Familie Obergfell aus Brigach. Das Stockwälder Hoflädele lockte mit Seitenspeck oder Mirabellen-Chutney. Beim Thomas-Strittmatter-Gymnasium gab’s heiße Waffeln, bei der Narrenzunft badische Maultaschen.

Viele Vereine machen mit

Wie immer mit dabei waren die Jugendfeuerwehr mit NotrufBananen, der Imkerverein mit selbst gezogenen Kerzen oder Honig aus regionaler Erzeugung und die DLRG-Jugend, die im Vorhinein einige Kilo Spätzle für Kässpätzle geschabt hatte. Zudem gab es Crêpes mit Grand Marnier von der SMV der Realschule.

Auch Stände mit Kunsthandwerk und Weihnachtsgeschenken gab es, zum Beispiel von Ilse Langenbacher aus Tennenbronn mit Lebkuchenwichteln, von Ramona Burgbacher, Mirell Ketterer und Serena Fazio mit Parfüms und von Konrad Dieterle mit liebevoll gefertigtem Wohnaccessoires und Spielzeug aus recyceltem Holz.

Auch Gebackenes ist gefragt

Kirsten Heinzmann und Britta Richter boten selbst gebackenes Hutzelbrot und Quarkstollen sowie handgefertigten Trauer- und Weihnachtskarten an. Selbstgemachtes gab es auch bei den kreativen Frauen St. Georgen oder der erstmals vertretenen, in St. Georgen angesiedelten Jugendhilfeeinrichtung „Jista 9“, die sich ansonsten um 13- bis 17-Jährige kümmert, um ihnen eine bessere Zukunft zu bieten. Gabi Elsässer hatte sich mit Mützen aus Kaffeebohnensäcken wie immer dem Upcycling gewidmet. Angesichts des Wetters waren Heißgetränke sehr begehrt, zum Beispiel als echte Besonderheit der heiße Met der St. Georgenerin Vanessa Koch, mit heißem „Schoggi“ der Bäckerei Hallerbeck oder Kinderpunsch der Weiherhexen. „Bluebeam“, Glühwein in Vereinsblau, gab es beim FV/DJK.

Außergewöhnlich war auch der Stand von „Emi’s Küchlein“, wo Familie Scheller vegan hergestellte Zimtstrudel, Linzertorte oder Lebkuchen und Glühweinsirup anbot. Räucherharze gab es bei Hubertus Sonnentag aus Mönchweiler, beim Obsthof Kiefer aus Ohlsbach selbst gebrannte Liköre, die teils prämiert wurden.

Barbara Hanke, Silke Warlies und Karin Kusian verkaufen selbst gezogene Kerzen und Honig aus lokaler Produktion.

Foto: Stephan Hübner

Einrichtungsgegenstände aus recyceltem Holz hat Konrad Dieterle angefertigt.

Foto: Stephan Hübner

Bereichert wurde der Markt von einem Auftritt der Stadtmusik, die adventliche Weisen zum Besten gab. Nicht fehlen durfte der Nikolausbesuch, der angesichts des widrigen Wetters auch an Erwachsene Süßigkeiten verteilte. Fanden sich vormittags relativ wenige Besucher ein, nahm deren Zahl im Laufe des Tags immer mehr zu, so dass, auch dank der Beleuchtung vieler Stände, doch noch Weihnachtsstimmung aufkam.

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