Königsfeld wird schöner: Kunst statt grauer Kasten

Gemeinde- und Ortschaftsrätin Birgit Helms, Bürgermeister Fritz Link sowie Thomas Sauter von ED-Netze freuen sich über das gelungene Werk von Künstler Jochen Laufer, mit seinem Markenzeichen der Spraydose in der Hand.
Karlheinz HoffmannDie Trafostation in Buchenberg beim Neubaugebiet wurde dank künstlerischer Gestaltung zum schönen Anblick.
In der Zeitschrift von ED-Netzte wurde Bürgermeister Fritz Link auf die Möglichkeit aufmerksam, die Trafostation zu verschönern. ED-Netze bietet die Verschönerung als Dienstleistung an.
Passend fürs Ortsbild
Trafostationen sind notwendige Infrastruktur und stehen häufig im öffentlichen Raum. „Uns war es wichtig, dass diese Anlage nicht nur zuverlässig ihren Zweck erfüllt, sondern sich auch gestalterisch gut ins Ortsbild einfügt. Die künstlerische Gestaltung ist ein Gewinn für das Ortsbild und trägt zur Akzeptanz solcher Anlagen bei“, so Fritz Link.
Das Motiv wurde von Jochen Laufer entwickelt. Im Vorfeld fanden intensive Beratungen und Diskussionen im Ortschaftsrat statt. Ziel war es ein geeignetes Motiv zu finden, so Ortschaftsrätin Birgit Helms. Letztendlich gab es den Zuschlag für das Motiv des Nikolaus Kirchleins. Dies stelle einen wesentlichen Punkt in der Ortsgeschichte dar.
Mehrwert für den Ort
Ein wesentlicher Punkt für die Umsetzung des Vorhabens war auch angesichts klammer Kassen, dass Naturenergie Netze die Kosten übernimmt. Ziel war es auch, eine Trafostation als selbstverständlichen Bestandteil des öffentlichen Raums sichtbar zu machen, ohne ihre technische Funktion in den Vordergrund zu stellen.
Jochen Laufer ist es gelungen die Trafostation in ein Kunstwerk zu verwandeln. Neben dem Kirchlein gibt es eine Blumenwiese in Anlehnung an das Glasbachtal. Auch einige Schmetterlinge sind zu sehen. Die Gestaltung fand Gefallen – und für Naturenergie Netze ist das Projekt ein Beispiel für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kommunen. Solche Gestaltungen entstehen in enger Abstimmung mit der jeweiligen Gemeinde, erklärt Kommunalbetreuer Thomas Sauter. Wenn Kommune, Netzbetreiber und Künstler gemeinsam an einem Projekt arbeiteten, entstehe ein Mehrwert für den Ort.
„Mit dem Künstler haben wir schon mehrmals sehr erfolgreich zusammengearbeitet“, ließ Thomas Sauter wissen und nannte ein Projekt in Bernau als Beispiel. Nun steht rechts am Straßeneingang gegenüber dem Neubaugebiet Herrenacker Ost ein Hingucker, der auch einen Zweck erfüllt.
Der Künstler Jochen Laufer bezeichnet sich selbst als Graffiti und Streetart Künstler. Auf seiner Homepage ist zu lesen, dass er gelernter Kunstschmied ist. zahlreiche Jahre hat er als Blechner gearbeitet und ist mittlerweile als Prozesstechniker bei einem Motorradzubehörhersteller tätig. „Graffiti ist meine Leidenschaft“, so sein Motto. Graffiti-Kunst und speziell die Street-Art Szene habe ihn schon immer fasziniert. „Bei einem Aufenthalt in Berlin griff ich das erste Mal zur Spraydose“ – und seit den Anfängen im Jahr 2017 sei diese nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.