Königsfeld tritt auf die Sparbremse
: Keine Loipen mehr auf Gemeindekosten, weniger Kneippanlagen im Sommer

Die Gemeinde Königfeld will bei den Kurbetrieben sparen und zusätzliche Einnahmen erzielen. Mit diesen Maßnahmen soll sich der Haushalt um 119.000 Euro verbessern.
Von
Stephan Hübner
Königsfeld
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In den Sommermonaten nicht mehr betrieben werden soll aus Kostengründen die Kneippanlage beim CuraVital.

In den Sommermonaten soll die Kneippanlage beim CuraVital aus Kostengründen nicht mehr betrieben werden.

Stephan Hübner
  • Königsfeld spart bei Kurbetrieben, Ziel: Haushalt um 119.000 Euro verbessern.
  • Kneippanlagen: im Juli und August nur Kurpark und Doniswald, Curavital pausiert.
  • Loipen werden im Winter nicht mehr von der Gemeinde gespurt – weniger Parkpflege.
  • Erhöhungen bei Mieten, Pachten und Bettengeld stehen an, Broschüren werden gekürzt.
  • Albert-Schweitzer-Preis entfällt, CMT-Auftritt schrumpft, mehr Vermietungen geplant.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Viele Einsparungen und Einnahmeverbesserungen für die Kurbetriebe beschloss der Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales.

Die Haushaltssituation der Kommunen Baden-Württembergs sei mit einem Defizit von über vier Milliarden Euro im Jahr 2025 mehr als angespannt, machte Bürgermeister Fritz Link die Dringlichkeit deutlich. Eine Hiobsbotschaft sei das Minus von 31 Millionen Euro des Kreises, das an die Kommunen über die Kreisumlage weitergereicht werde. Damit seien mehrere 100.000 Euro im Haushalt wieder weg.

Auch die Kurbetriebe mit einem Minus im Jahr 2026 von etwa einer halben Million Euro müssten ihren Beitrag leisten. Ziel sei die Verbesserung um 20 Prozent, sodass 2027 nur noch ein Minus von 400.000 Euro anfalle.

Laut Kurgeschäftsführerin Andrea Hermann ist eine Maßnahme die Reduzierung des Messeauftritts bei der CMT. Dazu kommt die Erhöhung von Miete und Entgelt für Ausstattung im Haus des Gastes, wo wieder mehr Vermietungen, insbesondere Hochzeiten, stattfinden sollen.

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Verzichtet wird auf die Verleihung des Internationalen Albert-Schweitzer-Preises. Provisionseinnahmen erhofft sich Hermann durch den Ticketverkauf für externe Veranstaltungen über das eingeführte Reservix-System. Reduziert werden sollen der Umfang der Broschüre mit Gastgeberverzeichnis und Anzeigen, entfallen soll der Pocket-Guide mit Ortsplänen. Meldescheine sollen komplett digital werden.

Einsparungen bringen weniger Briefsendungen, der Austritt aus dem Schweiz-Pool der Heilbäder und der Kurorte Marketing GmbH Baden-Württemberg sowie der Verzicht auf die Pflege zweier Blumenbeete im Kurpark.

Hohe Kosten verursachen die Kneippanlagen im Sommer, da zur Kühlung viel Wasser nötig ist. Deshalb sollen im Juli und August nur noch die im Kurpark und im Doniswald betrieben werden, nicht aber die beim Curavital. Vorgeschlagen wurde, Naturparkmarkt sowie Puppen- und Märchenfestival nur noch im jährlichen Wechsel abzuhalten. Allerdings wird laut Hermann geprüft, ob das Festival ohne Kosten für die Gemeinde durchführbar ist.

Link lobte die hohe Besucherzahl, bemängelte aber, dass am verkaufsoffenen Sonntag von 13 Geschäften nur vier bis fünf öffneten. Ziel sei auch, den parallel abgehaltenen Kunsthandwerkermarkt wieder in den Kurpark auszuweiten. Claudia Wagner-Fauser vom Café Art kritisierte, dass die Teilnahme nur für beide Tage möglich war, obwohl man samstags kaum Umsatz mache. Mit dem externen Organisator des Marktes sei man nicht ganz glücklich, so Link.

Vorgeschlagen wurde, die Pacht für die Minigolfanlage analog zum Solara an den Getränke- und Speisenumsatz zu knüpfen sowie Spielgebühren um 50 Cent pro Person zu erhöhen. Im Winter sollen Loipen nicht mehr von der Gemeinde gespurt werden.

Vom Gemeinderat beschlossen werden müssen noch die Erhöhung des Bettengelds sowie von Mieten und Pachten fürs CuraVital und Personalkosteneinsparungen. Insgesamt würden Kosten von 93.650 Euro gespart, Einnahmen von 15.640 Euro erzielt, mithin eine Verbesserung um 119.000 Euro. Damit seien gewisse Standards nicht mehr haltbar, der Kurpark werde nicht mehr so oft gesäubert, so Link. Auf die Anmerkung von Hornscheidt zu Hinterlassenschaften von Süßigkeitenpapieren durch Schüler der Zinzendorfschulen erklärte Link, dass das ein ständiger Kampf sei und auch Erwachsene betreffe. Der Ausschuss stimmte den vorgestellten Maßnahmen zu.