Haushaltsentwurf vorgestellt: In Schonach stehen schmerzhafte Einschnitte bevor

Harte Kalkulationen stehen bein Entwurf des Schonacher Haushaltsplans an, die Gemeinde muss den Rotstift ansetzen.
© pit24 – stock.adobe.com- Schonach plant den Haushalt 2027 mit einem Defizit von 1,3 Millionen Euro.
- Die Verwaltung warnt vor einer angespannten Lage – Investitionen stehen auf dem Prüfstand.
- Geplante Investitionen von rund 3,4 Millionen Euro, teils finanziert über Kredite von 2,1 Millionen.
- Die marode Turntalstraße bleibt außen vor, da höhere Förderungen wohl erst 2028 kommen.
- Es drohen Streichungen und höhere Gebühren, der Gemeinderat berät in den nächsten Sitzungen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Den Haushaltsplan für das Jahr 2027 brachte die Schonacher Verwaltung am Dienstag in den Gemeinderat ein. Für den Entwurf gelte, was aktuell bei den meisten öffentlichen Haushalten der Fall sei: Die Lage sei angespannt, müsse gar als ziemlich ernst bezeichnet werden.
Insgesamt habe man einen riesigen Investitions- und Reformstau im ganzen Land, erklärte Bürgermeister Jörg Frey zum Haushalt 2027 – und das bei einer schwächelnden Wirtschaft. Leider habe man es versäumt, in guten Zeiten vor allem Reformen anzugehen.
Nun würden die Lasten seitens des Bundes und der Länder nach unten in die Kreise und vor allem in die Kommunen geschoben, deren Defizite enorm steigen. Seiner Meinung nach habe der Staat aber weniger ein Einnahme- als vielmehr ein Ausgabe-Problem.
Das Hauptproblem der öffentlichen Haushalte seien die Ergebnishaushalte, aus deren Überschüssen eigentlich die Investitionen getätigt werden. Nur: Überschüsse werfen diese nicht mehr ab, Investitionen seien nur noch durch Kredite möglich, die dann aber wiederum den Ergebnishaushalt weiter belasten.
Keine Sanierung der maroden Turntalstraße
Im ersten Entwurf für den Haushalt 2027 sei die Verwaltung nun von einem Defizit von 1,3 Millionen Euro ausgegangen. „Das habe ich in meiner über 30-jährigen Dienstzeit noch nie erlebt“, so Frey. Aktuell stehen auch noch Investitionen in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro im Plan, hauptsächlich Straßensanierungen, die man unter anderem mit Geldern aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz bezahlen will. Und mit Krediten in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Fehlen wird allerdings erneut das untere Teilstück der maroden Turntalstraße. Denn da will man auf höhere Förderungen warten, die dann vermutlich 2028 kommen werden.
Beraten werden soll der Haushalt nun in den kommenden zwei Gemeinderatssitzungen. Und eines stellte Frey klar: Es wird zahlreiche Streichungen geben müssen. Außerdem werde man an den Einnahmen arbeiten müssen, sprich, es wird wohl Gebührenerhöhungen geben. „Es wird Einschnitte geben, die uns allen weh tun werden“, schloss Frey.