Hauptübung in Burgberg
: Feuerwehr rettet 50 Schüler aus dem Gebäude

Ein wahres Spektakel war die Hauptübung der Feuerwehrabteilung Burgberg an der Friedrich-von-Schiller-Grundschule.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Die Drehleiter ist ebenfalls an der Grundschule im Einsatz.

Stephan Hübner

Da etwa 50, zum Teil nicht gehfähige Schüler zu retten waren, wurden auch die Abteilungen Weiler und Königsfeld-Erdmannsweiler, das DRK Königsfeld sowie die Drehleiter aus St. Georgen alarmiert.

Laut Übungsplan bemerkte eine Lehrkraft im Treppenhaus der Schule Rauchentwicklung und verständigte daraufhin die Feuerwehr. Die stellte nach dem Eintreffen die komplette Verrauchung des Treppenhauses fest, weshalb Atemschutztrupps ins Gebäude eindrangen.

Laut Kay Zwick, der das Geschehen für die Schaulustigen kommentierte, muss bei solchen Einsätzen immer jeweils ein Ersatztrupp außerhalb bereitstehen, falls dem ersten im Gebäude etwas passiert. Zudem müssen die Einsatzkräfte immer auf den Druck ihrer Luftflaschen achten und den für den Rückweg benötigten Sauerstoff mit einkalkulieren.

50 in den Schulräumen eingeschlossene Schüler

Die etwa 50 in den Schulräumen eingeschlossenen Schüler wurden ebenso wie die Lehrkräfte nach und nach zum Beispiel über ein Flachdach und angelehnte Leitern im oberen Bereich des Gebäudes gerettet.

Für mehrere nicht gehfähige Personen war dagegen der Einsatz der Drehleiter vonnöten, über welche die Rettung direkt durch die Fenster erfolgte. Anschließend wurden die Geretteten dem DRK übergeben.

Ein Kind für längere Zeit verschwunden

Gänzlich unvorhergesehen war dabei, dass eines der eigentlich geretteten Kinder für längere Zeit verschwunden war, was aber laut Zwick im realen Einsatzfall auch vorkommen könnte.

Allgemein warnte er dringend davor, bei Bränden in einem Hausflur zu versuchen, durch diesen zu flüchten. Schon drei Atemzüge in mit Kohlenmonoxid belasteter Luft könnten tödlich sein, und ein Hausflur sei länger als man denke, insbesondere wenn Panik herrsche und alles verraucht sei. Da genüge ein Stolperer, um Menschen in Lebensgefahr zu bringen. Weitaus besser sei es, in einem verschlossenen Zimmer zu warten und Türen mit Tüchern oder Teppichen abzudichten.

Denn diese Barrieren hielten einem Feuer in der Regel 20 bis 25 Minuten stand, und bis dahin sei längst die Wehr vor Ort, die man auf sich aufmerksam machen solle. Eine Rettung sei dann dank des Einsatzes von Fluchthauben auch durch verrauchte Räume möglich.

Eindrucksvolle Drehleiter aus St. Georgen

Eindrucksvoll war für viele Besucher vor allem die Drehleiter aus St. Georgen, die 23 Meter weit mit einer Ausladung von bis zu zwölf Metern ausgefahren werden kann.

Zwick erläuterte technische Finessen wie einen Knickarm, über den Positionen unter einer Dachkante erreichbar sind.

Schließlich war auch die Brandbekämpfung ein Teil der Übung. Dazu wurde Wasser unter anderem dem nahe gelegenen Bach entnommen.

All die verschiedenen Abteilungen mit insgesamt etwa 50 Einsatzkräften koordinierte die sogenannte Führungsgruppe C, die aus Mitgliedern verschiedener Wehren besteht.

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