Hans-Thoma-Straße wird saniert: St. Georgener Gemeinderat erlebt eine Überraschung

Hat wahrlich schon bessere Tage gesehen: die Fahrbahn der Hans-Thoma-Straße. Auch Versorgungsleitungen werden erneuert. (Archivfoto)
Helen Moser200 Meter Straße, die saniert werden, dazu Arbeiten an Abwasserkanal, Wasser-, Gas- und Stromleitung – in der Hans-Thoma-Straße stehen im kommenden Jahr umfangreiche Maßnahmen an, die sich zudem auf einen Teil der Hasemannstraße erstrecken. Nachdem die Stadtverwaltung die Bauarbeiten zunächst bereits für das nun zu Ende gehende Jahr angekündigt hatte, wird es 2026 nun wirklich ernst.
Den Grundstein dafür legte der Gemeinderat noch in seiner letzten Sitzung des Jahres. Das Gremium vergab die Arbeiten an das Unternehmen Walter Straßenbau aus Trossingen. Los gehen soll es laut Sitzungsvorlage für den Gemeinderat nach der Winterperiode – spätestens jedoch Mitte März, sodass die Baustelle bis Ende Oktober abgeschlossen ist.
Geplant ist in zwei bis drei Bauabschnitten der Vollausbau der Fahrbahn auf einer Länge von etwa 200 Metern, die Erneuerung der Verkabelung für die Straßenbeleuchtung und die Verlegung von etwa 225 Metern Wasserleitung. Die Kosten dafür – ebenso wie die Erneuerung der vorhandenen Mischwasserkanalisation für Abwasser – tragen die Stadt und die Stadtwerke St. Georgen.
Zudem erledigt das Unternehmen Arbeiten auf Rechnung anderer Versorgungsunternehmen: Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) lassen etwa 90 Meter Gasleitung sanieren, die EGT investiert in die Erneuerung von Stromleitungen und der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar-Kreis lässt Leerrohre für eine Glasfaserversorgung verlegen.
749 000 Euro statt knapp 1,44 Millionen
In Summe kosten all diese Arbeiten etwa 872 000 Euro. Davon tragen Stadt und Stadtwerke rund 749 000 Euro – deutlich weniger als die Summe, welche ursprünglich für die Maßnahme eingeplant war. Mit Kosten von knapp 1,44 Millionen Euro hatte die Stadtverwaltung gerechnet.
Kühlt sich der Markt etwas ab?
Bei dieser Berechnung habe man sich an den üblichen Summen der vergangenen Jahre orientiert, erklärt Bürgermeister Michael Rieger die große Diskrepanz zwischen Kostenplanung und Angebotssummer. Mittlerweile sei eine „gewisse Entspannung“ am Markt zu verzeichnen, schilderte er seine Einschätzung.
Die teilte auch Stadtbaumeister Alexander Tröndle: „Das sind die Preise, wie wir sie von den letzten drei Jahren kennen. Es wäre schön, wenn das jetzt etwas abkühlt.“ Bei der aktuellen Ausschreibung habe man einen starken Wettbewerb zwischen den Unternehmen erkennen können – das zeige die Zahl von acht Bietern und die finanziell attraktiven Angebote. „Da hätten wir uns vor drei Jahren von schreiben können“, illustrierte Tröndle.
