Geschichte, Kultur und Tradition: Integrationsprojekt in Königsfeld umgesetzt

Urkunden für die Teilnahme an einem kulturellen Integrationsprojekt bekamen etwa 30 Ukrainer in den Räumen des Caritasverbands Schwarzwald-Baar.
Stephan Hübner- In Königsfeld/Villingen-Schwenningen erhielten 29 von 112 Teilnehmenden Urkunden.
- Ziel des Projekts war soziokulturelle Integration und Einblick in Geschichte, Kultur, Tradition.
- Vorträge behandelten Spätmittelalter, Reformation, Nationalbewegung, Weimar und Nationalsozialismus.
- Exkursionen führten nach Triberg, Rottweil, Gengenbach und Baden-Baden – Austausch stand im Fokus.
- Ein weiteres Projekt ist in Vorbereitung: Einstieg ins Ehrenamt, etwa über Mitarbeit in Vereinen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Laut Volodymyr Sukharnykov, Migrationsberater der Caritas, kam die Idee zum Projekt von der daran beteiligten Gemeinde Königsfeld.
Ziel war, soziokulturelle Integration, Unterstützung von Menschen mit Migrationsgeschichte beim Ankommen und gesellschaftlicher Teilhabe sowie deutsche Geschichte, Kultur und Tradition lebendig näherzubringen. Es ging darum, kulturelle Unterschiede verständlich zu machen, um so einen möglichen Kulturschock abzufedern und das Ankommen im Alltag zu erleichtern.
Die Gemeinde habe den Anstoß aus der Integrationsarbeit sehr gut gefunden, so Fritz Link, Bürgermeister Königsfelds. Denn es gehe neben gesellschaftlicher Integration auch darum, die Geschichte des Gastlands kennenzulernen und Verständnis zu finden für daraus resultierende Umgangsweisen.
Besonders interessant sei, dass der Historiker Valerii Cherniavskyi den Ukrainern die Jahrhunderte umspannende Geschichte Deutschlands nicht nur theoretisch, sondern auch in Form von Anschauungsobjekten vermittelte.
Reformation und Religionskriege
So ging es in Vorträgen unter anderem um Deutschland im Spätmittelalter, Reformation und Religionskriege, Nationalbewegung und Reichsgründung oder Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Exkursionen führten zum Beispiel nach Triberg, Rottweil, Gengenbach oder Baden-Baden.
Es gehe darum, miteinander über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ins Gespräch zu kommen. Deshalb verdienten Teilnehmer für die auf sich genommenen Stunden Respekt und Anerkennung, so Link. Der Caritas dankte er für die Möglichkeit, deren Räume nutzen zu können.
Froh darüber, die Veranstaltungen ausrichten zu können, war Ludgar Trilken, Vorstand des Caritasverbands SBK. Teilnehmer hätten mit der Beschäftigung mit der Geschichte Deutschlands manchem Deutschen etwas voraus. Damit verstünden sie die ein oder andere Verhaltensweise sicher besser, was enorm bei der Integration helfe.
40 Prozent der 112 Teilnehmer stammten aus Königsfeld, der Rest aus Umlandgemeinden. 29 Personen besuchten mindestens 70 Prozent der Termine und bekamen dafür eine Urkunde. Glückwünsche kamen von Viktoria Shebeda, der Integrationsbeauftragten Königsfelds.
Unterschied nicht so groß
Cherniavskyi dankte der Gemeinde für die schöne Möglichkeit, in einem Beruf tätig sein zu können. Das Projekt habe ihm viel Spaß gemacht. Teilnehmer hätten verstanden, dass der Unterschied zwischen der Ukraine und Deutschland nicht so groß sei, es viele Verbindungen in Kultur und Geschichte gebe. Eine Ukrainerin sprach von einem sehr schönen und interessanten Projekt. Wie Link berichtete, ist ein weiteres in Vorbereitung, dieses Mal zum Thema „Einstieg ins Ehrenamt“, zum Beispiel in Form der Mitarbeit in Vereinen.
