Arbeit mit Flüchtlingen
: Ehrenamtliche tragen in Königsfeld zu Integration bei

Das Engagement der Helfer spielt eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Eingliederung von geflüchteten Menschen in Königsfeld.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Die Integrationsbeauftragte Viktoriia Shebeda (links) und die Integrationsmanagerin Sabine Mund berichten über erfolgreiche Arbeit mit Flüchtlingen.

Stephan Hübner

Einen Bericht zur Integration Geflüchteter in Königsfeld gab es im Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales. Die Betreuung von etwa 80 Menschen sei eine große Herausforderung, erklärte Bürgermeister Fritz Link.

Seit Oktober 2025 im Amt sei Integrationsbeauftragte Viktoriia Shebeda, die als Ukrainerin ideale Voraussetzungen habe. Die Betreuung funktioniere aber auch deshalb, weil Ehrenamtliche und kirchliche Kräfte sie unterstützen.

Laut Shebeda etablierte sich der Sprachclub „Kiew“ als erfolgreiches Format für Königsfeld, Mönchweiler und Unterkirnach. Weitere Aktivitäten sind ein Online-Deutschkurs, psychologisches Training oder Männertreffen.

Birgit Helms nannte die Mischung aus Online-Angeboten und Direktkontakten sehr erfreulich. Auf gute Resonanz stieß laut Link das Angebot regionaltypischer Leckereien beim Weihnachtsmarkt. Seiner Anmerkung, dass das Café International wegfiel, da die Kirche nicht mehr zur umfassenden Betreuung in der Lage sei, widersprach Jens Hagen. Ihm zufolge wurde das Angebot eingestellt, weil kein Bedarf mehr bestand. Das spreche dafür, dass Integration funktioniere, so Nicole Schwenk. Trotzdem sei zu überlegen, was man stattdessen anbieten könne, so Link. Laut Shebeda ist etwas für Familien angedacht.

Privaten Zuzug weiterer Menschen

Laut Integrationsmanagerin Sabine Mund waren die Flüchtlingszahlen 2025 rückläufig. Allerdings kamen durch privaten Zuzug weitere Personen. Momentan leben 52 Menschen aus der Ukraine, 22 aus dem Irak sowie jeweils eine Person aus Georgien und Kuba in Königsfeld. Mit diesen führte sie 477 Beratungsgespräche.

Ein willkommener Treffpunkt sei ein Mutter-Kind-Kreis, große Dankbarkeit sei bei der Zehnjahresfeier für Jesidinnen zu spüren gewesen. Herausfordernd sei die digitale Teilhabe über Sozial-Card und Jobcenter-App.

Arbeit zunehmend professionalisiert

Das Fazit laute, dass Königsfeld erfolgreich von akuter Nothilfe zu langfristiger, sozialer und kultureller Interaktion übergeht, die Arbeit zunehmend professionalisiert ist, Offenheit und Engagement Ehrenamtlicher aber entscheidende Erfolgsfaktoren bleiben.

2026 könnte Königsfeld laut Link 23 neue Zuweisungen bekommen, die nur teilweise Platz in der Gemeinde fänden, deshalb zum Teil in einer Gemeinschaftsunterkunft in Donaueschingen unterkommen könnten. Dafür müsste Königsfeld aber die die Kosten tragen.

Unsicherheiten wegen Kriegsgebieten im Nahen Osten

Link wies auch auf große Unsicherheiten wegen Kriegsgebieten im Nahen Osten hin. Auch sei die Neigung relativ hoch, sich weiter in Flüchtlingsunterkünften aufzuhalten. Man müsse darauf hinwirken, dass Personen sich eigene Wohnungen suchen. Er rief die Bevölkerung auf, Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Vertragspartner sei die Gemeinde, so dass man sicher sein könne, die Miete zu bekommen.

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