Gemeinderat Triberg
: „Bürokratiemonster“ für neues Feuerwehrhaus beschlossen

Die europaweite Ausschreibung für Architekten und Fachplaner ist auf den Weg gebracht. Die Fraktionen kritisieren das aufwendige Verfahren und die hohen Kosten.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Triberg
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Dieses Gebäude in der Fréjusstraße fällt demnächst dem Bagger zum Opfer – hier soll das neue Feuerwehrgerätehaus der Stadt Triberg entstehen.

Dieses Gebäude in der Fréjusstraße fällt demnächst dem Bagger zum Opfer – hier soll das neue Feuerwehrgerätehaus der Stadt Triberg entstehen.

Hans-Jürgen Kommert
  • Triberg plant ein neues Feuerwehrgerätehaus auf dem Gelände in der Fréjusstraße.
  • Das alte Gerätehaus ist zu klein und erfüllt Sicherheitsvorschriften nicht.
  • Architekten- und Fachplanerleistungen werden europaweit in zwei Stufen ausgeschrieben.
  • „kohler grohe Architekten“ sollen die Ausschreibung begleiten, Angebot: 47.481 Euro brutto.
  • Fraktionen kritisieren das Verfahren als Bürokratiemonster, der Beschluss fiel einstimmig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn die Feuerwehr Triberg im Gemeinderat mit mehreren Mitgliedern anwesend ist, geht es stets um die Belange der Floriansjünger. In diesem Fall gab es zwei Gründe: den Feuerwehrbedarfsplan, ein 37 Seiten starkes Dokument mit einer vierseitigen Prüfung durch ein Ingenieurbüro, und den ersten großen Schritt zum neuen Gerätehaus.

Jahrzehntelang habe man das vor sich hergeschoben. Am 15. Oktober vergangenen Jahres habe man den Grundsatzbeschluss gefasst, auf dem Grundstück eines ehemaligen Modemarktes in der Fréjusstraße das neue Gerätehaus zu errichten. Das bisherige Gerätehaus erfülle die aktuellen Sicherheitsvorschriften nicht und sei zudem deutlich zu klein. Zuvor aber soll das Gelände freigemacht werden.

Da die Honorare der Architekten und Fachplaner – diese müssen laut Rechtsprechung kumuliert werden – jenseits des Schwellenwerts von netto 216.000 Euro liegen werden, müssen diese europaweit ausgeschrieben werden. In einem zweistufigen Verfahren (ohne Wettbewerb) werden das am besten geeignete Architekturbüro und die jeweiligen Fachplanungsbüros gesucht.

Stuttgarter Büro übernimmt Ausschreibung

In der zweiten Phase werden – nach Einreichung der Bewerbungsunterlagen – die jeweiligen Eignungen festgestellt, die jeweils drei aussichtsreichsten Bewerber werden um Angebote gebeten. Da die Ausarbeitung der Vergabekriterien und die Begleitung des Verfahrens recht anspruchsvoll sind, soll damit das Büro „kohler grohe Architekten“ aus dem Großraum Stuttgart beauftragt werden. Die drei Verfahren sind das VgV-Verfahren für die Architektenleistungen, die Landschaftsarchitekturleistungen und die Fachleistungen Tragwerksplanung. Das Angebot des Büros liegt bei 47.481 Euro brutto. Die Fraktionssprecher Klaus Wangler (CDU), Michael Hummel (SPD) und Mike Mauscherning (SPD) verurteilten das Verfahren als Bürokratiemonster, das viel Geld verschlinge – der Beschluss zur Vergabe fiel dennoch einstimmig.

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