Funkmast, Dorfbrunnen, Unordnung: Rafael Kammerer scheidet aus Nußbacher Ortschaftsrat aus

Ein Dorfbrunnen ohne Wasser ? Das stößt auf Kritik.
Priska DoldRafael Kammer, seit 31 Jahren CDU-Mitglied im Ortschaftsrat in Nußbach, scheidet aus dem Gremium aus. Am 20. Mai teilte er der Stadtverwaltung schriftlich mit, dass er sein Amt „aus persönlichen Gründen“ zum 13. September niederlegen möchte. Die Gemeindeordnung erlaubt dies nach mindestens zehn Jahren Mitgliedschaft. Die übrigen Ortschaftsräte erklärten sich einverstanden. Seinen Sitz im Triberger Gemeinderat will Kammerer behalten.
Der Bauantrag zum Funkmast am Klosterberg wurde Ortsvorsteher Heinz Hettich zufolge zurückgezogen, angeblich wegen zu hoher Kosten. Grund dafür sei auch die Vorschrift des Naturschutzbundes, sämtliche Bauarbeiten vom Hubschrauber aus zu erledigen. Angedacht seien im Moment weitere Standorte auf Nußbacher Gemarkung, jedoch noch bei Weitem nicht ausgegoren. Wobei alsbald etwas gesehen solle, da der Funkmast in Triberg ausgefallen ist. Lothar Hoch wünschte sich eine Info-Veranstaltung für die Einwohner.
Zudem wollte er wissen, wann endlich mit den Pflasterarbeiten beim Sportheim begonnen werde. Es läge noch kein Angebot vor, sagte Hettich dazu. Außerdem befürchtete er, dass wegen der knappen Finanzen doch einige Unternehmungen gestrichen werden.

Seit einiger Zeit schon stehen an der Bundesstraße 33 mit Bauschutt gefüllte Container. Nicht nur die Ortschaftsräte stört dies.
Foto: Priska DoldThomas Mertens möchte beim „angeblichen“ Dorfbrunnen, wie er es nannte, mehr Wasser sehen. Auch Hoch bedauerte das spärliche Rinnsal. Gemeinsam will man nun die Wasserreglung überprüfen.
Unschöner Anblick bei der Dorfeinfahrt
Ebenfalls wollte Mertens wissen, wie es beim Platz hinter dem Sportplatz weitergeht. Derzeit lagern dort große Kabelrollen und Maschinen, die für die Glasfasergrabarbeiten benötigt werden – ein unschöner Anblick bei der Dorfeinfahrt.Künftig schwebt Hettich die Einebnung und ein schön angelegter Parkplatz vor.
Fragen offen am Römischen Kaiser
Auch äußerte sich Hettich zur Ortseinfahrt aus Richtung St. Georgen: Das inzwischen sehr verwahrloste Gebäude des ehemaligen Hotels Römischer Kaiser und die dort gelagerten übervollen Container seien kein schöner Anblick. Wiederholt habe er den Bauherrn schriftlich gebeten, diese abfahren zu lassen. Außerdem wollte Hettich über den Baufortschritt informiert werden. Bislang kam keine Antwort.