Finanzen in Triberg
: Ärger wegen dreckiger Schultoiletten

Unerwartete Mehrkosten wegen des hohen Reinigungsaufwands in der Triberger Grundschule trüben das Bild der Haushaltsentwicklung. Auch die Ausgaben für den Winterdienst und den Tourismus sind gestiegen. Bürgermeister Sven Ketterer mahnt deshalb zur Vorsicht trotz leicht verbesserter Zahlen.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Triberg
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Geldscheine und Stempel mit Stadtkasse Fotomontage: Geldscheine und Stempel mit Stadtkasse, 31.07.2025, Borkwalde, Brandenburg, Auf verschiedenen Geldscheinen befindet sich ein Stempel mit dem Schriftzug Stadtkasse. *** Banknotes and stamps with town treasury Photomontage banknotes and stamps with town treasury, 31 07 2025, Borkwalde, Brandenburg, On various banknotes there is a stamp with the lettering town treasury

Wie sieht es in der Triberger Stadtkasse aus? Darum ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. (Symbolfoto)

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  • Triberg meldet Mehrausgaben: hohe Reinigungskosten, Winterdienst und Tourismus belasten.
  • In der Grundschule fallen 15.000 Euro extra an, Toiletten gelten als besonders unsauber.
  • Reinigungsarbeiten werden neu ausgeschrieben – „Toiletten-Sheriffs“ gelten als Beispiel.
  • Kernhaushalt liegt aktuell rund 270.000 Euro über den Ausgaben, Vorsicht bleibt Gebot.
  • Tourismusbetrieb verbucht bisher 38.000 Euro mehr für Kurhaus, Wasserfall und Triberg Fantasy.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nach der kurzen Bekanntgabe von nichtöffentlich gefassten Beschlüssen setzte Bürgermeister Sven Ketterer zunächst den Tagesordnungspunkt zwei ab – Christina Schultzke, die einen Sachstandsbericht zur Jugendarbeit geben wollte, sei kurzfristig erkrankt.

Dann folgte eine kleine erfreuliche Geschichte: Anlässlich des Quartalsberichts über die finanzielle Situation der Wasserfallstadt konnte der Bürgermeister eine leichte Entwarnung verkünden. Dennoch gebe es einige unerwartete Mehrausgaben. So seien im Bereich Bewirtschaftung gemeindeeigener Räume erhöhte Reinigungsaufwendungen entstanden.

Ein Beispiel sei die Grundschule, in der Mehrkosten in Höhe von 15.000 Euro angefallen seien. Vor allem sei die Sauberkeit der Toiletten unterirdisch, manche Schüler tobten sich da wohl ekelerregend aus. Auch die Reinigung der Sporthalle sei deutlich teurer geworden, auch Straßenreinigung und Winterdienst hätten erheblich mehr gekostet. Letzterer könne, je nach Wintereintritt, sogar noch höhere Kosten verursachen.

Ärgerlich sei, dass die Katholische Verrechnungsstelle rund 36.000 Euro mehr benötigt – was vor allem die ehemalige Kindergartenleiterin Ute Meier, SPD, auf die Palme brachte. „Auch die Verrechnungsstelle hat einen Haushalt. Von den Kommunen erwartet man, dass dieser eingehalten wird, die Verrechnungsstelle hat das scheinbar nicht nötig“, ärgerte sie sich.

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Verhalten der Schüler in der Kritik

Die Reinigungsarbeiten werde man neu ausschreiben, erklärte Ketterer. Allerdings sah er beim Verhalten der Schüler deutliche Verbesserungsmöglichkeiten. Sandra Sieber von den Freien Wählern (FWV) wies darauf hin, dass es ein ähnliches Problem am Gymnasium gegeben hatte. Die Schule habe dies mit „Toiletten-Sheriffs“ in den Griff bekommen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz sieht es derzeit im Kernhaushalt so aus, dass die Einnahmen noch um rund 270.000 Euro höher liegen als die Ausgaben. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Finanzlage der Stadt am Ende darstelle. So sei die letztendliche Entwicklung gerade in der Gewerbesteuer nicht vorhersehbar. Nötigenfalls müssten geplante Projekte verschoben werden.

Höhere Kosten für Kurhaus und Wasserfall

Während im Eigenbetrieb Wasserversorgung keine nennenswerten Abweichungen aufgetreten seien, sieht das im Eigenbetrieb Tourismus ein klein wenig anders aus – da seien bisher 38.000 Euro mehr für Kurhaus, Wasserfall und Triberg Fantasy angefallen, die wohl noch steigen würden. Das sei ärgerlich, da diese Verluste über den Kernhaushalt ausgeglichen werden müssten.

Erstmals zeigte Bürgermeister Sven Ketterer die Entwicklungen mittels einer digitalen Präsentation, was auf positives Echo stieß. Klaus Wangler sah eine „super Aufbereitung, deutlich übersichtlicher als ein bloßes Zahlenwerk“. Ähnlich sahen dies auch Michael Hummel  von den Freien Wählern und Mike Mauscherning, SPD. Das Gremium nahm die Zahlen zur Kenntnis.