Feuerwehr in Schönwald: Hürden für Bau des Gerätehauses überwunden

Der Fuhrpark der Schönwälder Feuerwehr erhält ein neues Zuhause. (Symbolfoto)
Klaus-Dietmar Gabbert/dpa- Schönwald baut ein neues Feuerwehrgerätehaus – 1,5 Millionen Euro Förderung sind zugesagt.
- Gemeinderat stellte den Bauantrag und genehmigte Befreiungen vom Bebauungsplan „Ochsencamp“.
- Wegen Topografie: größere Gebäudehöhe, geänderte Firstrichtung und verschobener Baukörper.
- Satteldach ohne Begrünung, stattdessen Metalldeckung und Vorbereitung für Photovoltaik.
- Geplant sind eine Halle mit vier Stellplätzen und ein zweigeschossiger Verwaltungstrakt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es geht endlich los in Sachen Feuerwehrgerätehauses. Das erfuhr neben einigen Besuchern der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause eine Abordnung der Feuerwehr. Es sei eine „historische Sitzung“, betonte Bürgermeister Christian Wörpel.
Eine positive Nachricht hatte er vorneweg: Die Zusage der Förderung für den Bau des Feuerwehrgerätehauses aus dem Ausgleichsstock wurde übermittelt – die Gemeinde erhält die volle beantragte Summe in Höhe von 1,5 Millionen. Mit dem Gerätehaus liege man ebenso voll im Zeitplan, bestätigte Wörpel.
Nun legte die Gemeinde bereits im Beisein von David Spang vom beauftragten Architekturbüro Kayser Architekten aus Staufen im Breisgau den Bauantrag vor. Dieser ist vor allem geprägt von zahlreichen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Ochsencamp“, da sich wegen der Topografie andere Voraussetzungen ergeben hätten. So betreffe dies zunächst die Gebäudehöhe: So sollte eigentlich die gesamte Bauhöhe die 1003 Meter über Normalnull nicht überschreiten. Da die Höhe ab Fundament aber bereits bei knapp 998 Metern liege und die Gebäudehöhe 8,36 Meter betrage, werde diese 1006,16 Meter erreichen, weshalb eine Befreiung nötig sei. Wenn diese Befreiung nicht vorliege, müsse wegen einer grundsätzlich anderen Geländemodellierung mit erheblichen Mehrkosten gerechnet werden. Abweichungen – aus denselben Gründen – gibt es auch bei der Haupt-Firstrichtung.
Verzicht auf die Dachbegrünung
Verkehrsplaner und Architekt haben daher eine Alternative erarbeitet, bei der die Hauptfirstrichtung um 17 Grad abweicht, um das Gebäude parallel zur bestehenden Topografie auszurichten. Dadurch sowie durch eine verlängerte Auffahrt bedingt, werde auch das Gebäude „nach hinten“ verschoben, sodass die überbaubare Grundstücksfläche überschritten wird.
Anstelle der im Bebauungsplan festgesetzten Dachbegrünung werde für das zehn Grad geneigte Satteldach der Fahrzeughalle eine Aluminium-Stehfalzdeckung beantragt. Grund sei die geplante Holztragkonstruktion mit großen Spannweiten: Der Verzicht auf die Dachbegrünung reduziere die dauerhaften Lasten durch Substrat, Wasserspeicherung und Vegetation erheblich und vermeide einen höheren Konstruktionsaufwand. Zudem biete die Metalldeckung als kritische Infrastruktur Vorteile bei Lebensdauer, Wartungsarmut und sicherer Entwässerung sowie eine unkompliziertere PV-Montage ohne zusätzliche Dachdurchdringungen. Die ökologischen Zielsetzungen würden durch alternative Projekte kompensiert: eine geplante Zisterne zur Regenwasserrückhaltung sowie die Vorbereitung zur Belegung der Dachfläche mit Photovoltaik.
Fahrzeughalle und zweigeschossiger Verwaltungstrakt
Zuletzt müsse, der Topografie geschuldet, eine geänderte Zufahrt berücksichtigt werden, da ansonsten die zulässige Steigung für Feuerwehrfahrzeuge überschritten würde oder alternativ enorme Eingriffe ins Gelände erfolgen müssten – was enorme Kosten verursachen würde. Der Baukörper teilt sich in eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen und einen anschließenden zweigeschossigen Verwaltungstrakt, in dem im Erdgeschoss die Umkleide- und Sanitärräume mit Zugang zur Fahrzeughalle und im Obergeschoss der Funkraum, das Lagezentrum mit Kommandantenbüro sowie ein Schulungsbereich mit angeschlossener Teeküche und dem Bereich für die Jugendfeuerwehr untergebracht sind.
Das Gebäude ist im Erdgeschoss in Stahlbetonbauweise geplant, auf diesem setzen dann das Obergeschoss und Dach in Holzbauweise auf. Der Baukörper ist mit einer Länge von 34 Metern und einer Breite von 18,50 Metern geplant. Da auf dem Alarmhof nicht alle benötigen Stellplätze ausgewiesen werden könnten, werden vier zusätzliche Stellplätze im Bereich des angrenzenden Parkstreifens ausgewiesen. Diese werden durch die Eintragung einer Baulast gesichert. Das Gremium stimmte dieser Planung – einschließlich aller notwendigen Befreiungen – einhellig zu.

