Gemeinderat Schönwald: Camper und Solarstrom statt Golfplatz

Aktuell kommen hierher noch etliche Gäste zum Golfspielen. In nur wenigen Monaten wird hier unter anderem der Strom für das Hotel produziert mit einen flächigen PV-Anlage.
Hans-Jürgen KommertBebauungspläne und Flächennutzungspläne (FNP) stellen immer wieder für alle Betroffenen eine Geduldsprobe dar, zumal das ganz kurz gültige einstufige Verfahren schon bald nach der Einführung als „nicht mit EU-Recht konform“ wieder einkassiert wurde.
Ein sogenanntes „heilendes Verfahren“, das darin bestand, eine zweite Offenlage mit Anhörung der Träger öffentlicher wie privater Belange durchzuführen, bewahrte betroffene Kommunen davor, ganze Verfahren komplett erneut aufzurollen – dies betraf auch Schönwald. Mittlerweile sind zumindest die betroffenen Bebauungspläne „durch“, lediglich den Flächennutzungsplan in der 17. Änderung musste der Gemeinderat Schönwald nun noch einmal zur Vorlage für den Gemeindeverwaltungsverband (GVV) beschließen – was denn auch ohne Probleme einstimmig gelang.
So wird neben dem Bebauungsplan „Ochsencamp“ auch das Baugebiet „Sommerberg II“ im FNP enthalten sein – für dieses Baugebiet entfällt eine vorgesehene Bebauungsfläche im Anschluss an die für die Feuerwehr vorgesehene Fläche. Der Gemeinderat wog die öffentlichen und privaten Belange untereinander und gegeneinander ab und wird der der Verbandsversammlung des GVV Raumschaft Triberg vorschlagen, im Sinne der Gesamtabwägung über die im Rahmen der Bürger- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen zur 17. punktuellen Änderung des Flächennutzungsplans entsprechend den Beschlussvorschlägen zu beschließen.
Ebenso empfiehlt man der Verbandsversammlung des GVV, den Feststellungsbeschluss für die 17. punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans zu fassen. Zuvor aber war der Bebauungsplan „Ochsencamp“ in seiner endgültigen Fassung dran – diese Beschlussfassung musste vor einigen Wochen noch von der Tagesordnung des Gemeinderats genommen werden, da sich der Forst seinerzeit noch nicht endgültig zum Thema „Waldumwandlung“ geäußert und die entsprechenden Verträge vorgelegt hatte.
Eingriffe in die Natur werden ausgeglichen
Nun aber konnte Michael Glaser, beratender Ingenieur der Fachfirma „faktorgruen“, die endgültige Fassung vorlegen – so gibt es Vereinfachungen zum Thema Waldabstand, aber auch Ausgleichsflächen für die Waldumwandlung. Daneben wurde als Ausgleichsmaßnahme für entfallende landwirtschaftliche Flächen Magerwiesen angeordnet.
Neben den Campingflächen sind Sonderflächen für PV-Anlagen vorgesehen und auch die Feuerwehr hat ausreichend Platz.
Der Gemeinderat wog nun die öffentlichen und privaten Belange untereinander und gegeneinander ab und beschloss im Sinne der Gesamtabwägung über die im Rahmen der Bürger- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen. Zudem wurde der Bebauungsplan „Ochsencamp“ und die zusammen mit ihm erlassenen örtlichen Bauvorschriften jeweils als Satzung beschlossen. Der Antrag auf Waldumwandlung wurde zur Kenntnis genommen und den entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen zugestimmt.