Familienbetrieb feiert Jubiläum
: „Hidden Champion“ aus Schönwald kommt groß raus

Klein, hochspezialisiert und international gefragt: Das Unternehmen Fehrenbach Präzision feierte sein 100-jähriges Bestehen in Schönwald. Beim Tag der offenen Tür blickten zahlreiche Besucher hinter die Kulissen des Familienbetriebs.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Schönwald
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Fabian Fehrenbach (rechts) führt ein gutes Dutzend Besucherinnen und Besucher anlässlich des Tages der offenen Tür durch die Produktion

Fabian Fehrenbach (rechts) führt ein gutes Dutzend Besucher anlässlich des Tages der offenen Tür durch die Produktion.

Hans-Jürgen Kommert
  • Fehrenbach Präzision feierte in Schönwald das 100-jährige Bestehen mit Tag der offenen Tür.
  • Besucher sahen Produktion und ein Video zur Leistungsfähigkeit des Familienbetriebs.
  • Das Unternehmen fertigt spezielle Kleinserien und verzichtet auf Automobil-Zulieferung.
  • Die Söhne Fabian und Timo stehen als Nachfolge bereit – Führungen waren stark nachgefragt.
  • Neuer Coup im Nebengebäude: Präsentation zur Übernahme der Fohrmann Werkzeuge GmbH ab 2025.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war unglaublich, stellten die Mitglieder der Familie Fehrenbach anlässlich des Tages der offenen Tür zum 100-jährigen Bestehen der erstaunlich kleinen Firma in Schönwald fest. Von 10 Uhr bis zum späten Nachmittag reichten sich die Besucher „die Klinke in die Hand“.

Bereits am Vortag gab es einen Empfang mit geladenen Gästen, zu dem auch die aktuellen wie ehemalige Mitarbeiter gekommen waren, dazu Gäste aus Wirtschaft und Politik. Sie erhielten mit einem ausgezeichneten, professionellen Video einen Einblick in die Leistungsfähigkeit des Traditionsunternehmens, dem man getrost den Titel eines „Hidden Champion“ verleihen könnte. Das Beste an der Entwicklung der Firma: Mit den Söhnen Fabian und Timo steht bereits die Nachfolgegeneration bereit.

Mitarbeiter Michael Lieckfeldt erläutert interessierten Besuchern Uralt-Technologie, die dennoch manchmal erforderlich sei.

Mitarbeiter Michael Lieckfeldt erläutert interessierten Besuchern Uralt-Technologie, die dennoch manchmal erforderlich sei.

Hans-Jürgen Kommert

Mit 14 Mitarbeitern stemmen sie Aufträge, um die andere sie beneiden könnten. Dabei beweisen sie Tag für Tag, dass „Präzision“ nicht nur in ihrer Firmenbezeichnung auftritt. Vielmehr leben sie diese. Teile, die manchmal nur wenige Millimeter groß sind, enthalten Merkmale, die oft nur unter Zuhilfenahme einer Lupe erkennbar sind.

Bewusst habe er sich vor einigen Jahren als Zulieferer der Automobilindustrie zurückgezogen, erklärte Geschäftsführer Markus Fehrenbach. Was sich nun als richtig erwiesen habe, stellte er anhand der heutigen Probleme dieser Branche fest. Keine Massenproduktion, vielmehr sehr spezielle Kleinserien sind es, die das Unternehmen heute an hochpräzisen Langdrehautomaten produziert.

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Fabian Fehrenbach (rechts) führt ein gutes Dutzend Besucherinnen und Besucher anlässlich des Tages der offenen Tür durch die Produktion.

Fabian Fehrenbach (rechts) zeigte den Besuchern die einzelnen Produktionsbereiche.

Hans-Jürgen Kommert

Stets zur halben Stunde gab es Führungen durch die Produktion – diese waren immer bestens ausgebucht. Kinder konnten sich derweil im großen Sandkasten austoben, alternativ aber auch schminken lassen.

Ein Faible für Modelleisbahnen

Im erst kürzlich erworbenen Nebengebäude, in dem sich auch das Lager befindet, war der Original-Messestand des neuesten Coups der Firmenführung findet: Im Jahr 2025 habe man sich entschlossen, einen einstigen Kundenbetrieb zu übernehmen, die Fohrmann Werkzeuge GmbH, ein Spezialist für hochwertige Spezialwerkzeuge, insbesondere für Modellbauer und Feinmechaniker. „Meine drei Männer sind alle Modelleisenbahner, da passt das ganz gut“, erzählte Nadja Fehrenbach mit einem Schmunzeln im Gespräch mit unserer Zeitung.

Viele Führungen mussten die Männer absolvieren, da die Masse der interessierten Besucher eher zu- als abnahm. Derweil unterstützten Freunde aus den Reihen der Feuerwehr und der Alphornbläser den Tag der offenen Tür, indem sie den Gästen Speis und Trank servierten.