Das Besondere in Furtwangen
: Wechsel in der Betreuung der Kapelle

Sie haben 15 Jahre die Fatimakapelle bei Furtwangen gepflegt. Jetzt gibt das Ehepaar Saupe diese Aufgabe aus Altersgründen ab.
Von
Gerhard Dilger
Oberndorf
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Nach 15 Jahren liebevoller Pflege der Fatimakapelle verabschiedet sich das Ehepaar Saupe.

Dilger

Sie thront hoch über Furtwangen: die 1948 eingeweihte Fatimakapelle. 15 Jahre lang haben sich Erika und Peter Saupe mit viel Herzblut um das Furtwanger Kleinod gekümmert. Nun haben sie sich vor kurzem nicht zuletzt aus Altersgründen von dieser aufwendigen, aber schönen ehrenamtlichen Aufgabe verabschiedet.

„Unsere Vorgänger wollten 2011 aufhören, und wir wurden gezielt gefragt, ob wir uns das vorstellen können“, so Peter Saupe zu den Anfängen. Wie viel Arbeit damit verbunden sein würde, wurde ihnen erst im Laufe der Zeit klar. „Aber es hat uns immer Freude gemacht“, meint Saupe. Darüber hinaus betont er: „Es war auch ein Vorteil, auf einen Klassenkameraden als großzügigen Förderer der Fatimakapelle zählen zu können.“

Bernhard Ganter hat einen besonderen Bezug zur Kapelle, zählte doch sein Vater Karl Ganter zu den Furtwangern, die 1944 an dem von Pater Simon angestoßenen Gelübde beteiligt waren. Diese hatten gelobt, eine Kapelle zu errichten, wenn Furtwangen von schlimmen Kriegsfolgen verschont bliebe.

Renovierung nötig

Eine der ersten Maßnahmen nach der Übernahme der Pflege der Kapelle war ein neuer Anstrich der Schindelwände und die Renovierung der Fenster. Auch der Boden im Bereich der Sakristei musste erneuert werden. „Es war ein Vorteil, dass ich vom Fach bin“, meint Saupe. Seine Frau Erika nahm sich derweil der Pflanzen rund um die Kapelle an und sorgte für den Blumenschmuck. „Ich habe in den ganzen Jahren kein Geld vom Pfarrbüro gebraucht, denn ich hatte viel aus dem eigenen Garten,“ sagt sie.

Doch vorher war schon einmal Roden angesagt, das überhandnehmende Buschwerk rund um die Kapelle hat das Ehepaar selbst beseitigt. „Dazu musste ich erst einmal genau feststellen, wo eigentlich die Grenzen des Grundstücks liegen,“ erinnert sich Peter Saupe.

Bei aller Freude an der Arbeit gab es aber auch immer wieder weniger Erfreuliches: Mit den verschiedensten Formen von Vandalismus mussten sich die Saupes beschäftigen. Die Bänke rund um die Kapelle mussten wiederholt auf der Wiese eingesammelt und instandgesetzt werden. Ein unliebsames Erlebnis war auch der psychisch labile Mensch, der 2025 rund um die Kapelle Löcher grub.

Doch im Nachhinein überwiegen die positiven Erinnerungen, das Ehepaar Saupe ist dennoch froh, dass sie die Aufgabe weitergeben konnten.

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