Betrüger täuschen medizinischen Notfall vor: Nach Schockanruf in St. Georgen – Polizei nimmt 19-Jährigen fest

Nach einem Schockanruf und der anschließenden Übergabe eines vierstelligen Geldbetrags ist der Polizei die Festnahme eines 19-jährigen Tatverdächtigen gelungen. (Symbolfoto)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Seniorin in St. Georgen fiel auf Schockanruf herein – Geldübergabe im vierstelligen Bereich.
- Betrüger gaben Unfall des Sohnes vor und forderten Geld für eine dringende Operation.
- Polizei nahm einen 19-Jährigen kurz nach der Übergabe auf der A81 bei Sindelfingen fest.
- Der Mann wurde dem Amtsgericht Villingen vorgeführt und in eine JVA nach Freiburg gebracht.
- Polizei warnt: Keine Wertsachen an Unbekannte übergeben, Gespräch beenden und 110 wählen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach einem Schockanruf und der anschließenden Übergabe eines vierstelligen Geldbetrags ist der Polizei die Festnahme eines 19-jährigen Tatverdächtigen gelungen. Mit sogenannten Schockanrufen versuchen Betrüger immer wieder, Menschen um ihr Geld und ihre Wertsachen zu bringen. In der Region sind diese Fälle ein wiederkehrendes Phänomen.
Wie die Polizei in einer Mitteilung berichtet, ereignete sich der Vorfall am Dienstag im Stadtgebiet von St. Georgen. Demnach riefen bislang unbekannte Betrüger eine Seniorin an und behaupteten, ihr Sohn sei verunglückt und müsse dringend operiert werden. Für die notwendige Behandlung werde jedoch kurzfristig Geld benötigt.
Wenige Minuten später übergab die Frau einem angeblichen Mitarbeiter eines Freiburger Klinikums einen vierstelligen Geldbetrag. Der Mann soll sich dabei auf seinem Handy mit einem gefälschten Ausweis der Klinik ausgewiesen haben.
Was der Tatverdächtige offenbar nicht wusste: Andere Polizeibehörden hatten den 19-Jährigen bereits im Rahmen laufender Ermittlungen im Blick. Nach der sofort eingeleiteten Fahndung konnte die Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg den jungen Mann auf der Autobahn 81 bei Sindelfingen festnehmen. Am folgenden Tag wurde der 19-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz dem Amtsgericht Villingen vorgeführt. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt nach Freiburg gebracht.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei erneut eindringlich vor Betrügern, die sich am Telefon als Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen ausgeben und ihre Opfer zur Herausgabe von Geld oder Wertsachen bewegen. Ob sich die Anrufer als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Ärzte oder vermeintliche Angehörige ausgeben – hinter solchen Anrufen steckt laut Polizei häufig der Versuch krimineller Banden, ihre Opfer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen um ihr Vermögen zu bringen. Zu den bekannten Methoden gehören unter anderem der sogenannte Enkeltrick und Schockanrufe.
Die Polizei rät deshalb zu besonderer Vorsicht: Wer einen solchen Anruf erhält, sollte kein Geld und keine Wertsachen an unbekannte Personen übergeben und auch keine Überweisungen vornehmen. Stattdessen sollte das Gespräch beendet und die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.
