Betreuung in Triberg
: Bereits als Ganztagsschule ausgewiesen

Stufenweise soll in Triberg die flächendeckende Ganztagsbetreuung an Grundschulen verwirklicht werden. Auch in den Schulferien besteht ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die Grundschule Triberg ist als Ganztagsschule ausgewiesen, allerdings in Wahlform.

Hans-Jürgen Kommert

So haben die Erstklässler bereits ab dem Schuljahr 2026/2027 Anspruch darauf. Jahr für Jahr wird der Anspruch dann ausgeweitet, bis im Schuljahr 2029/2030 alle Grundschulklassen einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben – für je acht Zeitstunden pro Tag.

„Unsere Grundschule ist bereits als Ganztagsschule ausgewiesen, allerdings in Wahlform“, betonte Bürgermeister Gallus Strobel im Gemeinderat. Dabei seien die Tage Montag bis Donnerstag abgedeckt, womit für diese Tage der Rechtsanspruch erfüllt sei.

„Eltern ist es dabei freigestellt, ob sie ihre Kinder anmelden. Falls sie das aber tun, besteht an allen Tagen Schulpflicht. Diese Form der Ganztagsschule ist bei uns gebührenfrei, lediglich das Mittagessen muss bezahlt werden“, so Strobel weiter.

Den Bedarf beobachten

Wenn man dies auf den Freitag ausdehne, wäre auch hier die Teilnahme verpflichtend. Es sei aber davon auszugehen, dass die Eltern dies eher nicht wollen. Daher wolle man zunächst ein kommunales Angebot für die erste Klasse machen und den Bedarf zu beobachten.

Für das kommunale Angebot könnten Gebühren verlangt werden, die dann gegebenenfalls im Gemeinderat beschlossen werden müssten, sobald die Anzahl der Schüler feststehe. „Warum Gebühren?“, fragte dazu Ute Meier (SPD) – damit hänge man doch ausgerechnet die ab, die es sich nicht leisten können. Es stehe aber nirgends, dass man keine Gebühr verlangen dürfe, konterte Hauptamtsleiterin Barbara Duffner.

Auch in Schulferien

Auch in den Schulferien bestehe künftig ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, erklärte der Bürgermeister weiter. Lediglich vier Wochen pro Jahr können laut Gesetzgeber betreuungsfrei bleiben. In den Pfingst- und Sommerferien biete man bereits eine Betreuung an, die aber nur halbtags stattfinde – das müsse dann auf acht Stunden ausgeweitet werden.

Auch die Osterferien müssten künftig betreut werden – „hier setzen wir auf eine Kooperationslösung mit den Nachbargemeinden“, verlautbarte Strobel. Derzeit werde eine Bedarfsabfrage vorbereitet.

Die Meinungen der Fraktionen

Lothar Hoch erklärte für die CDU, dass man dabei mitgehe. Michael Hummel (FWV) blickte auf ein Jahr Vorlaufzeit, das gebe eine gewisse Planungssicherheit. Wegen der Wahlfreiheit könne seine Fraktion eine Gebühr mittragen. Susanne Muschal (SPD) erkannte an, dass der Vorschlag eine kostengünstige Variante sei. Bei der Ferienbetreuung stelle sie sich die Frage, wer bereit sei, die paar Extrastunden zu tragen – worauf ihr Stephanie Dold vom Hauptamt entgegenhielt, man habe eine Kraft in der Hinterhand.

Das Gremium nahm den Vorgang zur Kenntnis.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.