Bergstadtsommer ist eröffnet: Mit Schubert und Sting gelingt in St. Georgen ein sensationeller Start

Er ist ein erstklassiger Jazzer, Saxophonist und Arrangeur: Libor Sima (links), der neben einer Streichergruppe den Kontrabassisten Josef Semeleder und den Schlagzeuger Obi Jenne als adäquate Begleiter zur Seite hat
Siegfried Kouba- Auftakt in St. Georgen: Der Bergstadtsommer 2026 startete mit zweigeteiltem Programm.
- Erst Klassik, dann Jazzkeller-Flair nach der Pause – beides in der Stadthalle.
- Mitwirkende u. a.: Libor Sima, Gesa Jenne-Dönneweg, Simone Riniker, Obi Jenne.
- Werke u. a.: Schubert, Rota, Schostakowitsch, Ravel, Legrand, Kosma und ein Sting-Medley.
- Publikum reagierte mit starkem Applaus, der Organisator dankte den Sponsoren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einem sensationellen Start begann der Bergstadtsommer 2026. Ganz oben in der Ankündigung stand der Saxophonist Libor Sima, der seit Langem als exzellenter Arrangeur bekannt ist und den zweiten Programmteil mit seiner natürlichen Ausstrahlung gestaltete.
Eine opulente, großartige und vielfältige Werkauswahl verschiedener Genres mit hohem Unterhaltungswert traf den Geschmack des Publikums, zu dem eine Gruppe Sima-Fans gehörte.
Alle Akteure wurden mit viel Applaus bedacht, denn die Leistungen der beiden Geigerinnen Gesa Jenne-Dönneweg und Simone Riniker, der Bratscherin Dora Scheili, der Cellisten Guillaume Artus und Karsten Dönneweg, des Kontrabassisten Josef Semeleder, des Fagottisten Hanno Dönneweg, des Schlagzeugers Obi Jenne und der Pianistin Hsiao-Yen Chen bewegten sich auf höchster künstlerischer Ebene.
Breite emotionale Palette
Technisch perfekt, mit musikalischem Empfinden ausgestattet und mit ansprechender Gestaltung wurde jedes Stück charaktervoll geboten. Das Herz berührte Schuberts zweiter Satz aus seinem berühmten C-Dur-Streichquintett, der eine breite emotionale Palette abdeckte.

Differenzierte Musik wird beim Eröffnungskonzert des diesjährigen Bergstadtsommers geboten. Wie lebendig musiziert wurde, beweist dieses Foto mit Gesa Jenne-Dönneweg (von links), Hsiao-Yen Chen und Simone Riniker.
Siegfried KoubaKunstvoll und mit italienischer Leichtigkeit musizierten der Fagottist und die Pianistin das „Concerto per fagotto“ von Nino Rota, ein musikalischer Spaß, bei dem das Finale mit seinen Variationen von Walzer über Siciliana bis zum Galopp herausstach.
Beschwingt, ruhig und temperamentvoll
Ein Hörgenuss wurde auch mit Schostakowitschs „Fünf Stücken“ geboten. Getragen, sensitiv das Prélude, folkloristisch gefärbt die Gavotte, beschwingt der Walzer, ruhig die Elegie und temperamentvoll die Polka.
Mit lateinamerikanischem Feuer wurde der „Frühling von Buonos Aires“ zum Erlebnis, und eine Überraschung war Rachmaninows „Vocalise“, bei der das Fagott liebevoll den „Gesangspart“ übernahm.
Im zweiten Teil wird es jazzig
Nach der Pause vermittelten Leuchtstäbe Jazzkeller-Flair. Es kam die Stunde des Libor Sima mit zwei Saxinstrumenten, der nach einer „Frischzellenkur runderneuert“ einstieg, um zunächst mit dem um Kontrabass und Drumset erweiterten Streichquartett das „Assez vif – très rythmé“ aus Ravels F-Dur-Streichquartett zu interpretieren. Vermittelt wurde rhythmische Bewegung. Bass und Drummer setzten eigene Akzente zur Vorgabe. Beachtenswert war die Zulassung des Orginalwerks einerseits und die ergänzende, einfallsreiche, jazzige Dimension des Bearbeiters.
Sima entwickelte sonoren Ton, glänzte mit ungezwungener Lebendigkeit und bot jene Ausdrucksstärke der Trompete und Beweglichkeit der Klarinette, wie sie Joachim-Ernst Berendt für das Sax umschrieb.
Filmsong wird zur absoluten Jazz-Nummer
So gelang „You must Believe in Spring“, ein Filmsong von Michel Legrand, bei dem der Maler Maxence seine Liebessehnsucht bekennt: Der Titel wurde zur absoluten Jazz-Nummer, die auf das mit Karsten Dönneweg ergänzte Ensemble zugeschnitten schien, von dem gesteigerte Spiellaune spürbar wurde. Daneben agierten Sax, Kontrabass und Drummer mit vitaler Passion. Gleiche Attribute galten für Kosmas „Autumn Leaves“ und das „Sting-Medley“.
Zu Beginn des Konzerts hatte Karsten Dönneweg die Gäste willkommen geheißen – und sich über das große Publikum gefreut. Er dankte allen Sponsoren, die teils auch für die Übernachtung der Künstler sorgten. Viele seien seit Beginn mit im Boot. Der Organisator wünschte eine „tolle Woche und ein tolles Konzert“.

