Austausch mit Furtwanger Architekten: Wie nachhaltiges Bauen im ländlichen Raum gelingt

Martina Braun (Zweite von rechts) und Theresa Schopper (Dritte von links) tauschten sich bei ihrem Besuch in Furtwangen mit dem Team von Kuner Architekten aus.
Philipp Kuner- Besuch bei Kuner Architekten: Schopper und Braun diskutieren nachhaltiges Bauen.
- Im Fokus stehen Außenbereich, Umnutzung, Genehmigungen und Weiterentwicklung von Strukturen.
- Kuner betont modernen Holzbau, Vorfertigung und Module für Effizienz und Qualität.
- Kritik an hohen Kosten und komplexen Normen – gefordert sind einfache, praxistaugliche Regeln.
- Beispiel in Furtwangen: modulare Studentenwohnhäuser zeigen ressourcenschonende Lösungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Baukultur, nachhaltiges Bauen und die besonderen Herausforderungen von Bauprojekten im ländlichen Raum standen im Mittelpunkt eines Besuchs der Landtagsabgeordneten Martina Braun von den Grünen und Ministerin Theresa Schopper bei Kuner Architekten in Furtwangen.
Im gemeinsamen Gespräch ging es unter anderem um das Bauen im Außenbereich, die Umnutzung bestehender Gebäude, Genehmigungsverfahren und die Frage, wie vorhandene Strukturen sinnvoll weiterentwickelt werden können. Einen besonderen Stellenwert nimmt der verantwortungsvolle Umgang mit Flächen und Ressourcen sowie die Möglichkeiten eines nachhaltigen und zugleich wirtschaftlichen Bauens ein.
Aus Sicht des Architekturbüros Kuner bietet insbesondere der moderne Holzbau große Chancen für ein ressourcenschonendes und klimaverträgliches Bauen. Vorfertigung und modulare Bauweisen ermöglichen darüber hinaus effiziente Bauabläufe, kürzere Bauzeiten und wirtschaftliche Lösungen bei gleichzeitig hoher architektonischer Qualität.
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs waren die steigenden Baukosten und die zunehmende Komplexität von Bauvorschriften. Diskutiert wurde, wie durch angemessene Baustandards, vereinfachte Normen und praxistaugliche baurechtliche Regelungen das Bauen wieder bezahlbarer werden kann. Dabei wurde deutlich, dass hohe Anforderungen nicht zwangsläufig zu besseren Gebäuden führen und dass einfachere, durchdachte Lösungen häufig sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll sind.

Welche Möglichkeiten der moderne Holzbau bietet, zeigen die in Modulbauweise errichteten Studentenwohnungen in Furtwangen.
Philipp Kuner„Wir müssen wieder dahin kommen, mit einfachen, intelligenten und ressourcenschonenden Lösungen gute Gebäude zu schaffen. Der moderne Holzbau bietet dafür hervorragende Möglichkeiten. Gleichzeitig brauchen wir mehr Spielraum bei Normen und Bauvorschriften, damit qualitätsvolle Architektur auch wirtschaftlich realisierbar bleibt“, lautet die Forderung der Architekten.
Bewusster Umgang mit Fläche und Ressourcen
Wie sich diese Ansprüche konkret umsetzen lassen, zeigte sich bei der anschließenden Besichtigung der in Modulbauweise errichteten Studentenwohnhäuser in der Bahnhofstraße in Furtwangen. Das Projekt stieß auch bei Ministerin Schopper auf großes Interesse. Die von Kuner Architekten geplanten Studentenwohnhäuser wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.
„Das Projekt zeigt sehr anschaulich, wie wir neuen Wohnraum, einen bewussten Umgang mit Fläche und Ressourcen und eine hochwertige regionale Baukultur zusammendenken können“, betonte Martina Braun. „Gerade im ländlichen Raum brauchen wir Lösungen, die zu den vorhandenen Strukturen passen und gleichzeitig neue Möglichkeiten schaffen.“
Wirtschaftlich vertretbare Rahmenbedingungen gefordert
Der Austausch machte zugleich deutlich, mit welchen Herausforderungen Architekturbüros und Bauherren bei der Umsetzung von Projekten konfrontiert sind. Insbesondere bei Genehmigungsverfahren, beim Bauen im Außenbereich und bei der Vielzahl technischer Anforderungen spielen verlässliche, praktikable und wirtschaftlich vertretbare Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Ziel müsse es sein, nachhaltiges und qualitätsvolles Bauen zu erleichtern, statt es durch unnötige Komplexität zu erschweren.
„Wir haben im ländlichen Raum viel Know-how, engagierte Planerinnen und Planer und gute Ideen. Entscheidend ist, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, die gute Architektur, nachhaltiges Bauen und die Weiterentwicklung unserer Orte ermöglichen“, fasste Martina Braun zusammen.

