Seelsorgeeinheit Aichhalden: Wer ist die echte Catarina? Zum Abschied trugen alle rote Haare

Vollbesetzte Kirche in Waldmössingen zum Dank- und Verabschiedungsgottesdienst
Kirchengemeinde- Nach 42 Dienstjahren ging Gemeindereferentin Catarina Wetter in den Ruhestand.
- Voller Abschiedsgottesdienst in St. Valentin, viele Ministranten und vereinte Kirchenchöre.
- Würdigungen durch Kommunen und Kirchengemeinden – Geschenkkorb und Reise-Geschenk.
- Pfarrer Albrecht betonte Wetters Rolle von Frauen in Predigt, Beerdigung und Leitung.
- Fest mit Foodtrucks, Musik und roten Perücken – Motto: „HAIR: Catarina lives forever“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einem festlichen Gottesdienst, persönlichen Dankesworten und einem außergewöhnlichen Begegnungsfest haben die Gemeinden der Seelsorgeeinheit Aichhalden Gemeindereferentin Catarina Wetter in den Ruhestand verabschiedet. Nach insgesamt 42 Dienstjahren, davon 35 Jahre in der Seelsorgeeinheit Aichhalden, endete ihr aktiver pastoraler Dienst.
Schon die große Zahl der Mitfeiernden zeigte laut Mitteilung, wie viele Menschen Catarina Wetter während ihres langjährigen Wirkens begleitet und geprägt hat. Die Pfarrkirche St. Valentin in Waldmössingen war zum Dank- und Verabschiedungsgottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt.
Höhepunkt ihrer Arbeit
Ein besonders eindrucksvolles Zeichen der Verbundenheit setzten rund 70 Ministrantinnen und Ministranten aus den verschiedenen Gemeinden. Über Jahrzehnte hinweg hatte Catarina Wetter Kinder und Jugendliche begleitet. Zu den Höhepunkten ihrer Arbeit gehörte das jährlich stattfindende Ministrantenlager in der Schweiz, das sie mitplante und mitleitete.
Auch die Kirchenchöre der Gemeinden wirkten gemeinsam an der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes mit. Damit brachten sie die Dankbarkeit der gesamten Seelsorgeeinheit zum Ausdruck.

Ortsvorsteherin Kunz, die Bürgermeister Lehrer und Betschner und Catarina Wetter
KirchengemeindeIn ihrer stellenweise sehr emotionalen Predigt sprach Catarina Wetter über die Sendung der Mitarbeitenden in der Kirche. Sie ließ die Gottesdienstgemeinde an wichtigen Stationen ihres beruflichen Lebensweges teilhaben. Zugleich gelang es ihr, ihre letzte Predigt in einem Gemeindegottesdienst mit humorvollen Erinnerungen und persönlichen Erfahrungen zu verbinden.
Die Gemeinde dankte ihr am Ende mit lang anhaltenden stehenden Ovationen.
In den anschließenden Grußworten würdigten Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen und der Kirchengemeinden das langjährige Wirken der Gemeindereferentin. Ortsvorsteherin Sybille Kunz überbrachte die Grüße der Stadt Schramberg und hob hervor, welche Bedeutung Catarina Wetters Dienst für das gemeinschaftliche Leben in den Gemeinden hatte.
Die Bürgermeister Michael Lehrer aus Aichhalden und Rainer Betschner aus Fluorn-Winzeln überreichten ihr einen gemeinsamen Geschenkkorb.
Gemeinsames Geschenk
Für die Seelsorgeeinheit sprach die Gewählte Vorsitzende Elisabet Reuter aus Waldmössingen. Sie erinnerte an die gemeinsame Arbeit in den Familiengottesdienstteams. Auch ihre drei Söhne seien gerne Ministranten gewesen und durch diese Zeit nachhaltig geprägt worden. Mit dem gemeinsamen Geschenk der Gemeinden könne Catarina Wetter nun „auf große Reise gehen“, erklärte Reuter.
Pfarrer Christian Albrecht dankte Catarina Wetter im Namen der Diözese für ihren jahrzehntelangen pastoralen Dienst. Er betonte insbesondere ihre Rolle als Frau in der Kirche. Für die Gemeinden der Seelsorgeeinheit sei es selbstverständlich geworden, dass Frauen predigten, Beerdigungsdienste übernähmen und Verantwortung in der Leitung trügen. Mit dem Ausscheiden von Catarina Wetter werde deshalb etwas Wesentliches fehlen.
Verbundenheit bleibt bestehen
Auch persönlich blickte Albrecht auf die sechzehn Jahre der gemeinsamen Zusammenarbeit zurück. Diese seien nicht nur von einem vertrauensvollen beruflichen Miteinander, sondern ebenso von einer freundschaftlichen Beziehung geprägt gewesen. Diese Verbundenheit könne auch über den Ruhestand hinaus bestehen bleiben.
Sichtlich bewegt nahm Catarina Wetter die zahlreichen Worte des Dankes und der Wertschätzung entgegen.
Nach dem Gottesdienst zog die gesamte Festgemeinde gemeinsam von der Kirche zur Gartenfestplatzanlage. Angeführt wurde die Prozession vom Akkordeonorchester, in dem zahlreiche ehemalige Ministrantinnen und Ministranten mitwirken.
Catarina Wetter hatte sich für ihre Verabschiedung ausdrücklich ein Fest gewünscht, bei dem nicht ein formales Programm, sondern die Begegnung der Menschen im Mittelpunkt stehen sollte. Die Kirchengemeinderäte hatten den Festplatz entsprechend vorbereitet. Foodtrucks boten Burger, Spaghetti und Crêpes an. Rund um die offene Bühne luden Stehtische und verschiedene Sitzgelegenheiten zum Verweilen und zum persönlichen Gespräch ein. Bunte Lichterketten tauchten den Platz am Abend in eine freundliche Atmosphäre.
Mit zahlreichen Darbietungen würdigten Gruppen aus den Gemeinden das vielfältige Wirken der Gemeindereferentin. Dabei kamen neben Dankbarkeit und persönlichen Erinnerungen auch Humor und Kreativität nicht zu kurz.
Ikonische Frisur
Die Ministranten überreichten ihre Geschenke im Rahmen eines nachgespielten „Zölibarabends“. Eigens für Catarina Wetter hatten sie außerdem eine „Ruhestandslagerfahne“ gestaltet. Liedbeiträge und ein gemeinsamer Tanz rundeten das Programm ab.
Selbst Catarina Wetters markante rote Frisur wurde zu einem besonderen Bestandteil des Festes. Das eigens entworfene Festlogo zeigte ihre rote Haarpracht und trug das augenzwinkernde Motto: „HAIR – Catarina lives forever“.
Auch die Mitglieder der Kirchengemeinderäte griffen diese Idee auf. Gemeinsam setzten sie Perücken auf, die der ikonischen Frisur der Gemeindereferentin nachempfunden waren. So waren viele Gäste im Laufe des Abends damit beschäftigt, unter den rund 30 roten Haarschöpfen die echte Catarina Wetter zu entdecken.

Eine haarige Angelegenheit
KirchengemeindeDie Verabschiedung machte auf eindrucksvolle Weise sichtbar, wie lebendig die kirchliche Gemeinschaft in den Gemeinden der Seelsorgeeinheit Aichhalden ist. Catarina Wetter hat diese Gemeinschaft über viele Jahre hinweg mit aufgebaut, begleitet und entscheidend mitgeprägt.
Die zahlreichen Zeichen der Anerkennung nahm sie mit großer Rührung und Dankbarkeit entgegen. So wurde das Fest nicht nur zu einem Abschied nach 42 Dienstjahren, sondern zugleich zu einem sichtbaren Zeichen bleibender Verbundenheit.