Kindergarten St. Maria Schramberg: Hier herrschte Verkehrschaos – bis die Kinder den Dreh raushatten

Auf dem Kirchplatz ging es zeitweise ziemlich turbulent zu. Doch die Kinder des St.-Maria-Kindergartens lernten schnell, worauf es im Straßenverkehr ankommt.
Kindergarten St. Maria- Auf dem Schramberger Kirchplatz übten Kinder des St.-Maria-Kindergartens Verkehrssicherheit.
- Ehemalige Polizisten vermittelten Regeln an Ampel und Zebrastreifen – organisiert von der Verkehrswacht.
- Sprachbarrieren führten zu Praxisübungen: Kinder fuhren Bobbycars, andere gingen als Fußgänger.
- Nach kurzer Zeit klappte das Miteinander: Warten an Ampeln, geordnete Reihen, sichere Querungen.
- Finale mit Elektroautos: Erwachsene sicherten per Fernbedienung, am Ende gab es den Miniflitzer-Pass.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf dem Kirchplatz herrschte vergangene Woche ungewöhnlich viel Verkehr. Bobbycars kurvten zwischen Verkehrsschildern hindurch, kleine Fußgänger warteten an der Ampel und mittendrin sorgten echte Polizisten dafür, dass aus dem spielerischen Verkehrsunterricht kein allzu großes Chaos wurde.
Drei Polizisten im Ruhestand und eine Ehefrau aus dem Landkreis Rottweil haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern im Vorschulalter die wichtigsten Regeln im Straßenverkehr näherzubringen. Das Projekt wird von der Verkehrswacht Baden-Württemberg organisiert, die Kosten übernimmt die Unfallkasse.
Ausprobieren statt zuhören
Dieses Mal waren die Kinder des St.-Maria-Kindergartens an der Reihe. Auf dem Kirchplatz wurde dafür eigens eine kleine Verkehrslandschaft aufgebaut – mit Verkehrsschildern, Ampel und Zebrastreifen.
Zunächst erklärten die erfahrenen Verkehrserzieher den Kindern, worauf es beim Überqueren einer Straße ankommt. Allerdings zeigte sich schnell, dass nicht jede Erklärung bei allen ankam. Einige Kinder verstehen laut Mitteilung die deutsche Sprache noch nicht ausreichend. Deshalb hieß es bald: ausprobieren statt zuhören.
Die Kinder wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte schlüpfte in die Rolle der Autofahrer und bekam jeweils ein Bobbycar. Die anderen Kinder waren als Fußgänger unterwegs.
Und schon ging es los. Auf dem kleinen Verkehrsübungsplatz war zunächst einiges los. Bobbycars fuhren kreuz und quer, Fußgänger waren unterwegs – ein kleines Verkehrschaos entstand. Zum Glück waren die echten Polizisten zur Stelle und konnten rechtzeitig eingreifen.
Rollentausch
Doch schon bei der zweiten Runde zeigte sich, dass die Kinder aufmerksam gelernt hatten. Die Fußgänger warteten brav vor der Ampel beziehungsweise am Fußgängerüberweg, bis sämtliche Bobbycars tatsächlich standen. Die kleinen Autofahrer wiederum reihten ihre Fahrzeuge ordentlich hintereinander auf und warteten, bis alle Fußgänger sicher die Straße überquert hatten.
Anschließend wurden die Rollen getauscht. Nun konnten auch die bisherigen Fußgänger ihre Fähigkeiten als kleine Autofahrer unter Beweis stellen.
Kleine Autos sorgen für großes Finale
Zum Abschluss wartete das absolute Highlight des Vormittags. Die Bobbycars wurden gegen kleine Elektroautos eingetauscht. Plötzlich kurvten kleine SUVs und Polizeiautos über den Kirchplatz.
Damit die Ausflüge der kleinen Fahrer sicher blieben, saß jeweils ein Erwachsener in der Nähe und hatte eine Fernbedienung für den Notfall dabei. Für die Zuschauer war allerdings kaum zu entscheiden, wer dabei mehr Spaß hatte: die Kinder am Steuer oder die Erwachsenen, die ihnen zuschauten. Am Ende gab es für die jungen Verkehrsteilnehmer noch eine besondere Erinnerung. Die kleinen Autofahrer erhielten ihren „Miniflitzer-Pass“ – inklusive Foto zum Mitnehmen nach Hause.