Firmenjubiläum Hardt: Flaig Magnetsysteme schont wertvolle Ressourcen

Firmenchef Horst Flaig (rechts) und Martin Herzog sind bereits mitten in den Vorbereitungen für die Halleneinweihung. Im Hintergrund ein großer Lasthebemagnet des Unternehmens.
DoldDie neue Produktionshalle mit einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern grenzt unmittelbar an das bereits bestehende Gebäude im Gewerbegebiet Feurenmoos an.
Ein Grund für den Neubau ist die Kreislaufwirtschaft: Flaig Magnetsysteme kauft mitunter die eigenen Produkte nach der Ablauf der Nutzungsdauer von Kunden zurück. Die kritischen Rohstoffe werden „upgecyclet“ – also wiederverwertet. „Unser Hauptprodukt ist kreislaufwirschaftsfähig und wird bei Rückgabe zu 100 Prozent wieder verwertet, sagt Geschäftsführer Horst Flaig. Außerdem sollte dieses Verfahren günstiger sein, als wenn die Produkte am Markt eingekauft werden müssen. „Dafür brauchen wir mehr Platz“, erzählt Flaig.
Der ökologische Aspekt spielte beim Bau der Halle eine Rolle. So erzeugt die 360 KW PV-Anlage mehr Energie, als das Unternehmen benötigt. Außerdem heizt eine neue Gemeinschaftswärmepumpe die Hauptgebäude umweltfreundlich. So werden wertvolle Ressourcen geschont.
Projekt in Danzig
Zudem gebe es immer größere Produkte und Bauteile, sagt er und verweist auf ein Leuchtturmprojekt für den Hafen in Danzig. Dort wurde ein 64 Tonnen-Elektromagnet ausgeliefert, der zum schweren Blechtransport eingesetzt wird. Diese Teile werden unter anderem zum Bau von Windkrafttürmen eingesetzt.
Leistungsstarke Magnete

Auch am Hafen in Danzig werden Lasthebemagnete von Flaig Magnetsysteme eingesetzt.
Foto: FlaigDie Wachstumsstory von Flaig Magnetsysteme in den vergangenen 25 Jahren ist überaus bemerkenswert. Elektrotechnikermeister Horst Flaig hatte schon Ende der 1990er-Jahre das richtige Gespür: So setzte er auf damals neue „Seltene-Erden-Magneten“. Diese kamen zu dieser Zeit neu auf und waren fünf Mal leistungsfähiger als alles, was damals auf dem Markt war.

Hier fing alles an: Die Garage beim Mönchhof war von 2000 bis 2005 die erste Produktionsstätte.
Foto: FlaigDie Erfolge stellten sich rasch ein und so erfolgte im Jahr 2005 der Umzug in die frühere Hardtschmiede an der St. Georgenerstraße.

Die ehemalige Hardtschmiede war bis 2020 die Heimat des Unternehmens.
Foto: SchuppAuch dort war das Unternehmen schnell an der Kapazitätsgrenze angelangt und so folgte im Jahr 2020 der nächste Umzug ins damals nagelneue Gewerbegebiet Feurenmoos.
Nun kommt bereits fünf Jahre später die neue Produktionshalle hinzu. „Die Handwerker haben tolle Arbeit geleistet“, lobt Horst Flaig.

In den vergangenen Monaten wurde viel gebaut.
Foto: SchuppEingeweiht wird das Ganze am Samstag, 5. Juli, zusammen mit den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Firmenbestehen. Zur Partynacht werden 250 Gäste aus mehr als 20 Ländern und fünf Kontinenten erwartet. Tagsüber sind die Kunden von Flaig Magnetsysteme sowie deren Mitarbeiter eingeladen.
Gute globale Auftragslage
Das Unternehmen beschäftigt mehr als 80 Mitarbeiter an den Standorten Hardt und am zweiten Werk in China. „Die Auftragslage ist gut, vor allem im internationalen Bereich“, so der Firmenchef. Etwa die Hälfte der Produkte gehen in den Export und dort vor allem in die Länder der EU, in die USA und nach Japan.
Deutschland schwächelt
Deutschland hingegen schwächele aufgrund der bekannten Probleme wie ausufernder Bürokratie, hohen Steuern und Energiekosten oder Fachkräftemangel. Deswegen seien derzeit einige Stellen im Unternehmen nicht besetzt, informiert Horst Flaig.
Auch der Personalmangel sei ein Grund für den Hallenneubau. So benötigten Maschinen mit einer höheren Automatisierung und weniger Personalbedarf mehr Platz.
Zu schaffen macht dem Unternehmen zudem die derzeitige Exportbeschränkung von Seltene-Erden-Magneten aus China. Das Land ist laut dem Unternehmen der einzige Lieferant für diesen wichtigen Basisrohstoff.

Im Vordergrund die neue Produktionshalle, dahinter das seit 2020 bestehende Firmengebäude.
Foto: SchuppFlaig Magnetsysteme ist aber längst ein weltweit anerkannter Hersteller von Magnetlösungen für die Industrie und in einigen Bereichen Weltmarktführer. Mit der neuen Halle ist das Unternehmen nun für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet.
