Fasnet in Hardt: Rolletag im Katzennest

Gänsehautstimmung: Die Katzen ziehen in die Halle ein.
ZiechausEin Rolletag an einem Samstag – besser kann im Katzennest Hardt kaum ein Januar zu Ende gehen. Zunftmeister Christian Thiel musste im Namen aller Katzen nicht lange rufen: „Steig Flamme empor, leuchte ins Land hinein und verkünde die Ankunft des Hornung.“
In ihrem Versteck kratzten die Katzen mit ihren Tatzen und säumten nicht länger, „zu feiern bei frohem Sange“. Die weißen Katzen tanzten um die sechs Symbole und füllten gemeinsam mit dem großen Rolle und den schwarzen Katzen den Platz vor den Katzenräten. Zusammen mit der Garde und den zahlreichen Zuschauern entstand ein dichtes Rund vor dem Vereinshaus. Zum zünftigen Spiel der Concordia tanzten die Katzenpaare den traditionellen Katzentanz – der Höhepunkt des Rolletags.
Zahlreiche Gastzünfte
Anschließend formierten sich Katzen, Gastzünfte und Musiker und zogen an den dicht gedrängten Besucherreihen am Rathaus vorbei in die Arthur-Bantle-Halle und die Zelte. Nach dem Einmarsch der Katzenzunft und der Begrüßung der Gäste folgte der Miesleauswurf.
Als Kumpels wurden die Steinreute Teufel begrüßt. Danach stellten sich die weiteren Gastzünfte vor: die Baronengilde aus Lackendorf, die Hoorige Hund aus Sulzbach, die Haldenhexen aus Schenkenzell, die Holzäpfel aus Dunningen, die Egehaddel, die Hecke-Pfiefer, die Schoaf-Hexen, die Pfrieme-Stumpe, die Halunken aus Halbmeil, die Serregeister und die Wurzelhexen.
Schwungvolle Polonaise
Für Begeisterung sorgte das mittlere Zunftballett, das sogar noch eine Zugabe zeigte. Die „No Names“ hatten mit DJ Kätzi einen bekannten Namen als Vorsänger dabei. Zu „Sweet Caroline“ führte Katzenrat Dirk schwungvoll eine Polonaise über die Bühne und legte gemeinsam mit einer Holzäpfel eine flotte Sohle aufs Parkett. Das animierte so sehr, dass der Hexentanz spontan zu einem gemeinsamen Tanz mit Hexen, Teufeln und Geistern umgebaut wurde.
Guggenmusik heizte ein
Die Härle-Goaschter der Baronen aus Lackendorf mussten sich etwas gedulden, bis sie an der Reihe waren. Die Musik aus Dunningen spielte zuvor beruhigend auf, ehe One2Step nochmals richtig losziehen konnten. Die Guggenmusik Pink Pämpärs ließ sich nicht aufhalten und heizte – frisch gewickelt – mit ordentlich Schmackes weiter ein.
Da war der Punk längst abgegangen in Zelt und Athletenhalle. Ein Rolle-Samstag auf dem Hardt findet eben so schnell kein Ende.