Ausstehende Zahlungen an Landwirte: Stadt Schramberg wehrt sich gegen Kritik nach Waldbrand

Bei der Bekämpfung des am 16. August in Schramberg ausgebrochenen Waldbrandes spielten die Landwirte eine wichtige Rolle.
Marius Daute/Feuerwehr Rottweil/dpa- Stadt Schramberg widerspricht Kritik zu Erstattungen nach dem Waldbrand in Schramberg.
- Verwaltung prüfte sofort die Rechtslage und informierte am 26. August 2026 per Mitteilung.
- Laufender Kontakt mit einem Vertreter der Landwirte – E-Mails und Telefonate laut Stadt.
- Übersicht zu Einsätzen ging am 4. September 2026 ein, Sätze des Maschinenrings am 17. September 2026.
- Für Auszahlungen fehlen teils Anschriften und Bankdaten; Feuerwehr erarbeitet Alarmkonzept.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zu unserer Berichterstattung „Landwirte warten immer noch auf ihr Geld“ und „Der Ärger brennt weiter“ über die ausstehenden Erstattungen nach dem Waldbrand nimmt nun die Stadt Schramberg mit einer Gegendarstellung Stellung. Sie widerspricht darin insbesondere den Darstellungen zur Dauer der Bearbeitung und zum Kontakt mit den betroffenen Landwirten.
Die Stadt habe unmittelbar nach dem Waldbrand die rechtlichen Voraussetzungen für eine Erstattung geprüft. Am 26. August 2026 veröffentlichte sie hierzu eine Pressemitteilung und informierte darin über die Erstattung sowie darüber, dass sich die betroffenen Landwirte bei der Stadt melden sollten.
Die Pressemitteilung sei zudem einem Vertreter der Landwirte zur Weitergabe an die betroffenen Personen übermittelt worden. „Seither stand die Verwaltung regelmäßig mit diesem Vertreter der Landwirte per E-Mail und telefonisch in Kontakt“, heißt es in dem Schreiben.
Stadt verweist auf fehlende Angaben
Ein Landwirt habe sich wegen der Erstattung von Dieselkosten bei der Stadt gemeldet. Ein Vertreter der Landwirte habe der Stadt die Übermittlung einer Übersicht angeboten. Diese Übersicht mit Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Tankgrößen sowie Arbeits- und Maschinenstunden ging am 4. September 2026 bei der Stadt ein. Die Stundenverrechnungssätze des Maschinenrings seien der Stadt am Abend des 17. September 2026 übermittelt worden.
Für die Vorbereitung der Anschreiben und die Überweisung der Erstattungen benötigt die Stadt nach eigenen Angaben die Anschriften und Bankverbindungen der betroffenen Landwirte. Diese Angaben lagen der Stadt am 7. Oktober noch nicht vollständig vor, heißt es weiter.
Dies sei dem Umstand geschuldet, dass ein solcher Waldbrand der erste dieser Größenordnung auf der Gemarkung gewesen sei und die Landwirte in der Umgebung noch nicht systematisch in ein Alarmierungssystem eingebunden seien. „Wie dies organisatorisch sinnvoll gestaltet werden könnte, erarbeitet die Feuerwehr derzeit.“
Die Stadt widerspreche daher der Darstellung, sie habe die Angelegenheit über einen Zeitraum von acht Wochen unbearbeitet gelassen oder keinen Kontakt zu den betroffenen Landwirten aufgenommen.
