Sommertour der SPD
: Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgerzentrums

Die Zeller Genossen suchen mit ihrer Sommertour das Gespräch mit Bürgern und Ortschaftsräten in Atzenbach, Riedichen und Gresgen
Von
red/pm
Zell
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Die Zeller Genossen machen auf ihrer Sommertour auch in Gresgen Station

Die Zeller Genossen machen auf ihrer Sommertour auch in Gresgen Station

Rainer Sütterle
  • SPD-Sommertour besucht Atzenbach, Riedichen und Gresgen – Fokus auf lokale Projekte.
  • Atzenbach: Behindertentoilette umgesetzt, Unterstand am Bolzplatz geplant, Tempo 40 begrüßt.
  • Riedichen: Eigenleistungen gelobt, marode Verbindungsstraßen kritisiert, Liste zur Priorisierung erfragt.
  • Gresgen: Photovoltaik fürs Bürgerzentrum oder die Schule geplant, 50.000 Euro im Haushalt vorgesehen.
  • Energy-Sharing soll Strom nutzen, Schlachthaus braucht Tötungsbucht, Umbau im Eingangsbereich nötig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Start war in Atzenbach, wo sich Ortsvorsteher Tobias Zimmermann mitsamt seinen Ortschaftsräten erleichtert zeigte, dass endlich die lang ersehnte Behindertentoilette verwirklicht wurde. Den letzten Anstoß dazu gab es von der SPD im Zuge der letztjährigen Sommertour, heißt es in einer Mitteilung der Genossen.

Der Arbeitskreis Grundschule tagte des Öfteren und wird in Kürze ein abgestimmtes Positionspapier vorlegen. Erfreut äußerte sich der Ortschaftsrat auch über den Fortschritt für den Unterstand beim Bolzplatz. Nach längerer Planungszeit soll das Projekt möglichst noch dieses Jahr umgesetzt werden, ein Gewinn vor allem für die Jugendlichen.

Als positiv wird auch Tempo 40 in der Ortsdurchfahrt angesehen. Diese Entscheidung vom Ortschaftsrat war absolut sinnvoll und richtig.

Kritik gab es in Richtung Landratsamt; beim allseits bekannten Schandfleck der Bauruine Ton-Ton geht es sehr schleppend bis gar nicht vorwärts.

Verbesserungspotenzial sieht man auch bei der Beschilderung zur Unterführung Radweg. Hier könnte man durch eine erweiterte Beschilderung das Gefahrenpotenzial erheblich senken.

Auch bezüglich der Küche der Atzenbacher Halle erweist sich der Ortschaftsrat als umtriebig. Damit es endlich nach jahrelangen Verzögerungen vorwärtsgeht, wurde nun die Eigeninitiative ergriffen. Man wird versuchen, aus dem Spassi-Park eine der bestehenden Küchen passend für die Halle zu erwerben und einzubauen.

Die Sommertour startete in Atzenbach.

Die Sommertour startete in Atzenbach.

Rainer Sütterle

Zweite Station an diesem Abend war Riedichen, wo Fraktionsvorsitzender Thomas Kaiser vorab einen Überblick über die allgemeine Situation der Stadt und ihrer Ortsteile gab. Ortsvorsteher Kai Berger lobte das Engagement seiner Einwohner, so wird doch vieles in Eigenregie erledigt und das Ortsbudget sinnvoll eingesetzt. Unter anderem wurde ein Brunnen instand gesetzt und mithilfe einer Patenschaft auch gepflegt. Zeitnah steht noch die Sanierung der Fensterfront im Bürgerhaus an.

Für großen Unmut sorgt der Zustand der Ortsverbindungsstraßen, die teilweise in einem desolaten Zustand sind. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, so hat jeder Bürger das Recht auf eine passable Zuwegung. Hier kam die Frage auf nach der vor Jahren erstellten Priorisierungsliste und dem Stand der Abarbeitung. Die SPD-Fraktion wird hierzu Rücksprache mit der Verwaltung nehmen.

Nach Meinung von Thomas Kaiser kann hier auch ein Teil des Sondervermögens eingesetzt werden, bevor es wieder zu jahrelangen Verzögerungen kommt.

Im Rahmen ihrer Sommertour machte die SPD auch Station in Gresgen. Thomas Kaiser wies in seinem Eingangsstatement auf die Bedeutung der jährlichen Sommertour hin. Anliegen der SPD-Fraktion sei es, die anstehenden Projekte auf den Außenorten aufzunehmen und in die anstehenden Haushaltsberatungen einzubringen und notwendige Zuschussanträge zu stellen. Das Ortsbudget, sagte Kaiser, gebe es seit mehr als 20 Jahren und es sei außerordentlich erfolgreich, da sich der bescheidene Geldbetrag, der in die Dörfer fließe, durch die hohe Eigenleistung, die erbracht werde, vervielfältige.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die geplante Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgerzentrums. Gemeinsam mit Ortvorsteher Peter Grether und Vertretern des Ortschaftsrates und interessierten Bürgerinnen und Bürgern informierten sich die Teilnehmer über den Planungsstand und diskutierten die Chancen des Projekts. Nachdem die Photovoltaikanlage auf der Grundschule Gresgen demontiert wurde, sehen die Stadträte David Kaiser und Claudia Dolzer die Notwendigkeit, entweder auf dem Dach des Bürgerzentrums oder auf der Grundschule eine neue Anlage zu montieren. Im Haushalt ist ein Ansatz von  50.000 Euro  für weitere Photovoltaikanlagen vorhanden, den man möglichst noch dieses Jahr ausschöpfen sollte, betonte Claudia Dolzer. David Kaiser wies auf die neu geschaffene Möglichkeit des Energy-Sharings hin, das heißt, der beispielsweise auf dem Dach der Grundschule erzeugte Strom könnte auch im Bürgerzentrum für das energieintensive Schlachthaus genutzt werden. Erwin Vollmer wies darauf hin, dass es bereits Pläne für eine Bestückung des Dachs gebe. Diese müssten auf dem Rathaus vorhanden sein.

Die geplante Photovoltaikanlage soll künftig einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung des Bürgerzentrums und der Grundschule leisten. Durch die Nutzung der Sonnenenergie können die Stromkosten gesenkt und gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die SPD begrüßt dieses Vorhaben ausdrücklich und sieht darin einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und klimafreundlichen kommunalen Infrastruktur. Das Thema Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden beschäftigt die SPD in Zell bereits seit mehreren Jahren.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass Investitionen in erneuerbare Energien nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch langfristig die kommunalen Haushalte entlasten können.

Ein weiteres großes Anliegen wurde der Runde vorgestellt. Das gut genutzte Schlachthaus soll ergänzt werden um eine sogenannte Tötungsbucht. Hiermit sollen die Schlachtungen für die Tiere stressfreier ablaufen. Allerdings ist hierzu auch ein größerer Umbau im Eingangsbereich des Schlachthauses erforderlich.

Rainer Sütterle bedankte sich bei allen Beteiligten für die interessanten Gespräche. Die Sommertour zeige einmal mehr, wie wichtig der persönliche Dialog vor Ort ist, um gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft der Ortschaften zu entwickeln, heißt es abschließend.