Bezirkstag im Oberen Wiesental
: Die Rolle der Landfrauen steht in Aitern im Mittelpunkt

Dass die Landfrauen einen besonderen Stellenwert hätten, zog sich durch die Ansprachen zum Landfrauenbezirkstag in Aitern durch wie ein roter Faden.
Von
Ulrike Jäger
Schönau
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Im Publikum und auf der Bühne gibt es auch Männer beim Landfrauenbezirkstag in Aitern, hier CDU-Kreisvorsitzender Stefan Glaser bei seiner Ansprache.

Ulrike Jäger

Wenn die Landfrauen ihren Bezirkstag abhalten, ist eine volle Halle garantiert. So auch am Samstag, als die Landfrauen Aitern in die Belchenhalle eingeladen hatten. Bekannt für ihre Backkünste, hatten sie eine große Zahl an Kuchen und Torten im Angebot für ihre Gäste.

Darunter befanden sich auch einige Männer, wie Kreisrat Peter Schelshorn, Aiterns Bürgermeisterstellvertreter Ludwig Becker und der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Glaser. Irmtraud Strohmeier vom Bezirk Oberes Wiesental bedankte sich in ihrem Grußwort bei den Aiterner Landfrauen für die Gestaltung des Tags und freute sich, dass so viele Gäste gekommen waren.

Die Landfrauen hätten einen besonderen Stellenwert, so Strohmeier. Christina Müller sagte dass so viele aktive Frauen ein großes Geschenk seien. Sie war in Vertretung der Präsidentin des Landfrauenverbands Südbaden Christiane Wangler gekommen. Müller trug ein buntes Schleifchen am Revers, das anlässlich des Internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft von den Vereinten Nationen herausgegeben wurde. „Ohne Frauen hat die Landwirtschaft keine Zukunft“, sagte sie.

Sie zeigte sich gespannt, mit wem man nun nach den Landtagswahlen über ihre politischen Forderungen verhandeln würde. Diese wollte CDU-Kreisvorsitzender Stefan Glaser mit nach Stuttgart nehmen, darunter die Sicherung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, der Infrastrukturen für Beruf und Familie im ländlichen Raum, den Bürokratieabbau und Bestrebungen, die Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen. Glaser dankte allen Landfrauen: es sei großartig, was sie leisteten. Er kritisierte das Vorhaben der Bundesregierung, die kostenlose Mitversicherung der Ehefrauen in der Krankenversicherung abzuschaffen.

Claudia Hoch: Wichtigkeit der Landfrauen betont

Auch Claudia Hoch, stellvertretende Fachbereichsleiterin Landwirtschaft und Naturschutz, die in Vertretung von Landrätin Marion Dammann gekommen war, betonte die Wichtigkeit der Landfrauen. Die Gemeinschaft der Landfrauen sei hoch angesehen, sie würden große Verantwortung in den landwirtschaftlichen Betrieben mittragen und brächten sich im Dorf ein, sagte Hoch und dankte für das große Engagement im Landkreis.

Über „Glück und Zufriedenheit – durch Eigenverantwortung und Selbstliebe“ sprach Susanne Friede im Anschluss und begeisterte die Besucher mit ihren Ausführungen. Die aus Bad Krozingen stammende Beraterin ist Coach, Trainerin für Achtsamkeit, Entspannungstrainerin für Autogenes Training und Beraterin für lösungsorientiertes Stressmanagement.

Die Suche nach dem Glück

Sie nahm das Publikum mit auf die Suche nach dem Glück, und gleich bei der ersten Frage in die Runde, wer denn glücklich sei, gingen nach einigem Zögern doch viele Hände hoch. Glück sei eines der stärksten Gefühle, doch würden viele dem großen Glück hinterher jagen und würden das kleine übersehen, sagte Friede.

Um das Glücksgefühl zu schärfen, genügten die kleinen Dinge des Lebens. Man solle dieses bewusst wahrnehmen, und die Lebenszeit als kostbar betrachten.

Liebevolle Beziehungen zu Menschen seien ebenso wichtig wie Empathie, Dankbarkeit und Liebe. Auch Zufriedenheit und Gelassenheit gehörten dazu. Dies seien Empfindungen, die auch wieder zurückkämen. Negativen Stress solle man vermeiden, den Tag positiv begrüßen.

Friede: „Das Glück beginnt im Kopf“

„Wenn Sie morgens aufstehen, sehen Sie in den Spiegel und lächeln Sie“, rief sie die Gäste auf. „Lächelt sooft Ihr könnt, zum Beispiel auch im Straßenverkehr“, forderte sie das Publikum auf, was heiteres Gelächter im Saal hervorrief. Selbstfürsorge, Selbstwirksamkeit und Glücksempfinden könne man trainieren, „Glück beginnt im Kopf“.

Auf die Frage in die Halle „Wer ist der wichtigste Mensch in Eurem Leben?“ kam am Ende des rund einstündigen Vortrags ein einhelliges und lautes „Ich“.

Mit einem Lächeln im Gesicht dankte Susanne Friede ihrem Publikum, das sich im Anschluss noch weiter über die verschiedenen Thesen austauschte.

Info: Die Landfrauen Albtal feiern am 16. Mai in der Albtalhalle in Immeneich ihr 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird ein großer Backwettbewerb ausgeschrieben. Nähere Informationen unter @landfrauen_albtal.

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