Vorstand im Kreis Rottweil: CDU rückt weitgehend unbekannte Krankheit in den Fokus

Monika Schneider (links), die Moderatorin des Gesprächs, mit Susanne Sommer (Mitte) und Stefan Teufel
CDU- CDU-Kreisvorstand thematisiert FASD und Rettungsschwimmen im Kreis Rottweil.
- Susanne Sommer warnt: Alkohol in der Schwangerschaft schädigt schon in kleinen Mengen.
- Land stellt 250.000 Euro für Prävention und Aufklärung bereit – „9 Monate. 0 Alkohol.“
- CDU beriet über Stimmung vor Landtagswahlen und Wege, Vertrauen zu stärken.
- Rettungsschwimmprojekt: Samstag, 26. September, 12 bis 18 Uhr, aquasol Rottweil.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit der Fetalen Alkohol Spektrumstörung (FASD), einer in weiten Teilen noch unbekannten, aber weit verbreiteten Krankheit ungeborener Kinder, beschäftigte sich der CDU-Kreisvorstand in seiner jüngsten Sitzung im Gasthaus Ratsstube in Dunningen. Kreisvorsitzender Stefan Teufel hatte Susanne Sommer von der Fachberatung Jugendhilfe FASD Hilfe eingeladen, zu berichten, welch verheerende Auswirkungen der Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft haben kann.
Die erschreckende Zahl: Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 10.000 Kinder mit FASD geboren. Die betroffenen Kinder können oft ein Leben lang den Alltag nicht bewältigen.
Prävention und Aufklärung
Der Hintergrund: Bei einer Veranstaltung in Schenkenzell hatte Annette Hauer den CDU-Politiker auf FASD hingewiesen, und dieser hatte über die CDU-Landtagsfraktion bewirkt, dass das Angebot individueller Hilfe für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien weitergeführt und erweitert werden kann. So hat das Land Baden-Württemberg bereits 250.000 Euro für den Ausbau von Präventionsangeboten und die Aufklärung über die Risiken von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft zur Verfügung gestellt.
„Es geht nicht um Schuldzuweisung“, sagte Susanne Sommer bei ihrem Vortrag, „es geht um Hilfe und um das Wissen, dass auch kleine Mengen oder ein gelegentlicher Alkoholkonsum das Ungeborene schädigen können.“
Mit der Devise „9 Monate. 0 Alkohol. 100 % Schutz“ soll das Projekt Aufklärung leisten und allen Beteiligten deutlich machen, was der Alkoholkonsum bei Ungeborenen bewirkt. Eindrücklich schilderte Susanne Sommer den Alltag mit ihrem eigenen Pflegekind, das heute 20 Jahre alt ist und sich auf der Stufe einer Zwölfjährigen befindet.
Aktuelle Herausforderungen
Darüber hinaus hat sich der CDU-Kreisvorstand mit der aktuellen politischen Situation und den daraus entstehenden Herausforderungen für die Gesellschaft auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen dabei die Stimmungslage angesichts der Landtagswahlen, die weiteren politischen Aufgaben der CDU sowie die Frage, wie Vertrauen in die politische Arbeit gestärkt werden kann.
„Die Rückmeldungen aus dem Kreisverband sind bei uns angekommen. Wir müssen zuhören, Probleme ernst nehmen und daraus konkrete politische Arbeit ableiten“, betonte der CDU-Kreisvorsitzende.
Bedeutung von Schwimmunterricht
Weiterhin stellte Mitgliederreferentin Simone Hezel das Rettungsschwimmprojekt des CDU-Kreisverbandes vor, das am Samstag, 26. September, im aquasol in Rottweil stattfindet. Der Handlungsbedarf ist groß: Nach Angaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) kann jedes fünfte Grundschulkind in Deutschland nicht schwimmen. Dabei hat sich der Anteil im Jahr 2022 gegenüber 2017 von zehn auf 20 Prozent verdoppelt. Rund 58 Prozent der Kinder galten am Ende der Grundschulzeit nicht als sichere Schwimmer. Auch die Zahlen zu tödlichen Badeunfällen unterstreichen die Bedeutung von Schwimmfähigkeit und Wasserrettung: 2025 ertranken in Deutschland 393 Menschen; in Baden-Württemberg waren es 43.
Das Projekt richtet sich an alle Interessierten, unter dem Motto „Wasser erleben. Sicher lernen.“ am Samstag, 26. September, zwischen 12 und 18 Uhr im aquasol in Rottweil dabei zu sein und bei den Übungen mitzumachen.