Vertrag unterschrieben: Knaller in Rottweil – Stadt kauft das Park- und Geschäftshaus

Das Park- und Geschäftshaus am Kriegsdamm spielt eine wichtige Rolle in der Stadt.
OttoIn der ansonsten nicht sehr spektakulären Ausschusssitzung am Mittwoch gibt Oberbürgermeister Christian Ruf die Nachricht bekannt: Die Stadt Rottweil hat das Park- und Geschäftshaus am Kriegsdamm erworben. 159 Parkplätzen gehören nun ihr.
Die Stadt zielt damit auf die langfristige Stärkung der Innenstadt und die Verbesserung der Parkmöglichkeiten im innenstadtnahen Umfeld ab, wie es in der dazugehörigen Pressemitteilung heißt.
Über den Preis wird Stillschweigen gewahrt, wie OB Christian Ruf in der Ausschusssitzung betonte.
Wichtiger Impuls für die Innenstadt
„Neben dem Umbau des Alten Spitals in ein Hotel und dem Bau der Fußgängerhängebrücke setzen wir durch den Kauf des Geschäfts- und Parkhauses am Kriegsdamm einen weiteren wichtigen Impuls zur Belebung der historischen Innenstadt“, so der OB. Bisherige Eigentümerin ist die TCW GmbH mit Sitz im niederbayerischen Atting.
Der Gemeinderat hatte den Kauf in einer Klausurtagung bereits beschlossen. Am Mittwoch wurde der Kaufvertrag geschlossen und die Mieter der Geschäftsräume informiert.
Förderungen und Mieteinnahmen
Für den Kauf erhält die Stadt eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg. Darüber hinaus sind im stätischen Haushalt Gelder für Sanierungsmaßnahmen eingeplant, die ebenfalls zu einem erheblichen Teil durch Fördergelder finanziert werden, so die Stadt. Die Mieteinnahmen sollen die laufenden Kosten decken.
In dem Gebäude Kriegsdamm 7 sind neben dem Lebensmittelgeschäft und dem Discounter im unteren Geschoss auch ein Imbiss und ein Sportgeschäft eingemietet. Profiteur vom Kauf der Stadt ist zudem der Stadtjugendring im Obergeschoss, dessen Standort gestärkt werde, so Ruf.
Ein Herzstück
Das Parkhaus, das Herzstück des Parkierungsschwerpunkts Nord ist, soll gemeinsam mit dem Parkhaus Groß’sche Wiese bewirtschaftet werden. „ Wir rechnen mit Synergieeffekten“, so Bürgermeisterin Ines Gaehn.
Als erster Schritt soll das Parkhaus nutzerfreundlicher werden. Eine schrankenlose Zufahrt sowie Kennzeichenerkennung sollen eingeführt werden.
In einem zweiten Schritt sollen die Parkdecks heller und einladender gestaltet werden. Auch der Aufbau von Ladesäulen ist geplant.
Der Oberbürgermeister ist überzeugt: „Die Stadt hat nun den Schlüssel zur weiteren Entwicklung am Nägelesgraben in der Hand und kann das Parkhaus samt Umfeld mit dem neuen Zentralen Umsteigepunkt für den Busverkehr zukunftsfähig entwickeln.“
