Rottweil bangt um Gäubahn
: „Das ist ein herber Schlag für die Menschen“

Stuttgart 21 soll erst 2031 fertig werden. Die Oberbürgermeister an der Gäubahnstrecke zeigen sich abermals fassungslos und warnen dringend vor der Kappung.
Von
Corinne Otto
Kreis Rottweil
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OB Christian Ruf

OB Christian Ruf hat bei der drohenden Gäubahn-Kappung auch die Landesgartenschau 2028 im Blick.

Stadt Rottweil/Hermann
  • Verzögerung bei Stuttgart 21: Fertigstellung erst 2031 – OBs entlang der Gäubahn sind fassungslos.
  • Rottweils OB Christian Ruf fordert Verlässlichkeit und den Erhalt der Direktanbindung.
  • Keine Kappung ohne Alternative, lautet die gemeinsame Erklärung der Oberbürgermeister.
  • Ruf: Direkte Verbindung bis zur Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs, auch für die Landesgartenschau 2028.
  • Forderung an Bahn, Projektpartner und Land: Klarer, verbindlicher Plan für die Führung der Gäubahn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auch Rottweils Oberbürgermeister Christian Ruf ist Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung der OBs angesichts der erneuten Verzögerung.

Dass Stuttgart 21 erst 2031 fertig wird, diese Nachricht sei „für viele Menschen entlang der Gäubahn ein herber Schlag“, so Ruf. „Wir brauchen endlich Verlässlichkeit statt immer neue Verschiebungen. Solange es aber keine funktionierende Alternative gibt, muss die direkte Anbindung an den Stuttgarter Kopfbahnhof erhalten bleiben“, fordert er gemeinsam mit seinen OB-Kollegen.

Das heiße: Keine Kappung ohne Alternative! „Eine mögliche Kappung darf deshalb erst nach 2031 erfolgen, wenn sie überhaupt notwendig ist. Das würde dann auch während der Landesgartenschau 2028 eine umsteigefreie Fahrt zwischen Stuttgart und Rottweil ermöglichen“, so der Rottweiler OB. Die Unsicherheit müsse jetzt ein Ende haben: „Die Deutsche Bahn und die Projektpartner stehen in der Verantwortung, für Klarheit und Verlässlichkeit zu sorgen.“

Wie geht es weiter?

Für die Oberbürgermeister entlang der Gäubahn stellt sich jetzt eine zentrale Frage: Wie geht es nach dem „Donnerschlag“, also der Nachricht über die erneute Verzögerung, konkret mit der Gäubahn weiter?

In dem Schreiben heißt es: „Wir fordern die Deutsche Bahn und die Projektpartner auf, beim kommenden Lenkungskreis Stuttgart 21 nicht nur allgemein über neue Zeitpläne für den Tiefbahnhof zu informieren, sondern konkret und verbindlich darzulegen, wie die Gäubahn bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs und bis zur späteren Anbindung über den Pfaffensteigtunnel geführt werden soll.“

Die Gäubahn müsse mindestens bis zur tatsächlichen Eröffnung des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 direkt an den Stuttgarter Kopfbahnhof angebunden bleiben, so die Forderung. Eine vorzeitige Kappung der bestehenden Direktverbindung sei den Fahrgästen nicht zuzumuten.

Die Oberbürgermeister entlang der Gäubahn erklären gemeinsam: „Solange der Tiefbahnhof Stuttgart 21 nicht tatsächlich in Betrieb ist, muss der direkte und umsteigefreie Anschluss der Gäubahn an den Stuttgarter Kopfbahnhof erhalten bleiben. Wer Bahnfahren attraktiver machen will, darf funktionierende Verbindungen nicht vorzeitig kappen. Für uns gilt: Erst eine belastbare und verlässliche Alternative, dann eine Veränderung der bestehenden Anbindung. Nicht umgekehrt!“

Auch der Koalitionsvertrag der Landesregierung sei hier eindeutig: Bis zur Realisierung des Pfaffensteigtunnels muss eine attraktive Anbindung der Landeshauptstadt durch die Gäubahn sichergestellt werden. Eine Unterbrechung der Direktanbindung Singen/Zürich vor Inbetriebnahme von Stuttgart 21 darf es nicht geben.

Nicole Razavi in der Pflicht

„Wir sehen deshalb die Landesregierung und die neue Verkehrsministerin Nicole Razavi als Projektpartner in der Verantwortung, diese Zusage gemeinsam mit der Deutschen Bahn umzusetzen. Die Menschen entlang der Gäubahn brauchen keine weiteren Vertröstungen, sondern einen verbindlichen, nachvollziehbaren und abgestimmten Zeitplan.“

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