Regionale Wirtschaft
: Mehr Vertrauen statt Bürokratie

Der Abgeordnete Andreas Braun spricht mit Vertretern der regionalen Wirtschaft.
Von
red/pm
Kreis Rottweil
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Landtagsabgeordneter Andreas Braun (von links), die Unternehmerinnen Tanja Broghammer und Carolin Deberling sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez treffen sich in den Räumlichkeiten der Villinger Markenagentur Gruppe Drei zum Austausch.

Landtagsabgeordneter Andreas Braun (von links), die Unternehmerinnen Tanja Broghammer und Carolin Deberling sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez treffen sich in den Räumlichkeiten der Villinger Markenagentur Gruppe Drei zum Austausch.

Putschbach
  • Politik und Wirtschaft fordern weniger Bürokratie und mehr Verlässlichkeit für Unternehmen.
  • Andreas Braun spricht mit IHK-Vertretern und Unternehmerinnen in Villingen-Schwenningen.
  • Einigkeit über zu viele Berichtspflichten – Unternehmen sollen spürbar entlastet werden.
  • Beispiel aus dem Handel: Gefährdungsbeurteilungen gelten als überbordend, Vertrauen wird verlangt.
  • Weitere Anliegen: Stärkere Sprach- und Leseförderung sowie ein Wertekanon für das Land.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Politik und Wirtschaft sind sich einig: Es braucht weniger Bürokratie und mehr Verlässlichkeit. Darüber sprach Andreas Braun mit Unternehmern und Kammervertretern. Am Tisch sitzen an diesem Vormittag in Villingen-Schwenningen Thomas Albiez, der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, deren Vizepräsidentin Carolin Deberling, gleichzeitig Geschäftsführerin der Villinger Markenagentur Gruppe Drei, Tanja Broghammer, Broghammer Mode, sowie der direkt gewählte Landtagsabgeordnete des Wahlkreises, Andreas Braun (CDU).

Zu Beginn der Legislatur möchte man sich über Ziele und Wünsche austauschen. Sehr weit sind die Anwesenden gar nicht voneinander entfernt. Das wurde an diesem Vormittag schnell deutlich. „Wir müssen jetzt auf allen Ebenen vorankommen“, macht Andreas Braun deutlich. Dazu gehöre auch das Effizienzgesetz. Er ist sich mit den Unternehmern einig, es gebe zu viele Berichtspflichten und andere Vorgaben. Unternehmen müssen unbedingt entlastet werden.

Gefahren im Einzelhandel

Tanja Broghammer führt beispielhaft die regelmäßig zu erstellende Gefährdungsbeurteilung auf. „Ich wusste bis dahin gar nicht, wie gefährlich es ist, im Einzelhandel zu arbeiten“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. „Unternehmen brauchen Verlässlichkeit“, gibt Thomas Albiez dem Abgeordneten Andreas Braun mit auf den Weg. Man brauche in dieser Zeit der „durchwachsenen Konjunkturlage“ keine Schwarzmalerei, aber Themen müssten klar benannt und angegangen werden. Die Politik müsse liefern. Nicht der kleinste gemeinsame Nenner sei gefragt, sondern es müssten große Schritte gegangen werden.

Mit dieser Forderung läuft er bei Andreas Braun offene Türen ein. Es gelte die Frage zu beantworten: „Was fällt jetzt ganz konkret an Vorgaben weg?“, betont dieser. Man müsse die Kraft aufbringen weniger zu regulieren. Den Unternehmern müsse wieder mehr Vertrauen entgegengebracht werden. Dem schließt sich Carolin Deberling an. „Unternehmer handeln verantwortungsvoll“, ist sie überzeugt. Man habe das Gefühl, dass „die Bürokratie ein gelebtes Misstrauen gegen die Unternehmer“ verkörpere. Sie sieht aber noch viel mehr Themen, die im Land angegangen werden müssten. Die Bildung müsse sich unbedingt der Sprach- und Leseförderung annehmen, so Carolin Deberling unter Hinweis auf die jüngste Pisa-Studie. Thomas Albiez fordert einen Wertekanon für das Land. Wertevermittlung sei für ein gutes Zusammenleben in der Gesellschaft essenziell, sagt er. „Wir brauchen kein Verständnis, wir brauchen Lösungen“, fordert Tanja Broghammer abschließend.

Andreas Braun betont, daran wolle er sich messen lassen. Er könne zwar nicht versprechen, dass man im Land 100 Prozent der Themen umsetze, der Bürger müsse aber merken, „dass wir nicht nur quatschen, sondern, dass wir etwas verändert bekommen.“