Ortsmitte Mariazell
: Wie der Ortskern aufgewertet werden soll

Mit dem Aus- und Umbau der Pfarrgasse, des Rathausplatzes und der Hauptstraße verfolgt die Gemeinde Eschbronn mehrere Ziele.
Von
red/pm
Eschbronn-Mariazell
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ortsmitte mariazell febr. 2026

Die Ortsmitte von Mariazell soll saniert werden.

Herzog
  • Eschbronn plant die Sanierung der Ortsmitte von Mariazell – Ziel: mehr Sicherheit und Qualität.
  • Hauptstraße: Bushaltestellen wandern in die Pfarrgasse, Querungshilfen und Tempo 30 sind geplant.
  • Birkengasse: Gemeinde prüft zusätzliche Querungshilfe für den Weg aus dem Neubaugebiet Hoberten.
  • Pfarrgasse wird umgebaut, teils Einbahn und verkehrsberuhigt, Gebäude Pfarrgasse 14 soll weichen.
  • Rathausplatz verliert Parkplätze und soll als Aufenthaltsbereich dienen, Förderungen sind zugesagt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Folgende Ziele werden angestrebt: die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Aufenthaltsqualität im Ortskern zu verbessern und den öffentlichen Raum künftig besser an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen.

Grundlage für das Vorhaben ist ein Gestaltungskonzept des Büros BLU Architekten, auf dessen Basis das Büro SSW die Verkehrsplanung entwickelt hat. Die Konzepte wurden mit den zuständigen Behörden und den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt. Im Rahmen der Bürgerversammlung am 12. Mai wurden die Planungen vorgestellt und diskutiert.

Mehr Sicherheit für Fußgänger in der Hauptstraße

Bei einer erneuten öffentlichen Auslegung in den vergangenen Wochen hatten die Einwohner Gelegenheit, ihre Hinweise und Vorschläge einzubringen. Die eingegangenen Anregungen werden im weiteren Planungsprozess geprüft und, soweit möglich, berücksichtigt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Verkehrskonzepts ist die Verlagerung der Bushaltestellen in die Pfarrgasse. Dadurch sollen in der Hauptstraße Maßnahmen ermöglicht werden, die insbesondere die Sicherheit für Fußgänger verbessern.

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Die derzeitige Verkehrssituation ist durch eingeschränkte Sichtverhältnisse geprägt. Kurven und die vorhandene Kuppe erschweren es, den Verkehr rechtzeitig zu überblicken. Im Bereich des Rathauses ist deshalb eine Querungshilfe in Form einer Mittelinsel vorgesehen. Voraussetzung dafür wäre der Verzicht auf die Linksabbiegespur.

Zusätzliche Querungshilfe an der Birkengasse wird geprüft

Zusätzlich soll im Bereich der Eschbachparkplätze ein Fußgängerüberweg entstehen. Für den Abschnitt zwischen der Eschbachstraße und der Langen Gasse empfiehlt der Verkehrsplaner eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometern. Dies entspricht auch einer seit 2014 in regelmäßigen Abständen von der Gemeinde vorgetragenen Forderung an die Untere Straßenverkehrsbehörde.

Ein weiteres Anliegen aus der Bürgerschaft betrifft die Fußwegverbindung zwischen dem Neubaugebiet Hoberten und der Ortsmitte. Sowohl im Rahmen einer Vorstellung der Planung beim Verein Bürger für Eschbronn als auch durch Hinweise von Eltern aus dem Neubaugebiet Hoberten wurde die Bedeutung der Birkengasse als wichtige Verbindung für Fußgänger hervorgehoben.

Angeregt wurde daher, im Bereich der Einmündung der Birkengasse in die Hauptstraße eine zusätzliche Querungshilfe einzurichten. Der Gemeinderat hat den Verkehrsplaner beauftragt, zu untersuchen, ob und in welcher Form eine solche Lösung an dieser Stelle umgesetzt werden kann. Damit soll geprüft werden, wie die Sicherheit für Fußgänger auf dieser wichtigen Verbindung weiter verbessert werden kann.

Pfarrgasse soll zum verkehrsberuhigten Bereich werden

Auch der Ausbau der Pfarrgasse ist ein zentraler Bestandteil der Ortskernsanierung. Um bestehende Engstellen zu entschärfen und mehr Gestaltungsspielraum zu schaffen, ist der Abbruch des Gebäudes Pfarrgasse 14 vorgesehen.

Entlang der historischen Friedhofsmauer soll künftig eine Einbahnstraßenregelung gelten. Der gesamte Bereich zwischen dem Dorfladen und der Zufahrt zur Mühlbachhalle ist als verkehrsberuhigter Bereich vorgesehen. Ziel ist es, die Pfarrgasse stärker als gemeinschaftlich genutzten Straßenraum zu gestalten und die Bedürfnisse von Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern besser miteinander in Einklang zu bringen.

Rathausplatz soll an Aufenthaltsqualität gewinnen

Im Zuge der Sanierung soll der Rathausplatz eine neue Funktion erhalten. Künftig soll er stärker als beruhigter Aufenthaltsbereich wahrgenommen und genutzt werden können. Hierzu ist vorgesehen, einzelne Parkplätze aus dem Platzbereich zu verlagern.

Die Neugestaltung soll dazu beitragen, die Ortsmitte insgesamt aufzuwerten und einen öffentlichen Raum zu schaffen, der nicht ausschließlich durch den Verkehr geprägt ist. Vielmehr sollen zusätzliche Möglichkeiten zum Verweilen und zur Begegnung entstehen und damit die Aufenthaltsqualität im Ortskern nachhaltig gestärkt werden.

Grundstücke gesichert

Die Grundstücke, die nach aktuellem Planungsstand für die Umsetzung des Gestaltungs- und Verkehrskonzepts erforderlich sind, wurden bereits erworben. Für Teile der Maßnahme liegen zudem bereits konkrete Förderzusagen vor. Darüber hinaus prüft und verfolgt die Gemeindeverwaltung weitere Fördermöglichkeiten, um die Finanzierung des Gesamtprojekts zu unterstützen.

Mit der weiteren Ausbauplanung wurde das Büro BIT aus Villingen-Schwenningen beauftragt. Auf Grundlage der bisherigen Konzepte und der eingegangenen Anregungen soll die Planung nun weiter konkretisiert und auf die bauliche Umsetzung vorbereitet werden.

Die Sanierung der Ortsmitte Mariazell ist damit ein wichtiger Schritt hin zu einem sichereren, attraktiveren und lebendigen Ortskern. Die bisherigen Planungen zeigen, wie Verkehrssicherheit, Funktionalität und Aufenthaltsqualität künftig stärker miteinander verbunden werden sollen. Die Hinweise aus der Bürgerschaft bleiben dabei ein wichtiger Bestandteil des weiteren Planungsprozesses.