Sanierungsprojekt „Mariazell Ortsmitte“: Planungen für die Neugestaltung der Ortsmitte gehen in die nächste Phase

Beim Sanierungsgebiet Ortsmitte Mariazell steht für die Gemeinde Eschbronn besonders der Ausbau der Pfarrgasse und die Umgestaltung des Rathausplatzes im Mittelpunkt.
Herzog- Eschbronn plant die Aufwertung der Ortsmitte Mariazell – Fokus auf Pfarrgasse, Rathausplatz, Hauptstraße.
- Hauptstraße: Bushaltestellen entfallen, zentrale Haltestelle in der Pfarrgasse und Querungshilfe geplant.
- Pfarrgasse wird teils Einbahnstraße; Rückbau schafft Platz für Wohnungen und bessere Verkehrsführung.
- Rathausplatz soll weniger Parkplätze erhalten und als Treffpunkt aufgewertet werden.
- Geplant sind neue Parkplätze, Tempo 30, möglicher Zebrastreifen sowie Baubeginn im kommenden Jahr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit dem Sanierungsprojekt „Mariazell Ortsmitte“ strebt die Gemeinde Eschbronn eine umfassende Aufwertung des Ortskerns von Mariazell an. Im Mittelpunkt des Projekts stehen der Bereich Pfarrgasse, Rathausplatz und Hauptstraße. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu verbessern, das Umfeld aufzuwerten, die Erschließung zu optimieren und gleichzeitig neue attraktive Aufenthaltsbereiche und auch zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
Aktuell hängen bis einschließlich 16. Oktober die aktuellen Planunterlagen im Rathaus aus, damit sich die Bürgerschaft über den aktuellen Planungsstand informieren und sich erneut einbringen kann.
Eine Querungshilfe soll entstehen
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Planungen liegt auf der Verbesserung der Verkehrssituation, insbesondere im Bereich der Hauptstraße. Die Bushaltestellen an der Hauptstraße sollen aufgehoben und durch eine zentrale Bushaltestelle in der Pfarrgasse ersetzt werden. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, zwischen dem Rathaus und dem ehemaligen Standort von Mode Preuss eine Querungshilfe zu errichten. Die Pfarrgasse soll künftig zwischen dem Rathausplatz und der Zufahrt zur Mühlbachhalle als Einbahnstraße geführt werden.
Durch den Abbruch des ehemaligen Schwesternhauses wird einerseits die Möglichkeit geschaffen, die Verkehrsverhältnisse in der Pfarrgasse zu verbessern und diese auszubauen. Andererseits entsteht mit dem Rückbau des Kindergartengeländes und des -gebäudes Platz für attraktive Wohnungen mitten im Ortskern zu schaffen. Die ursprünglich geplante Platzsituation auf dem Grundstück des ehemaligen Schwesternhauses ist zwischenzeitlich vor dem Eingangsbereich der Mühlbachhalle und des Gemeindehauses St. Markus geplant. Dort ist auf Raum für Einrichtungen des Gemeinbedarfs vorgesehen.
Neue Parkplätze geplant
Mit der Umgestaltung soll vor allem auch der Aufenthalt in der Ortsmitte attraktiver gestaltet werden. Dies gilt in besonderem Maß für den Rathausplatz, der aktuell als Parkplatz genutzt wird. Vorgesehen ist in diesem Bereich eine Reduzierung der Parkplätze, um hier einen attraktiven Treffpunkt zu schaffen. Im Gegenzug sollen nach der Planung neue Parkplätze in der Verlängerung des Dorfladens und an der Zufahrt zur Mühlbachhalle entstehen.
Zur weiteren Verbesserung der Fußgängersicherheit sieht das Planungsbüro SSW aus Ludwigsburg einen Fußgängerüberweg von der Pfarrgasse zu den Parkplätzen an der Eschbachstraße vor. Das Landratsamt Rottweil führt hierzu derzeit eine Verkehrszählung durch und prüft, ob hinsichtlich des Verkehrsaufkommens die rechtlichen Voraussetzungen für die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs erfüllt sind. Die Planung des Büros SSW sieht außerdem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde auf der Hauptstraße zwischen Lange Gasse und Brücke vor.
Für die Umsetzung des Projekts konnte der erforderliche Grunderwerb bereits weitgehend getätigt werden. Neben den Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm wurde der Gemeinde für die Maßnahme zusätzlich ein Förderbetrag von 800.000 Euro aus dem Ausgleichstock bewilligt.
Trotz der Förderungen stellt das Vorhaben für die Gemeinde eine sehr große finanzielle Herausforderung dar. Durch die aktuelle Entwicklung der Gemeindefinanzen sowie den Umstand, dass nach den umfangreichen Investitionen und größeren Projekten der vergangenen Jahre die Eigenmittel stark begrenzt sind, geht die Gemeinde mit diesem Projekt erneut an ihre Belastungsgrenze.
Baubeginn im kommenden Jahr geplant
Der Gemeinderat soll voraussichtlich noch im Oktober über die Gestaltungs- und Verkehrsplanung entscheiden. Mit dem Beschluss soll der Startschuss für die detaillierte Ausbauplanung gegeben werden. Ziel der Gemeinde ist es, die weiteren Planungsschritte anschließend zügig voranzutreiben, sodass noch im kommenden Jahr mit ersten Baumaßnahmen begonnen werden kann.
