OB Ruf zur Gäubahn: Verzögerung bei S21 – und in Rottweil wächst die Sorge

Die Entwicklungen auf der Gäubahn bleiben nicht absehbar. (Archivfoto)
HeidepriemMit großer Sorge nimmt Rottweils Oberbürgermeister Christian Ruf Berichte zur Kenntnis, wonach sich die Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Bahnhofs erneut verzögert.
„Für Rottweil ist klar: Eine Kappung der Gäubahn, während der neue Stuttgarter Bahnhof noch gar nicht in Betrieb ist, wäre für unsere Region nicht hinnehmbar“, so Ruf in einem Statement.
„Die zuletzt kommunizierten Zeiträume rücken ohnehin bereits gefährlich nah an das Jahr 2028 heran – ein Jahr, in dem wir mit der Landesgartenschau ein Großereignis ausrichten, zu dem zahlreiche Gäste auch aus Richtung Stuttgart klimafreundlich mit der Bahn anreisen sollen. Gerade der Bahnhof in unmittelbarer Nähe zum Gelände bietet dafür ideale Voraussetzungen“, so Ruf.
Gäubahn unverzichtbar
Wie der OB betont, wäre es völlig unverständlich, „wenn unsere Region abgeschnitten würde, bevor die neue Infrastruktur überhaupt genutzt werden kann“. Sollte sich der Start von Stuttgart 21 weiter verzögern, dann müsse als logische Konsequenz auch die Kappung der Gäubahn entsprechend nach hinten verschoben werden.
„Die Gäubahn ist für Berufspendler wie Reisende im Fernverkehr unverzichtbar und muss verlässlich funktionieren. Wir erwarten von der Deutschen Bahn eindeutige Aussagen und Planungssicherheit. Die Menschen entlang der Gäubahn – und wir als Stadt Rottweil – brauchen Verlässlichkeit, keine zusätzlichen Unsicherheiten“, so Ruf.