Neues Projekt nach Neckarline: Jetzt plant der Erbauer der Rottweiler Hängebrücke schon die nächste

So soll die neue Hängebrücke am Rhein aussehen.
Eberhardt Bewehrungsbau- Investor der „Neckarline“ plant eine neue Hängebrücke bei Boppard am Rhein.
- Die Brücke über das Ewigbachtal soll 310 Meter lang und 63 Meter hoch werden.
- Ziel ist eine touristische Attraktion mit Blick auf die Rheinschleife – auch zur Bundesgartenschau.
- Der Gemeinderat startete die planungsrechtliche Vorbereitung, Entscheidung steht noch aus.
- Es gibt Debatten vor Ort; Eberhardt kaufte bereits die Sesselbahn zum künftigen Einstieg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Man könnte meinen, Günter Eberhardt und sein Brückenprojektleiter Roland Haag hätten nach dem Mammutprojekt „Neckarline“ in Rottweil erst einmal genug vom kräftezehrenden Brückenbau. Doch weit gefehlt. Sie haben schon das nächste Projekt fest im Visier.
Und wo? Nachdem Eberhardt bei der Einweihung der „Neckarline“ in Rottweil geheimnisvoll verlauten ließ, er habe da noch etwas in petto, ist die Katze jetzt aus dem Sack. In Boppard am Rhein soll eine neue Hängebrücke gebaut werden.
Wieder so ein Mammutprojekt wie in Rottweil? „Nein, deutlicher kleiner“, betont Eberhardt, Chef des Unternehmens Eberhardt Bewehrungsbau mit Sitz in Riedlingen, im Gespräch mit unserer Redaktion. So etwas wie die „Neckarline“ in Rottweil gebe es kein zweites Mal, sagt er.
Die Zielrichtung ist jedoch hier wie dort dieselbe: Die neue Hängebrücke über das Ewigbachtal bei Boppard, direkt in einer Rheinschleife, soll zur neuen touristischen Attraktion für das Mittelrheintal werden und neue touristische Impulse bringen. 310 Meter lang und 63 Meter hoch soll die Brücke werden und die Besucher mit einem besonderen Panorama über die Rheinschleife anlocken.

Hier am Rhein soll die neue Hängeseilbrücke zwei Anhöhen in rund 63 Metern Höhe verbinden.
Datwarapper/HolwegerIm Visier hat man, wie Verlautbarungen der Stadt Boppard zu entnehmen ist, zudem die Bundesgartenschau, die 2029 in der Region stattfinden wird und bei der die Hängebrücke ein besonderes Highlight darstellen soll.
Es soll schnell gehen
Das ist ein Zeichen dafür, dass es mit der Realisierung dieser Hängebrücke deutlich schneller gehen soll als in Rottweil, wo sich die Planungen zur Neckarline bekanntlich über viele Jahre zogen. Noch ist allerdings auch am Rhein nichts beschlossen. Der Gemeinderat hat nun zumindest die planungsrechtliche Vorbereitung der Errichtung der „Hängebrücke Boppard“ mehrheitlich auf den Weg gebracht.
Derweil gibt es Medienberichten zufolge Diskussionen in der Bevölkerung: Die einen sehen eine große Chance für die Region, die anderen befürchten zusätzliche Belastungen für den Verkehr und die Bewohner sowie weiteren Infrastrukturbedarf, den dann die Stadt tragen müsste. Unter anderem ist im Gespräch, dass für die zu erwartenden Gäste ein neues Parkhaus gebaut werden soll.
Sesselbahn ist schon gekauft
Dass Günter Eberhardt und sein Team in Sachen Realisierung zuversichtlich sind zeigt die Tatsache, dass Eberhardt die Sesselbahn, die jetzt schon Touristen hinauf zum Gedeonseck und damit zum künftigen Hängebrückeneinstieg hoch über dem Rhein führt, bereits gekauft hat.
Für den Bau der neuen Hängebrücke - die vierte nach der „Wildline“ in Bad Wildbad, der „Blackforestline“ in Todtnau und der „Neckarline“, stehen rund sechs Millionen Euro an Investition im Raum. Gut die Hälfte dessen also, was die Rottweiler Hängebrücke ungefähr gekostet haben dürfte.
