Neue Attraktion in Rottweil
: Nach der Hängebrücke soll es jetzt eine Mega-Kugelbahn geben

Rottweil soll eine weitere Attraktion bekommen: Eine große Kugelbahn-Anlage ist geplant. Wie die aussehen soll, wird jetzt im Detail vorgestellt.
Von
Corinne Otto
Rottweil
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Hochturm Rottweil

Rund um den derzeit eingerüsteten Hochturm in Rottweil soll die neue Kugelbahn-Anlage entstehen.

Otto
  • Rottweil plant eine große Kugelbahn-Anlage mit zehn Bahnen rund um den Hochturm.
  • Der Gemeinderat entscheidet am Mittwoch im Ratssaal über die vorgestellte Planung.
  • Themen sind Trinkwasser, Neckar, Flussökologie und Wasserkraft, ergänzt durch Infotafeln.
  • Zwei Zugänge sind an Schramberger Straße und Flöttlinstorstraße vorgesehen – familienfreundlich.
  • Kosten liegen bei 190.650 Euro, 60 Prozent Förderung bewilligt; Sponsoring soll Eigenanteil decken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es sieht vielversprechend aus, was dem Gemeinderat da am kommenden Mittwoch vorgelegt wird: Eine große Kugelbahn-Anlage, bestehend aus zehn verschiedenen Bahnen, die jede Menge Spielspaß mit interessantem Wissen rund ums Thema Wasser verknüpft, ist geplant.

Das Ganze – entwickelt von den „Erlebnismachern“ der Hochkant GmbH – soll rund um den Hochturm verwirklicht werden. Unter schattenspendenden Bäumen geht es dann den Kugelbahnen entlang durch die Parkanlage. Sofern der Gemeinderat am Mittwoch der Planung zustimmt.

Familienfreundliche Anlage

Für die Umsetzung hatte die Stadt  2025 einen Leader-Förderantrag zur touristischen Weiterentwicklung gestellt – und das Projekt wurde ausgewählt. Das Hochturmgelände eigne sich aufgrund seiner stadtnahen Lage, der hohen Aufenthaltsqualität und des überwiegend schattigen Verlaufs in besonderer Weise für eine familienfreundliche Kugelbahn-Anlage, so die Stadtverwaltung.

Zwei Start-/Endpunkte an der Schramberger Straße und an der Flöttlinstorstraße sind vorgesehen, von wo die Besucher durch die Parkanlage am Hochturm geführt werden. Die neue Attraktion für Groß und Klein soll zusätzliche Impulse für Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt setzen. Ein Ansatz, der  auch bei der Hängebrücke - freilich ein Projekt von anderer Dimension - ganz oben stand, und der sich seit deren Einweihung bereits in der Stadt deutlich bemerkbar macht.

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So soll eine der zehn geplanten Kugelbahnen aussehen. Hier geht es um das Thema Trinkwasser, und wie es zu den Menschen kommt.

Entwurf hochkant GmbH

Im Blick steht auch nun wieder die Landesgartenschau 2028, , doch die Kugelbahn-Anlage soll ebenso wie die vielen anderen Projekte natürlich auch über diesen Zeitraum hinaus einen dauerhaften Mehrwert für die Rottweiler Bevölkerung, die Innenstadt und den Tourismus schaffen, heißt es.

Trinkwasser, Neckar und das Leben am Fluss

Im Entwurf werden die verschiedenen Stationen detailliert vorgestellt. Die Bahnen bestehen vorwiegend aus Lärchenkanthölzern sowie HPL-Schichtstoffplatten, verbunden durch  Edelstahlelemente, und werden ganz individuell mit vielen thematisch passenden Details sowie Infotafeln gestaltet.

Da geht es unter anderem um das Trinkwasser in Rottweil - samt ehemaligem Wasserturm und markanten Rottweiler Häusern, zu denen die Kugel dann rollt - es geht um den Verlauf des Neckars, das Leben am Flussufer, Flussökologie, Fischarten und Wasserkraft. Die Kugeln für das neue Spielerlebnis gibt es laut Planung gegen einen geringen Betrag an zwei Kugelautomaten. Außerdem sollen sie nach Möglichkeit im örtlichen Einzelhandel zu haben sein.

Vandalismus im Blick

Was die Wartung des Ganzen angeht ist vermerkt, dass – soweit es die Konstruktion und Statik zulässt – alle Komponenten einzeln austauschbar sind.  Alle verwendeten Materialien seien strapazierfähig und würden mit Blick auf Vandalismus solide verbaut.

Ein Bewertungsgremium hatte drei mögliche Angebote geprüft und bewertet. Die Hochkant GmbH hatte mit 99,84 von 100 möglichen Punkten das wirtschaftlichste Angebot und das beste Bewertungsergebnis erzielt und bereits den Zuschlag erhalten.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 190.650 Euro. Die bewilligten Fördermittel reduzieren bei einer Förderquote von 60 Prozent den städtischen Eigenanteil auf 77.760 Euro. Die Stadt geht aktuell davon aus, dass die verbleibenden Eigenmittel voraussichtlich durch ein Sponsoring gedeckt werden können.

Was der Gemeinderat dazu sagt, wird sich am Mittwoch, 22. Juli, ab 17 Uhr im Ratssaal zeigen. Anwohner haben bereits Bedenken geäußert. Diese sollen „im weiteren Umsetzungsprozess geprüft“ und  soweit möglich berücksichtigt werden.