Neckartal in Rottweil
: Über die Bahngleise – 300-Tonnen-Kran setzt Brückenteile ein

Schwere Last direkt über den Bahngleisen: In Rottweil hat ein Spezialkran jetzt die Teile für die neue Brücke im Neckartal eingesetzt.
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(red/pm)
Oberndorf
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Aufwendiger Brückenschlag im Neckartal: Mit einem Spezialkran wurden tonnenschwere Brückenbauteile für die neue Duttenhofer-Brücke eingesetzt.

Foto: Stadt Rottweil/Ralf Graner Photodesign

Wichtiger Meilenstein beim Neubau der Duttenhofer-Brücke im Neckartal: Am vergangenen Wochenende hat die ausführende Baufirma Peter Gross Bau aus Bösingen im Auftrag der Stadt Rottweil die Beton-Fertigteile eingesetzt. Ein 300-Tonnen-Mobilkran hob  sechs massive Brückenträger ein – jeder davon rund 17 Meter lang und 25 Tonnen schwer, wie die Stadt mitteilt.

Die Arbeiten erfolgten während einer vorab geplanten Unterbrechung des Zugbetriebs auf der Gäubahn am Wochenende. Seit Montagmorgen rollen die Züge wieder.

„Der erfolgreiche Einhub der Brückenträger ist ein sichtbarer Fortschritt beim Neubau der Brücke an der Duttenhoferstraße“, sagt Oberbürgermeister Christian Ruf. „Es ist beeindruckend, wie reibungslos und präzise die tonnenschweren Elemente an ihrem Platz eingesetzt wurden. Mein Dank gilt der ausführenden Firma, den beteiligten Ingenieuren und Fachkräften. Der planmäßige Verlauf bestätigt, dass wir mit diesem wichtigen Infrastrukturprojekt für unsere Stadt auf einem sehr guten Weg sind.“

Einzigartige Technik

Zuvor wurden bereits die Brückenwiderlager aus bewehrter Erde und Ortbeton fertiggestellt – eine innovative Technik, die bislang einzigartig in Baden-Württemberg ist.

Die neue Duttenhofer Brücke ersetzt den Vorgängerbau aus dem Jahr 1936, der im Herbst 2024 fristgerecht abgebrochen worden war. Für den Abbruch hatte die Stadt Rottweil auf nachhaltige Methoden gesetzt: Der Betonbruch wurde als Schottermaterial aufbereitet, Bodenaushub teilweise zum Teil im neuen Straßendamm wiederverwendet.

Der Brückenschlag ist geschafft.

Foto: Stadt Rottweil/Ralf Graner Photodesign

Auch beim Neubau wird laut Mitteilung ressourcenschonend gearbeitet. Durch die moderne Bauweise mit bewehrter Erde kann der Einsatz von Beton reduziert und die Bauzeit verkürzt werden. Die Stützwände und Steilböschungen lassen sich zudem begrünen, sodass sich das Bauwerk in die Landschaft einfügt.

Mit dem Neubau wird nicht nur die Verkehrsverbindung im Rottweiler Neckartal zwischen der Innenstadt und dem Industrie- und Gewerbegebiet Berner Feld verbessert: Die Brücke bietet künftig auch Platz für Fußgänger und Radfahrer und wird Teil der Radwegeverbindung bis ins Landesgartenschau-Gelände am Fuß der historischen Innenstadt.

Parallel zu den Brückenarbeiten gehen auch die Arbeiten an der Straße und dem Rad- und Fußweg im Neckartal weiter: Die Kanalarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, derzeit wird die Neckarböschung mit bewehrter Erde gesichert. Damit liegt das Projekt im vorgesehenen Zeitplan.

Bau stark vom Wetter abhängig

Projektleiter Sebastian Jauch von der städtischen Abteilung Tiefbau betont: „Der planmäßige Einhub der Brückenträger ist ein weiterer wichtiger Schritt in diesem Großprojekt. Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten liegen wir weiterhin voll im Zeitplan.“ Dennoch wird es noch einige Zeit dauern, bis die Brücke für den Verkehr frei gegeben werden kann: „Arbeiten zur Brückenabdichtung sind stark witterungsabhängig und können in den Wintermonaten nicht durchgeführt werden. Wenn alles weiter nach Plan läuft und das Wetter mitspielt ist mit einer Fertigstellung im Herbst 2026 zu rechnen.“

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