Neckarline in Rottweil: Schwer kranke Heike Hirt genießt die Momente auf der Hängebrücke

Heike Hirt mit ihren Begleitern und Neckarline-Projektleiter Roland Haag (Zweiter von links) sowie Standortleiterin Nicola Bax (links) vor der Hängebrücke in Rottweil
HomeBrace Germany- Heike Hirt mit ALS besuchte die Hängebrücke Neckarline in Rottweil und genoss den Ausflug.
- Sie wird beatmet, nutzt einen E‑Rollstuhl und kommuniziert über einen augengesteuerten PC.
- Eine Spezialbrille von HomeBraceGermany ermöglicht ihr, den Rollstuhl nur mit den Augen zu steuern.
- Das Team um Projektleiter Roland Haag unterstützte den Brückenbesuch – auch andere kamen gut vorbei.
- Hirt will Ängste vor Technik nehmen und ermutigt Betroffene, neue Hilfsmittel geduldig zu erlernen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Heike Hirt lebt mit der unheilbaren Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Proteine verkleben die Nervenbahnen in der Gehirnrinde und im Rückenmark. Das führt dazu, dass die Nervenbahnen keine Impulse mehr an die Muskeln geben können. So verliert man mit der Zeit die Beweglichkeit, die Sprache und die Atmung. Im Kopf bleibt man immer noch geistig voll fit.
Heike wird beatmet, sitzt im E-Rollstuhl und kann nur noch mit Hilfe eines augengesteuerten PC kommunizieren. Sie hat, wie sie berichtet, keine Angst vor Technik und hat unzählige Stunden geübt, mit den Augen zu schreiben. Gespräche, Vorträge, E-Mails, WhatsApp, Facebook, YouTube und viele anderen Dinge sind kein Problem mehr für sie. „Es geht alles langsamer, aber es funktioniert und das ist das Wichtigste“, schreibt sie.
Rollstuhl wird mit den Augen gesteuert
Ein besonderes Highlight ist für Heike eine Spezialbrille der Firma HomeBraceGermany, mit der man auch den Rollstuhl nur mit Augen fahren und verstellen kann. Dafür muss der Kopf fest fixiert sein. Der Blick steuert die Richtung. Das erfordert Konzentration, doch auch das meistert Heike mittlerweile großartig. Diese Hilfsmittel geben ihr ein großes Stück an Selbstständigkeit zurück, auf die sie nicht mehr verzichten möchte, wie sie schreibt.
Heike Hirt möchte auch anderen Patienten, Angehörige und dem Pflegepersonal Mut machen, sich mit den neuen technischen Hilfsmitteln – wie die Augensteuerung für die Kommunikation und das Fahren und Verstellen von einem E-Rollstuhl – zu beschäftigen. Um so mehr ist sie dankbar, dass es viele Hilfsmittel gibt, die das Leben wieder lebenswerter machen können. „Das Einzige, was erforderlich ist, dass man geduldig mit den Angehörigen, dem Pflegepersonal und ganz besonders mit sich selbst ist“, so ihr Rat.

Heike Hirt strahlt auf der Hängebrücke Neckarline in Rottweil.
HomeBrace Germany GmbHHeike hat sich für das Team der Firma HomeBrace für ein Interview, Filme und Fotos zur Verfügung gestellt. Das Ziel ist es, Ängste vor den technischen Hilfsmitteln zu nehmen.
Und sie hat sich auf Empfehlung von Anja Rudolf von der Volkshochschule einen ganz besonderen Drehort, nämlich die Hängebrücke Neckarline in Rottweil herausgesucht.
Aufgeregt und glücklich
Mit Unterstützung vo Projektleiter Roland Haag und seinem Team ging es nach dem Interview auf und über die Hängebrücke. Heike war aufgeregt und letztlich glücklich, wie gut es funktioniert hat. Obwohl ein E-Rollstuhl sehr kompakt ist, können andere Besucher ohne Probleme an dem Rollstuhl vorbeikommen. Die Ausbuchtungen auf der Neckarline ermöglichen auch den Rollstuhlfahrern, den Blick auf die Sehenswürdigkeiten von der Hängebrücke aus zu genießen.
Für Heike war es auf jeden Fall ein besonderer, erlebnisreicher und beeindruckender Tag, den sie auch ihrer Tochter Susanne zu verdanken hat. Susanne und ein Pflegeteam unterstützen Heike in allen ihren Unternehmungen.