Kreisverband Rottweil: CDU ehrt Wolf-Rüdiger Michel und verurteilt Verhalten von Jens Spahn

Stefan Teufel (rechts) bedankt sich bei Wolf-Rüdiger Michel für dessen jahrzehntelanges Wirken und seinen großen Einsatz.
King- CDU-Kreisverband Rottweil würdigte Ex-Landrat Wolf-Rüdiger Michel für 24 Amtsjahre.
- Stefan Teufel hob Weitsicht, Integrität und berufliche Bildung als zentrale Verdienste hervor.
- Ehrenurkunde, Ehrennadel und ein Geschenk wurden überreicht – Michel zeigte sich bewegt.
- Kreisvorstand erklärte: Verhalten von Jens Spahn bei Leihmutterschaft nicht vereinbar mit CDU-Werten.
- Maria-Lena Weiss zur Krankenhausreform: Weg ist richtig, doch Baden-Württemberg fordert Nachbesserungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
24 Jahre lang prägte Wolf-Rüdiger Michel als Landrat die Entwicklung des Landkreises Rottweil, seit 50 Jahren gehört er der CDU an. Im Rahmen der Sitzung des CDU-Kreisvorstands würdigte der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Teufel den ehemaligen Landrat mit einer persönlichen Laudatio und dankte ihm für sein jahrzehntelanges Wirken.
„An das ‚a. D.‘ muss ich mich erst noch gewöhnen“, eröffnete Teufel seine Ansprache. Er würdigte Michel als eine Persönlichkeit, die den Landkreis mit Weitsicht, Integrität und großer Gestaltungskraft geprägt habe. Mit Mut, Überzeugungskraft und politischem Geschick habe er auch anspruchsvolle Herausforderungen erfolgreich gemeistert und wichtige Zukunftsprojekte auf den Weg gebracht.
Besonders hob Teufel die Verdienste des ehemaligen Landrats im Bereich der beruflichen Bildung hervor: „Es ist auch zu einem großen Teil dein Verdienst, dass wir heute über ein leistungsfähiges Berufsschulwesen im Landkreis verfügen.“ Dieses sei ein wesentlicher Standortvorteil für Wirtschaft und junge Menschen gleichermaßen.
Ehrennadel für Michel
Als Zeichen der Anerkennung überreichte der CDU-Kreisverband Michel eine Ehrenurkunde, die Ehrennadel des Kreisverbandes sowie ein persönliches Geschenk. Sichtlich bewegt bedankte sich der Geehrte für die Auszeichnung.
Von Beginn seiner Amtszeit an habe er sich im Landkreis Rottweil willkommen und gut aufgenommen gefühlt. Seine Herkunft aus Schwenningen habe ihm dabei geholfen, mit der nötigen Distanz und gleichzeitig mit einem guten Verständnis für die Region an seine Aufgaben heranzugehen: „Ich kam aus der direkten Nachbarschaft und konnte meine Arbeit dennoch unvoreingenommen aufnehmen.“ Mit lang anhaltendem Beifall brachten die Mitglieder des Kreisvorstands ihre hohe Wertschätzung für Wolf-Rüdiger Michel und seine Verdienste um den Landkreis sowie die CDU zum Ausdruck.
Verhalten Spahns passt nicht zu Werteverständnis
Im Anschluss befasste sich der CDU-Kreisvorstand mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stand die Debatte über die geltende Rechtslage zur Leihmutterschaft. In einem einstimmig gefassten Beschluss stellte das Gremium klar, dass das Verhalten des damaligen CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn aus Sicht des Kreisvorstands nicht mit dem Werteverständnis der CDU vereinbar sei.
Krankenhausreform ist Thema
Ein weiterer Schwerpunkt war die Gesundheits- und Krankenhausreform. Die Bundestagsabgeordnete Maria-Lena Weiss erläuterte den aktuellen Stand der Reform und machte deutlich, dass mit der anstehenden Strukturreform der nächste entscheidende Schritt folgen werde. Ihr Fazit: „Der eingeschlagene Weg ist richtig.“ Dieser Einschätzung schloss sich Stefan Teufel an. Zugleich machte er deutlich, dass aus Sicht Baden-Württembergs bei der Krankenhausreform noch einzelne Nachbesserungen erforderlich seien, um insbesondere die medizinische Versorgung im ländlichen Raum dauerhaft zu sichern.
Einigkeit bestand darüber hinaus darin, dass in den kommenden Monaten grundlegende Reformen in den Bereichen Pflegeversicherung, Alterssicherung und Sozialstaat notwendig sind. Stefan Teufel und Maria-Lena Weiss betonten abschließend, dass die politische Ausgangslage heute deutlich stabiler sei als noch vor einem Jahr: „Wir gehen mit Zuversicht in die Sommerwochen und wissen, dass noch wichtige Aufgaben vor uns liegen.“