Gymnasium in Rottweil
: Agri-Photovoltaik und  Livestream im Garten

Der Energiegarten des Leibniz-Gymnasiums Rottweil ist für sein Nachhaltigkeitskonzept mit dem Lions aRWard ausgezeichnet worden. Und es ist nicht der erste Preis.
Von
red/pm
Rottweil
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Freude über die Auszeichnung des Energiegartens: Die Schüler der Klasse 10b des Leibniz-Gymnasiums gemeinsam mit Schulleiterin Silke Pach, NWT-Lehrer Norbert Kleikamp, Carsten Brüner, Vorstand der Volksbank Rottweil und Willi Schmidt als Vertreter des Lions-Club.

Leibniz-Gymnasium
  • Energiegarten des Leibniz-Gymnasiums Rottweil erhält den Lions aRWard für Nachhaltigkeit.
  • Aus Schulgarten wurde Lernort mit Hochbeeten, Sandarium, Bienenhotel und artenreichem Teich.
  • Schüler entwickeln Agri-Photovoltaik, Farmbot-Bewässerung und eine solarbetriebene Teich-Livestream-Cam.
  • Wassermanagement mit Regenwasser und Ultraschallsensor, dazu Windkraft und Solarmodule für Autarkie.
  • Klasse 10b wird belohnt, Rest des Preisgelds fließt in Erweiterungen – Fokus auf Landesgartenschau.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Was einst als Schulgarten begann, hat sich inzwischen zu einem vielseitigen Lern- und Forschungsort entwickelt. Durch die langjährige Pflege von Lehrerin Claudia Winterhalder entstanden Hochbeete, ein Sandarium, ein Bienenhotel und ein artenreicher Schulteich. Für seinen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt wurde der Garten bereits vom Landschaftserhaltungsverband als „Biodiversitätsmacher“ ausgezeichnet.

Mit dem Projekt „Energiegarten“ geht das Leibniz-Gymnasium nun einen Schritt weiter. Unter der Leitung von Melina Schwarz, André Wendel und Norbert Kleikamp verbinden Schüler Natur, Technik, Biodiversität und erneuerbare Energien. In vier Teilprojekten entwickeln sie Lösungen, die den Schulgarten nachhaltiger machen und zugleich praktische Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge ermöglichen.

Unterwasser-Forschung

Ein Schwerpunkt liegt auf der sogenannten Agri-Photovoltaik. Eine Modellanlage ermöglicht es, auf derselben Fläche Pflanzen anzubauen und gleichzeitig Solarstrom zu erzeugen. Schüler haben dort Erdbeeren gepflanzt und arbeiten an einem „Farmbot“, der die Hochbeete künftig mithilfe des selbst erzeugten Stroms bewässern soll.

Auch der Schulteich wird zum Forschungsprojekt. Mit der „LG-Schulteich-Cam“ wollen die Jugendlichen das bislang verborgene Leben unter der Wasseroberfläche sichtbar machen. Dafür entwickeln sie ein Kamerasystem auf Basis eines Raspberry Pi, das mit Solarstrom und Akku betrieben wird. Die Bilder sollen künftig per Livestream im Schulhaus zu sehen sein.

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Ein weiteres Teilprojekt beschäftigt sich mit dem Wassermanagement. Gesammeltes Regenwasser soll genutzt werden, um den Teich bei Trockenheit aufzufüllen. Ein Ultraschallsensor erfasst dabei den Wasserstand. Ergänzt wird das Konzept durch eine selbst entwickelte Windkraftanlage und Solarmodule, die Energie liefern und Wetterdaten erfassen. Langfristig soll der Schulgarten dadurch möglichst unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben werden können.

Bei einer Führung im Juni stellten die Schüler ihre Arbeiten im Energie- und Schulgarten vor und zeigten, wie aus Unterrichtsinhalten konkrete technische Lösungen entstehen können.

Fokus auf Landesgartenschau

Die Auszeichnung ist zugleich eine Anerkennung für das Engagement der beteiligten Jugendlichen. Insbesondere die Klasse 10b hat zum Erfolg des Projekts beigetragen. Als kleine Belohnung für ihre Leistung darf sich die Klasse auf ein gemeinsames Pizza-Essen freuen. Der übrige Teil des Preisgeldes wird in Erweiterungsmodule für den Energiegarten investiert.

Schulleiterin Silke Pach sieht in dem Projekt ein Beispiel dafür, wie sich schulisches Lernen und nachhaltiges Handeln miteinander verbinden lassen. Die Schüler könnten hier eigene Ideen entwickeln, technische Lösungen erproben und gleichzeitig Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen.

Mit Blick auf die Landesgartenschau soll der Energiegarten künftig nicht nur der Schulgemeinschaft offenstehen. Auch Besucher sollen die Möglichkeit erhalten, die verschiedenen Projekte kennenzulernen und zu erleben, wie erneuerbare Energien, moderne Technik und Artenvielfalt zusammenwirken.