Gesundheit in Flözlingen: Ärzteversorgung beschäftigt die Menschen

Jens Hauser (von links), Nadine Rottler, Matthias Seelinger-Bick, Frank Hauser, Joachim Decker, Thomas Michael Bausch, Florian Müllhäuser, Daniel Karrais und Manfred Haas
SiebersFlözlingens Ortsvorsteher Thomas Bausch, Mitglieder des Ortschaftsrats und Vereinsvertreter informierten den FDP-Landtagsabgeordneten Daniel Karrais über zentrale Herausforderungen des Zimmerner Ortsteils. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der geplante Radweg nach Zimmern, die Busanbindungen sowie die medizinische Versorgung.
„Seit über zehn Jahren setzen wir uns für den Radweg zwischen Flözlingen, dem Gewerbegebiet InKom und Zimmern ein, jetzt liegt eine Detailplanung vor“, berichtet Ortsvorsteher Bausch. Daneben war angedacht einen weiteren Antrag aus der Bundesförderung „Stadt und Land“ zu stellen, so Bausch. Das Bundesförderprogramm sei jedoch vor kurzem eingestellt worden.
Hunderttausende Euro für Bus
Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, verweist auf das Sondervermögen des Bundes: „In Baden-Württemberg werden zwei Drittel des Landesanteils aus dem 500-milliardenschweren Wundervermögen an die Gemeinden gegeben. Die Kommune kann entscheiden, was sie mit diesem Geld macht“. Dies könne den Wegfall der Bundesförderung ersetzen.
Auch die Busanbindung ist Thema. Viele Menschen im Ort wünschten sich, dass das bestehende Angebot ausgebaut wird, so Ortsvorsteher Bausch. Momentan könne man sich nur eingeschränkt mit Bussen bewegen. Karrais, der auch im Kreistag aktiv ist, stellt klar, dass die Wirtschaftlichkeit ein Hemmnis für die Ausweitung der Buslinien im ländlichen Raum ist: „Eine Buslinie kostet schnell mehrere hunderttausend Euro pro Jahr und es sitzt trotzdem fast niemand drin“.
Kinderärzte fehlen
Das sei für die finanziell belasteten Kommunen und den Landkreis oft nicht zu stemmen. „Ich bin skeptisch, ob wir mit Halbstundentakt im ländlichen Raum mehr Leute zum Umstieg auf den Bus bewegen. Den Ausbau von Anrufbussen, die nach Bedarf fahren, hält Karrais daher für die sinnvollere Variante, um dem Bedarf zu begegnen.
Sorgen bereite zudem der Mangel an Kinderärzten, wie Ortschaftsrat Jens Hauser berichtet. Seit der Schließung mehreren Kinderarztpraxen fehle es an einem Angebot in der Nähe. Im Kreistag habe die FDP die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) angestoßen, das Ärzte mehrerer Fachrichtungen anstellt. „Das Hauptproblem ist die verfehlte Gesundheitspolitik des Bundes.“, erklärt Karrais.