BIK in Dietingen
: Die Benjeshecke kann nun wachsen und gedeihen

Auf einfache und kostengünstige Weise erschafft die Bürgerinitiative Keltenberg eine Benjeshecke am Schreckenberg in Dietingen. Diese spezielle Hecke bieten viele Vorteile für Mensch und Natur.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Vorstandsmitglieder der BIK Josef Scheible und Peter Sauset (blaue Jacke) erschaffen eine Benjeshecke am Schreckenberg.

BIK

In der Hauptversammlung der Bürgerinitiative Keltenberg (BIK) war es dem Verein laut Mitteilung wichtig als „Grünes Gewissen“ in Dietingen zu agieren – nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten. Die Vorstandsmitglieder Peter Sauset, Josef Scheible und Albert Scheible haben am Schreckenberg, ganz in der Nähe des Dietinger Pilgerkreuzes, deshalb eine Benjeshecke angelegt.

Auf verschiedenen Flächen wurden in den letzten Jahren Heckenbereiche unsachgemäß bodeneben beseitigt, anstatt abschnittsweise auf den Stock gesetzt, um das Nachwachsen optimal zu sichern. Infolgedessen keimen am Schreckenberg, wo bereits seit mehreren Jahre kahle Flächen im bisherigen Heckenbereich sind, nur vereinzelt die Schlehenhecken wieder auf.

Deshalb hat sich die BIK wieder an die Aktionen vor fast 30 Jahren erinnert, wo sie im Autobahnbereich am Schreckenberg Obst-Baumschnitt-Hecken als Lärmschutz geschaffen hatten.

Unter- und Initialpflanzungen

Albert Scheible und Peter Sauset nehmen die Unter- und Initialpflanzung für die Benjeshecke vor, während Josef Scheible sie mit landwirtschaftlichen Maschinen unterstützt.

Die Methode ist nach Hermann Benjes benannt, der Ende der 80-iger Jahre beschrieb, wie auf einfache und kostengünstige Weise Hecken erschaffen werden können. Das Prinzip lautet wie folgt: Man nimmt Gehölzschnitt von Obstbäumen, Sträuchern, Zweige sowie dünnen Gehölzschnitt und schichtet diesen locker aufeinander.

Unterstützt werden kann dieses Vorgehen durch Initialpflanzungen, also dem Setzen von Hecken- und Stäuchersetzlingen. Die Folge ist, dass diese geschützte Fläche ein idealer Lebensraum für Kleintiere und Vögel wird.

Nicht von heute auf morgen

Durch Windflug und Samen aus dem Kot von rastenden Vögeln und dort lebenden Tieren können dann Gehölze und Hecken heranwachsen. Dass das funktioniert hat die BIK vor über 20 Jahren schon in der Nähe der Autobahn erfolgreich erprobt.

Die BIK wartet nun ab, da dieser Prozess nicht von heute auf morgen geht. Aber trotzdem viel schneller, als wenn diese ungewollten Hecken-Brachen ungeschützt liegen blieben.

Da die BIK Vorstandsmitglieder an vielen Stellen im Bereich der Benjeshecke Teile einer nahe liegenden Schlehenhecke miteingepflanzt haben, sollte alsbald schon zu sehen sein, dass hier was sprießt. Die BIK Verantwortlichen sind dankbar, dass diese Renaturierung auf Gemeindegrund von Bürgermeister Felix Hezel begrüßt wird.

Blühende Hecken und Obstbäume

Derzeit können sich Besucher und vor allem die Dietinger Bevölkerung an den blühenden Hecken, den vielen Obstbäume der BIK und den Privatgärten erfreuen. Das ist nur möglich, weil viele Stunden im Ehrenamt von der BIK geleistet werden und Hausgartenbesitzer wertvollen Baumschutz leisten.

In der kommenden Schneideperiode sind zudem Neugierige willkommen, die bei der BIK mithelfen und dabei praktisch lernen wollen, wie professioneller Baumschnitt geht.

Die BIK hat die Winterbaumschneideaktion erfolgreich abgeschlossen und plant mit der Baumschneidervereinigung einen Kurs im Sommerschnitt für die Baumfachwarte an der Obsthochstamm-Baumwiese am Bittelbrunnen.

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