Baustelle in Rottweil
: Duttenhoferbrücke wieder für den Verkehr freigegeben

Die neue Duttenhofer-Brücke und die dazugehörige Straße bis zur Spittelmühle wurden am Donnerstag um 12 Uhr für den Verkehr freigegeben. Doch die nächste Sperrung kommt.
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red/pm
Rottweil
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Ab Donnerstag um 12 Uhr rollt der Verkehr über die neue Duttenhofer-Brücke auf der „Nordroute“ zwischen Berner Feld und nördlicher Innenstadt. Unser Bild zeigt beim Banddurchschnitt auf der neuen Brücke von links: Dieter Plocher, Tiefbau, Mobilitätsbeauftragter Horst Bisinger, Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf, Ema Dorn vom Mobilitätsteam, Sebastian Jauch, Tiefbau, und Marcus Martin, Leiter Tiefbau.

Der Verkehr über die neue Duttenhofer-Brücke auf der „Nordroute“ zwischen Berner Feld und nördlicher Innenstadt kann wieder rollen: Beim Banddurchschnitt dabei waren Dieter Plocher, Tiefbau (von links), Mobilitätsbeauftragter Horst Bisinger, Oberbürgermeister Christian Ruf, Ema Dorn vom Mobilitätsteam, Sebastian Jauch, Tiefbau, und Marcus Martin, Leiter Tiefbau.

Stadt Rottweil
  • Duttenhofer-Brücke und Straße bis Spittelmühle seit Donnerstag 12 Uhr für Verkehr offen.
  • Teil der „Nordroute“: Entlastung der Innenstadt und bessere Anbindung ans Berner Feld.
  • Schwerlastverkehr umgeht Innenstadt, auch Rad- und Fußwege wurden verbessert.
  • Baukosten rund 4,9 Mio. Euro, etwa die Hälfte über LGVFG des Landes gefördert.
  • Nächste Sperrung folgt: Ausbau Spittelmühle–Schafwasen–Berner Feld, Baustart frühestens im Frühjahr 2027.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Strecke ist Teil der sogenannten „Nordroute“ – einer Verkehrsachse, die künftig das Hauptstraßenkreuz in der historischen Innenstadt vom Verkehr von und aus Richtung Balingen sowie in die nördlichen Stadtteile entlasten soll.

Die neue Duttenhofer-Brücke ersetzt einen maroden Vorgängerbau aus dem Jahr 1936, der im Herbst 2024 abgebrochen worden war. Parallel zu den Brückenbauarbeiten wurde die Straße bis zur Spittelmühle ausgebaut und um einen begleitenden Geh- und Radweg ergänzt.

Mit der neuen Brücke verbessert sich laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung die Verkehrsverbindung im Rottweiler Neckartal zwischen der Innenstadt und dem Industrie- und Gewerbegebiet Berner Feld.

Die alte Brücke war auf eine Traglast von maximal 16 Tonnen beschränkt. Schwerlastverkehr kann nun direkt vom Berner Feld ins Gewerbegebiet im Neckartal gelangen und muss nicht mehr durch die Innenstadt fahren. Auch der Autoverkehr von und aus Richtung Balingen kann künftig das Neckartal oder beispielsweise die Wohngebiete im Hinterprediger erreichen, ohne die Innenstadt zu durchqueren.

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Bessere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer

Gleichzeitig verbessert sich die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer. Die neue Brücke bietet nun auch ihnen ausreichend Platz und wird Teil der Radwegeverbindung bis zum Landesgartenschau-Gelände. Nach der Landesgartenschau soll die Verbindung weiter bis nach Göllsdorf und in die Altstadt führen.

Oberbürgermeister Christian Ruf dankte allen Beteiligten für die reibungslose Umsetzung der anspruchsvollen Baumaßnahme: „Teilweise konnten die Arbeiten nur ausgeführt werden, wenn der Zugverkehr unterbrochen war. Daher waren wir auf die Zeitfenster anderer Bauarbeiten entlang der Gäubahn angewiesen – das ist auch einer der Gründe, warum sich die Arbeiten über zwei Jahre erstreckten.“

Zur Finanzierung nutzt die Stadt Rottweil derzeit günstige Fördermöglichkeiten. „Als Landesgartenschau-Stadt konnten wir hier Mittel mobilisieren, die uns sonst nicht zur Verfügung gestanden hätten“, so Ruf. Die Baukosten des Projekts liegen bei rund 4,9 Millionen Euro. Rund die Hälfte wird über das LGVFG-Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Baustart frühestens im Frühjahr 2027

Beim Neubau der Brücke setzte die Stadt Rottweil laut Pressemitteilung auf nachhaltige Methoden: So wurde Beton aus dem Abbruch als Schottermaterial aufbereitet und Bodenaushub für den neuen Straßendamm wiederverwendet.

Auch die Bauweise selbst spart Ressourcen und Zeit. Statt ausschließlich auf massive Betonkonstruktionen zu setzen, werden der Straßendamm und die Brückenwiderlager durch spezielle Kunststoffgitter im Erdreich stabilisiert. Dadurch konnte der Einsatz von Beton reduziert und die Bauzeit verkürzt werden. Die Stützwände und Steilböschungen werden noch begrünt, sodass sich das Bauwerk künftig in die Landschaft einfügt.

Eine erneute Sperrung der Nordroute wird erforderlich, wenn als letztes Teilstück die Verbindung ab der Neckar-Brücke bei der Spittelmühle über den Schafwasen zum Berner Feld ausgebaut wird. Die Planungen dafür laufen derzeit. Mit einem Baustart ist jedoch nicht vor Frühjahr 2027 zu rechnen.