Bauernmuseum Bösingen: Warum jedes Pferd ein eigenes Geschirr haben sollte

Zuggeschirr für das Pferd: Im Bauernmuseum in der Pfarrscheuer Bösingen ist eine große Auswahl zu sehen.
Hölsch- Bauernmuseum Pfarrscheuer Bösingen zeigt viele Kummets mit Zubehör im Erdgeschoss.
- Polsterkummet seit frühem Mittelalter unverändert – es ermöglicht volle Zugkraft des Pferdes.
- Jedes arbeitende Pferd braucht ein angepasstes Geschirr, das der Sattler individuell fertigt.
- Brustgeschirr taugt eher für leichtere Zugarbeit und ist günstiger, aber weniger geeignet.
- Öffnung am Sonntag, 6. September, 14 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16.45 Uhr, Eintritt frei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit der Erfindung des Polsterkummets im frühen Mittelalter wurden die Voraussetzungen für die Benutzung des Pferdes in der Landwirtschaft geschaffen. Das Pferd ist dem Rind durch schnellere Gangart, Ausdauer und Wendigkeit überlegen. Die Haltung eines Pferdes ist jedoch teurer als die eines Rindes. Deshalb hatten nur die reicheren Bauern Pferde.
Das Polsterkummet ist in den Konstruktionsgrundsätzen über Jahrhunderte gleich geblieben. Es findet für schweren und schwersten Zug wie für den Holländerwagen Anwendung, da dieses Geschirr die Ausnützung der ganzen vom Tier erzeugten Kraft ermöglicht, weil der Zugansatz in der Schultermitte liegt. Es muss somit der geforderten Leistung entsprechend gebaut sein.
Passgerechter Sitz
Damit die volle Zuglast entwickelt werden kann, ohne dass Behinderungen oder Druckverletzungen verschiedener Art auftreten, ist es notwendig, für einen passgerechten Sitz zu sorgen. Dies heißt, dass jedes im Kummet arbeitende Pferd ein eigenes Geschirr haben muss, das ihm der Sattler (im zweiten Stock des Museums befindet sich eine komplett eingerichtete Werkstall eines Sattlers) regelrecht angepasst hat.
Das Sielen- oder Brustgeschirr eignet sich für schwere Zugarbeit weniger. Man hat es deshalb für leichtere Zugarbeit verwendet. Der Vorteil dieses Geschirrs liegt darin, dass es durch Verstellen des Lederzugs jedem Pferd angelegt werden kann und dass es billiger ist als ein Kummet.
Das Bauernmuseum Pfarrscheuer Bösingen ist am Sonntag, 6. September, von 14 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16.45 Uhr) bei freiem Eintritt geöffnet.
