Antrag in Rottweil
: 10.000 Euro sparen - Fraktion will den Bürgerempfang streichen

Wenn schon sparen, dann auch hier: Die Fraktion SPD+FFR beantragt, auf den jährlichen Bürgerempfang im Januar in der Stadthalle zu verzichten.
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(red/pm)
Rottweil
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700 Gäste hatte der Bürgerempfang in Rottweil  im Januar - doch ist die Veranstaltung angesichts des Sparzwangs noch zeitgemäß?

Otto
  • SPD+FFR beantragen den Verzicht auf den Bürgerempfang in der Stadthalle.
  • Begründung: rund 10.000 Euro Kosten bei städtischem Sparkurs und Kürzungen.
  • Der Empfang zählt etwa 700 Gäste, viele sind geladene Gäste und Begleitungen.
  • Bürgermedaille soll in kleinerem Rahmen verliehen werden, etwa im historischen Ratssaal.
  • Ausblick des Oberbürgermeisters könne per Medienmitteilung ebenso viele erreichen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In einem von Elke Reichenbach (FFR) und Jürgen Mehl (SPD) unterzeichneten Schreiben an Oberbürgermeister Christian Ruf führt die Fraktion den Antrag näher aus.

Seit einigen Jahren, so heißt es, lade die Stadt zu Jahresbeginn zum Bürgerempfang in der Stadthalle, bei dem der Oberbürgermeister einen Ausblick auf anstehende Projekte gibt und die    Bürgermedaille an verdiente Bürger verleiht. Es kommen etwa 700 Bürger, davon zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft sowie Familie und Freunde der Empfänger der Bürgermedaille.

Die Fraktion erklärt: „Das Ereignis kostet rund 10.000 Euro. Ohne Zweifel bietet der Bürgerempfang Bürgern aus Rottweil die Gelegenheit, sich zu treffen und auszutauschen. Doch die Mehrzahl der Gäste dürfte sich auch im Jahresverlauf regelmäßig in beruflichen und informellen Zusammenhängen begegnen.“

Der Verzicht auf den Bürgerempfang stelle in Zeiten eines rigiden, wenn auch nötigen städtischen Sparprogramms ein Zeichen der Wertschätzung für städtische Mitarbeiter genauso wie für zahlreiche Vereine und Initiativen dar.

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Die Fraktion erinnert daran, dass das Stadtteilfest am Omsdorfer Hang dieses Jahr aus Kostengründen ausfalle. „Die Sozialarbeit dort und am Hegneberg haben wir sehr stark beschnitten, städtische Integrationsarbeit haben wir auf Null gesetzt. Das trifft Bürger, die sich nur schwer Gehör in der Stadt verschaffen können. Wir verzichten auf Bildungsarbeit in der Stadtbücherei und kürzen Zuschüsse im reichen Vereinsleben der Stadt. Zahlreiche Vereine müssen dadurch ebenfalls Teile ihrer Arbeit ruhen lassen und Projekte streichen.“

Unzufriedenheit bei den Bürgern

Bei allem Verständnis für generelle Sparmaßnahmen schüre das Unmut und Unzufriedenheit bei vielen ehrenamtlich tätigen Bürgern in Rottweil. „In diesem Zusammenhang halten wir es nicht für wertschätzend, eine Feier aufrechtzuerhalten, an der nur wenige und kaum junge Bürger einer Stadt mit 25.000 Einwohner teilnehmen“, schreibt die Fraktion.

Für die Verleihung der Bürgermedaille lasse sich ein kleinerer, durchaus würdiger Rahmen, etwa im historischen Ratssaal im Alten Rathaus, finden. Der jährliche Ausblick und Rückblick des Oberbürgermeisters erreiche durch eine breit gestreute Medienmitteilung eine zahlenmäßig ebenso breite Aufmerksamkeit wie beim Bürgerempfang. „Wir halten deshalb den Bürgerempfang in Zeiten des Sparkorsetts für verzichtbar“, so das Fazit.

Letztendlich wird darüber nun am Ratstisch zu debattieren sein.