Unternehmerforum in Bühl
: So können sich Firmen gegen Angriffe im Netz schützen

Bei dem Vortrag des Unternehmerforums in der Volksbank Bühl ging es um das Thema Sicherheit im Internet. Experten gaben den Teilnehmern konkrete Empfehlungen mit.
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red/ak
Bühl
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 Daniele Roll (Leiterin der Training und Coaching Akademie der Volksbank Bühl), Tobias Weiß (Cybersecurity-Start-up whitemacs), Marco Feit (Vorstandssprecher der Volksbank Bühl) und Oberbürgermeister Wolfram Britz beim Unternehmerforum zum Thema Cybersicherheit.

Daniele Roll (Training und Coaching Akademie Volksbank Bühl) (von links), Tobias Weiß (Cybersecurity-Start-up whitemacs), Marco Feit (Volksbank Bühl) und Oberbürgermeister Wolfram Britz beim Unternehmerforum.

Stadt Kehl
  • Unternehmerforum in der Volksbank Bühl beleuchtete Cybersicherheit für Unternehmen.
  • Experten betonten: Größtes Risiko ist der Mensch, nicht primär die Technik.
  • Empfohlen wurden starke, einzigartige Passwörter, 2FA und regelmäßige Updates.
  • Phishing 2.0, QR-Tricks und Telefonmaschen zielen auf Druck und Vertrauen.
  • Bei Angriff: Gerät online trennen, eingeschaltet lassen – IT informieren und Anweisungen folgen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wie können sich Unternehmen vor Cyberangriffen schützen und wie gehen die Täter bei Angriffen vor? Darum ging es beim Unternehmerforum, zu dem Kehls Oberbürgermeister Wolfram Britz und Christoph Hodapp von der Wirtschaftsförderung Kehl in die Volksbank Bühl eingeladen hatten. Darüber informiert die Stadt Kehl in einer Mitteilung.

„Das Unternehmerforum ist auch dazu da, gemeinsam Antworten auf Probleme zu finden und so unseren Standort zu stärken“, wird Britz zitiert. Und auch Marco Feit, Vorstandssprecher der Volksbank Bühl, betonte: „Unser Ziel ist heute, dass Sie alle etwas mitnehmen, das Sie gleich morgen in Ihren Unternehmen anwenden können.“

Daniele Roll, Leiterin der Training- und Coaching-Akademie der Volksbank Bühl, eröffnete ihren Vortrag mit einem Szenario: Im E-Mail-Postfach eines Mitarbeiters liegt eine vermeintliche Nachricht des Vorgesetzten. Der Arbeitsauftrag darin: schnellstmöglich einen größeren Geldbetrag an ein bestimmtes Konto überweisen. Was wie ein dringender Arbeitsauftrag erscheint, kann eine gezielte Täuschung sein, so Roll.

Wie aber gelingt es Angreifern, sich Zugang zu den Konten ihrer Opfer zu verschaffen oder sie zu Handlungen zu bewegen? Kriminelle griffen selten das technische System direkt an, erläuterte sie. Der größte Risikofaktor sei der Mensch selbst. Der Schutz beginne bereits bei der Wahl der Passwörter. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik empfehle, für jeden Account ein eigenes Passwort zu verwenden, das keine persönlichen Daten enthält, sowie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Updates sollten  regelmäßig installiert werden. Denn diese seien darauf ausgerichtet, Sicherheitslücken zu schließen, führte Roll aus.

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Ein häufig genutztes Mittel, um an Zugangsdaten zu gelangen, sei das „Phishing“. Dabei geben sich Kriminelle in Nachrichten als vertrauenswürdige Absender aus, etwa als Bank, Vorgesetzte oder Geschäftspartner. Unter einem Vorwand würden sie dazu auffordern, einen Link zu öffnen und auf einer gefälschten Internetseite Passwörter oder vertrauliche Daten einzugeben. Auch Schadsoftware könne sich hinter diesen Links verbergen. Früher seien diese Seiten etwa durch Schreibfehler leicht zu erkennen gewesen. Mittlerweile sähen sie aber so täuschend echt aus, dass man auch vom „Phishing 2.0“ spreche.

QR-Codes könnten ebenfalls zu gefälschten Seiten führen. Auch am Telefon versuchten Kriminelle, ihre Opfer zu täuschen. Das Ziel sei immer dasselbe: Vertrauen schaffen, Druck erzeugen und eine Handlung auslösen. Drei Warnzeichen sollten dabei besonders misstrauisch machen: Weicht eine Aufforderung von üblichen Abläufen ab, soll sie vor Kollegen geheim gehalten werden oder wird eine sofortige Reaktion verlangt.

Schadsoftware wird am häufigsten genutzt

Tobias Weiß ist Mitglied der Bundesfachkommission Cybersicherheit im Wirtschaftsrat Deutschland. Er sprach darüber, wie Angreifer an die Daten von Unternehmen und deren Beschäftigten kommen, ohne Alarm auszulösen. 20 Prozent der Angriffe begännen mit einer Phishing-Mail. Dabei würden die Opfer häufig auf täuschend echt aussehende Webseiten gelockt. Sobald sie dort ihre Zugangsdaten eingeben, erscheint lediglich der Hinweis, das Passwort sei falsch. Anschließend werden sie auf die echte Webseite weitergeleitet – während die Kriminellen bereits über die eingegebenen Daten verfügen.

Am häufigsten gelangten die Angreifer über Schadsoftware an Informationen. Diese könne über einen manipulierten Link auf den Computer gelangen. Anschließend würden die im Browser gespeicherten Zugangsdaten ausgelesen. Die erbeuteten Informationen werden häufig etwa im Darknet (siehe Info) verkauft oder kostenlos angeboten. Mit ihnen können Kriminelle etwa das E-Mail-Konto eines Vorgesetzten übernehmen und vermeintliche Zahlungsaufträge verschicken.

Weiß empfiehlt einen Passwortmanager zum Schutz der Zugangsdaten. Außerdem gelte es, misstrauisch zu bleiben und Links nicht unbedacht zu öffnen. Für den Fall eines bemerkten Angriffs nannte Weiß konkrete Schritte: Das betroffene Gerät sollte schnellstmöglich vom Internet getrennt werden, jedoch eingeschaltet bleiben. Als nächster Schritt sollte die zuständige IT-Abteilung informiert werden. Deren Anweisungen sollten anschließend befolgt werden.

Die Vorträge machte laut Mitteilung deutlich: Cyberangriffe richten sich selten gezielt gegen einzelne Unternehmen. Vielmehr werfen Kriminelle ihr Netz aus und warten darauf, wer hineinschwimmt.

Darknet

Das Internet teilt sich in drei Bereiche: Das „Clear Web“ ist frei zugänglich (z.B. zum Surfen und Einkaufen). Das „Deep Web“ macht den größten Teil aus und umfasst nicht öffentlich einsehbare, geschützte Inhalte wie Cloud-Speicher oder Datenbanken. Das Darknet ist ein kleines Teilstück des Deep Webs, das verschlüsselt und nicht über herkömmliche Suchmaschinen auffindbar ist, um die Anonymität von Nutzern und Erstellern zu wahren.