Kätzchen in Zug nach Freiburg ausgesetzt: Peta sucht „Tierquäler“ – und verspricht Belohnung

Drei in einer Regionalbahn von Offenburg nach Freiburg ausgesetzte Kätzchen beschäftigen derzeit die Bundespolizei.
Bundespolizei- Drei Kätzchen wurden in der RB 27 zwischen Offenburg und Freiburg unter einem Sitz gefunden.
- Die Zugführerin informierte die Bundespolizei, die Tiere kamen in ein Tierheim.
- Ermittlungen laufen: Videoaufnahmen aus dem Zug werden ausgewertet – Zustand der Katzen ist gut.
- Peta setzt 500 Euro Belohnung aus und bittet um Hinweise per Telefon oder E-Mail, auch anonym.
- Aussetzen von Tieren ist eine Ordnungswidrigkeit und kann bis 25.000 Euro kosten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Fahrgäste der RB 27 staunten am frühen Samstagmorgen auf der Fahrt von Offenburg nach Freiburg wohl nicht schlecht: Unter einem Sitz fanden sie drei junge Katzen, die jemand offenbar einfach zurückgelassen hatte.
Nachdem sich auch nach mehreren Durchsagen in der Regionalbahn der Halter der Kätzchen nicht ausfindig hat machen lassen, wandte sich die Zugführerin an die Bundespolizei. Beamte nahmen die Tierbabys am Freiburger Bahnhof in Obhut und übergaben sie an ein Tierheim.
Polizei sichert Videoaufnahmen aus dem Zug
Die Bundespolizei leitete indessen Ermittlungen wegen des Aussetzens von Tieren ein. „Wir haben die Videos der Zugkameras gesichert“, erläutert Friedrich Blaschke, Sprecher der zuständigen Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, gegenüber unserer Redaktion. Das Material werde jetzt ausgewertet. „Vielleicht kommen wir so einer Person auf die Spur.“
Den geretteten Kätzchen gehe es derweil gut, versichert Blaschke. Er habe sich selbst beim Tierheim erkundigt. „Sie sind noch so klein, dass sie rund um die Uhr betreut werden müssen“, berichtet der Bundespolizist. Die intensive Betreuung übernehme derzeit eine Person außerhalb des Tierheims.
Tierschützer bieten 500 Euro für Hinweise
Während bei der Polizei Ermittlungen laufen, zeigt sich die Tierschutzorganisation Peta empört: Es sei nicht auszuschließen, dass die Katzen Opfer eines illegalen oder unseriösen Tierhandels geworden seien, heißt es in einer Mitteilung.
Um den Fall aufzuklären, setzt der Verein eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der verantwortlichen Person oder Personen führen. Die Organisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um laut eigener Aussage bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de und auch anonym.
Ausgesetzt werden könne schwere Folgen für Tiere haben
„Wir wollen helfen, aufzuklären, wer die Katzen in dem Regionalzug zurückgelassen hat. Eine solche Tat bedeutet für die betroffenen Tiere nicht nur, von einem Moment auf den anderen sich selbst überlassen zu werden, sie kann schwere körperliche und psychische Leiden verursachen“, betont Lisa Redegeld, Fachreferentin bei Peta. „Wer Tiere einfach aussetzt oder mit ihnen illegal handelt, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden.“
Empfindliche Strafe
Sollte der Katzenbesitzer ausfindig gemacht werden, droht ihm eine empfindliche Geldstrafe. In Deutschland zählt das Aussetzen eines Tieres als Ordnungswidrigkeit, informiert die Bundespolizei. Sie kann mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro geahndet werden, in besonders schweren Fällen auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Das Tierschutzgesetz greift laut Peta zudem auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.